2. Bundesliga ist das nächste Ziel : Team und Trainer wollen aufsteigen

Seht her, wir sind Meister! Spielerinnen und Trainer-Team feiern den Titelgewinn in der 3. Handball-Liga Nord.
Seht her, wir sind Meister! Spielerinnen und Trainer-Team feiern den Titelgewinn in der 3. Handball-Liga Nord.

Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee sind nach dem 36:22-Sieg in Stade Meister – doch wie geht es weiter? Am Freitag gibt es eine Besprechung zum Thema 2. Liga.

shz.de von
16. April 2018, 06:00 Uhr

Die Mitteilung war kurz – und klar. „Wenn wir es sportlich schaffen, möchten wir aufsteigen. Mannschaft und Trainerteam haben dies am Donnerstag beschlossen“, teilten die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee mit. Sportlich haben sie es geschafft – mit dem 36:22 (19:9)-Sieg beim Absteiger VfL Stade steht das Team von Trainer „Shorty“ Linde einen Spieltag vor Schluss als Meister der 3. Liga Nord fest.

„Man hat der Mannschaft von Anfang an angemerkt, dass sie unbedingt Meister werden wollte. Sie hat 60 Minuten lang Vollgas gegeben“, freute sich Co-Trainer Peer Linde über den Titel und fügte voller Stolz hinzu: „Alle haben – wie während der gesamten Saison – ihren Beitrag dazu geleistet.“ Im Gegensatz zum 25:22-Arbeitssieg der Hinrunde machten die Harrisleerinnen mit dem Anpfiff mächtig Tempo und übten Druck auf die Stader Deckung aus. Bereits nach acht Minuten lag das Team von der dänischen Grenze mit 6:2 in Führung und baute diese Mitte des ersten Durchgangs auf 11:5 aus.

Beim Harrisleer 15:7-Vorsprung nahmen die Gastgeberinnen eine Auszeit, um den Spielfluss des Tabellenführers zu stoppen. „Die Mannschaft war auch bei dieser Acht-Tore-Führung weiterhin entschlossen“, lobte Peer Linde. Die Nord-Frauen ließen sich nicht aus dem Konzept bringen.

Die Zehn-Tore-Führung hatte bis zum 24:14 (40. Minute) Bestand, dann drehte der neue Meister noch einmal auf. Binnen zwölf Minuten legten die Nordfrauen einen 10:3-Lauf zum 34:17 hin. Erst danach schaltete das Linde-Team in der Gewissheit des Titelgewinns einen Gang zurück – und startete auf und neben dem Parkett den ersten Akt der Meisterfeier. Rückraumspielerin Merle Carstensen brachte die Gefühlswelt der Mannschaft auf den Punkt. „Wir sind ein geiles Team – und einfach nur begeistert.“ Und sie vergaß dabei auch nicht die Fans, die mit einem Bus angereist waren und für Heimspiel-Atmosphäre sorgten: „Wir haben die besten Fans der Welt.“

Trainer Linde resümierte: „Was diese junge Mannschaft in den letzten zehn Monaten geleistet und umgesetzt hat, ist beeindruckend. Nach dem Pokalsieg auch noch die Meisterschaft – besser geht es nicht. Sie hätten den Zweitliga-Aufstieg verdient“, so Linde. Am Freitag soll es ein Treffen beim TSV Nord Harrislee geben und erörtert werden, ob der Weg ins Bundesliga-Unterhaus in Angriff genommen wird.

VfL Stade: Augustin, Brückner, Woltjen – Kaiser (3), Ebeling, Klinkmann (2), Grell (1), Straßmann, Hoffmann (5/1), Ziegler (5), Tina-Maria Schliecker (1), Adamczewska (1), Witt (3), Melanie Schliecker (1).

TSV Nord Harrislee: Tüx, Tiedemann – Lara Fischer (3), Natusch (1), Lundelius (2), Woch (9), Fries (2), Carstensen (8), Lache, Lauf (1), Clausen (1), Jensen (4/3), Jakusch (2), Volquardsen (3).

Schiedsrichterinnen: Behnke/Seemann (Schleswig). Zuschauer: 172 (davon mehr als 50 aus Harrislee).

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