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2. Handball-Bundesliga : Tarps Trainer redet Tacheles

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zweitliga-Aufsteiger HSG tarp-Wanderup im Heimspiel beim 27:36 gegen Eintracht Hildesheim chancenlos. Schlusslicht im vierten heimspiel ohne den nötigen Biss.

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2013 | 08:00 Uhr

Eigentlich sollten im vierten Heimspiel der Saison die ersten Punkte geholt werden. Aber nach 60 Minuten in der vollbesetzten Treenehalle folgte die Ernüchterung. Beim 27:36 (12:19) gegen Eintracht Hildesheim waren die Zweitliga-Handballer der HSG Tarp-Wanderup ohne Chance. Dementsprechend enttäuscht zeigte sich Wölfe-Coach Christian Voß: „Wir haben insgesamt nicht den nötigen Biss gezeigt. Zu den Schwächen im Angriff kam heute auch noch die fehlende Aggressivität in der Defensive. So kann man in der 2. Liga kein Spiel gewinnen!“ Voß hatte dann für zwei seiner Spieler doch noch ein Lob parat. „Timo Brüne und Tim Lübker haben eine starke Leistung gezeigt“.

Während die Gäste aus Niedersachsen sich von Beginn an aggressiv und hochkonzentriert zeigten, war den Wölfen anzumerken, dass die Niederlagen-Serie am Selbstvertrauen nagt. In der Abwehr zeigte sich Tarp viel zu brav und im Angriff sehr nervös. Es wurden am laufenden Band leichte Fehler produziert, die Hildesheim zu einfachen Toren nutzte. So hatte die Eintracht bereits nach 13 Minuten eine Vier-Tore-Führung herausgeworfen (10:6). Christian Voß nahm die Auszeit, um seine Jungs neu einzustimmen, jedoch ohne Erfolg. Die Niedersachsen zogen in der Folgezeit Tor um Tor davon. Bis auf 14:8 enteilten die Gäste, ehe sie sich einen kleinen Durchhänger leisteten. Vor allem der starke Tim Lübker im Wölfe-Tor machte nun die eine oder andere Chance der Hildesheimer zunichte. Entscheidend nutzen konnte das Voß-Team die Hildesheimer Schwächephase aber nicht. So führte der Gast beim Seitenwechsel in der Höhe verdient. „Während unsere Unzulänglichkeiten konsequent bestraft werden, schaffen wir es einfach nicht, die Fehler des Gegners auszunutzen“, meinte Geschäftsführer Florian Korte in der Pause.

Wer nun nach der Halbzeit ein Aufbäumen der Hausherren erwartet hatte, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Mit 1:5 ging auch der Start in den zweiten Durchgang daneben (13:24/38. Min.). Zwar zeigte sich Tarp nun in der Deckung etwas präsenter, im Angriff ließen die Treenehandballer aber weiterhin die nötige Durchschlagskraft vermissen. Das war viel zu wenig, um noch einmal ins Spiel zu kommen. Hildesheim spulte nun sein Programm routiniert ab und hatte die Partie spätestens nach 42 Minuten beim 26:14 für sich entschieden. So blieb den Wölfen am Ende nur noch die Möglichkeit, ein wenig Schadensbegrenzung zu betreiben.

Christian Voß betonte nach der Partie noch einmal ausdrücklich, dass es richtig war, für dieses Spiel einen Sieg zu fordern. „Die Ansage war völlig richtig, denn Druck war angesichts der Tabellensituation ohnehin schon vorhanden. Zudem können wir uns nicht ständig hinter der Rolle des Underdogs verstecken. Unser Saisonziel ist der Klassenerhalt und dafür benötigt man nun mal Punkte. Heute ist uns das nicht gelungen, weil wir neben der wieder einmal hohen Fehlerquote oft auch die nötige Einstellung vermissen ließen“, erklärte Voß. „Im Derby gegen Altenholz nächste Woche müssen wir endlich die Kurve kriegen, daran werden wir unter der Woche verstärkt arbeite. Die Zeit des Wohlfühlens in der Außenseiterrolle muss endgültig vorbei sein.“ Eine klare Ansage, was er in den nächsten Wochen von seiner Mannschaft erwartet.

HSG Tarp-Wanderup: Mahncke, Lübker – Jessen (4), Blohme (1), Brüne (4), Desler (2), Thordarson, Worm (2), M. Hinrichsen, Dibbert (2), Molsen (4), R. Hinrichsen, Blockus (2), Matthiessen (6/1).

Eintracht Hildesheim: Klockmann, Kinzel – Tzimourtos (5), Nikolov, Stüber, Hoffmann (3), Qvist (10), John (3), Weißbach, Konstantionos, Chantziaras (5), Kabengele (2/2), Tzoufras (6), Steinscherer (1), Gertsmann (1).

Schiedsrichter: Porebska/Schween (Lychen).

Siebenmeter: 1/2:2/3. – Zeitstrafen: 5:2. – Zuschauer: 600.

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