Handball-Oberliga Frauen: HSG Jörl-Viöl schlägt TSV Altenholz : Taktische Umstellung bringt Erfolg

Ose Kahlund (Mitte) von der HSG Jörl-Viöl findet die Lücke am Kreis und trifft gegen den TSV Altenholz.
Ose Kahlund (Mitte) von der HSG Jörl-Viöl findet die Lücke am Kreis und trifft gegen den TSV Altenholz.

Die Handball-Frauen der HSG Jörl-Viöl liefern sich in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SG Todesfelde/Leezen um die Tabellenspitze.

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11. Januar 2016, 20:32 Uhr

Der Start ins neue Handball-Jahr gelang mit einem 28:25 (14:14) Heimsieg gegen Titelverteidiger TSV Altenholz. Aber dieser war nach der Rückkehr einiger Stammspielerinnen bei den Gästen schwer erkämpft. „Altenholz ist in der vergangenen Saison nicht von ungefähr Meister geworden und hat vor allem in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt“, lautete die Analyse von HSG-Trainer Thomas Blasczyk.

Sein Team bekam die überragende Rückraumspielerin der Gäste, Marieke Most, in den ersten 30 Minuten überhaupt nicht in den Griff. Zwar wechselte die Führung häufig, so lag die HSG sechs Minuten vor der Pause mit 12:10 vorn. Doch dafür konnten sich die heimischen „Firebirds“ vor allem bei ihrer guten Torhüterin Lorena Jackstadt bedanken, die einige starke Paraden zeigte. Dennoch ging es mit einem 14:14-Remis in die Kabinen.

Eine taktische Umstellung nach der Pause stellte für die Gastgeberinnen die Weichen auf Sieg. Mit einer offensiven 5:1-Formation ließ Blasczyk die Kreise von Marieke Most stören. Das zeigte schnell Wirkung, zudem fand Jörl-Viöl auch im Angriff immer mehr Sicherheit. Die Gastgeberinnen setzten sich binnen zehn Minuten mit einem 7:1-Lauf auf 21:15 ab. Doch die Gäste kämpften unverdrossen weiter, packten in der Deckung kräftig zu und kamen immer auf drei oder vier Treffer heran. Doch vor allem Lena Scholz, Lena Schulz und Katrin Riebow übernahmen Verantwortung, gingen laut Blasczyk dorthin, „wo es weh tut“ und erzielten wichtige Tore für die HSG. Nach dem 24:21 rund sieben Minuten vor dem Abpfiff sorgte ein 4:1-Zwischenspurt zum 28:22 endlich für klare Verhältnisse. Die letzten drei Treffer des TSV Altenholz waren nur noch Ergebniskosmetik.

„Durch die taktische Umstellung haben wir Marieke Most aus dem Spiel genommen und einen starken TSV Altenholz geschlagen. Nun haben wir unsere ersten Hausaufgaben gemacht, und das wollen wir im nächsten Heimspiel gegen den FC St. Pauli fortsetzen“, so das Resümee von Thomas Blasczyk, der bereits den Fokus auf die Partie am Sonnabend (16.45 Uhr, Eggebek) legte.

HSG Jörl-Viöl: Paulsen, Jackstadt – Riebow (5/1), Kahlund (6), Kretschmer, Thomsen, Katharina Hansen (5/2), Knettler, Scholz (5), Schulz (5/1), Maja Hansen (1), Köster (n.e.), Jessen (1), Schibrath.

TSV Altenholz: Guttau, Albrecht – Hausschild (6), Haase (4), Thiesen, Ohm (2/1), Fahrenkrog, Most (10/3), Thümer (3/1), Tonn, Lyke, Rütz.

Zuschauer: 120.

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