Revanche gegen Frankfurt/Oder gelungen : Starke Vorstellung der Nord-Frauen

Freie Bahn: Fenja Jensen erzielt per Tempogegenstoß einen ihrer acht Treffer.
Freie Bahn: Fenja Jensen erzielt per Tempogegenstoß einen ihrer acht Treffer.

Die Harrisleer Drittliga-Handballerinnen besiegen den Frankfurter HC verdient mit 26:17. Trainer Linde lobt die „überragende Mannschaftsleistung.“

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12. Februar 2018, 12:00 Uhr

Trainer „Shorty“ Linde herzte seine Spielerinnen, lobte sie für ihre „überragende Mannschaftsleistung“. Fenja Jensen, mit acht Treffern erfolgreichste Werferin, fand das Spiel „einfach geil“. Der Jubel war riesig in der Holmberghalle – die Handball-Frauen des TSV Nord Harrislee hatten den Aufstiegsfavoriten Frankfurter HC 26:19 (13:7) bezwungen. Es war der vierte Sieg im vierten Spiel des Jahres.

Über die gesamten 60 Minuten lagen die Gastgeberinnen in Führung. Nach der 20:24-Hinspielniederlage in hitziger und unfreundlicher Atmosphäre war den Nord-Frauen die unbedingte Motivation anzumerken, das Rückspiel für sich zu entscheiden. „Wir hatten das Spiel nicht vergessen und wollten unbedingt gewinnen“, so Kreisläuferin Denise Fries, die wie all ihre Mitspielerinnen 60 Minuten um jeden Millimeter kämpfte.

Mit einer beweglichen Deckung und der überragenden Torhüterin Lea Tiedemann, die insgesamt 24 Paraden zeigte, zogen die Harrisleerinnen den Gästen schon in den ersten zehn Minuten den Zahn. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Nord-Frauen mit 5:1 vorne und das Gegentor resultierte aus einem geschenkten Siebenmeter, da Frankfurts Theresa Loll noch klar vor dem Kreis gestoppt wurde und ihre Gegenspielerinnen mit mehr als drei Schritten hineinschob.

Danach gab es ein erstes kurzes Frankfuter Aufflackern, die Gäste kamen auf 5:6 (17.) heran. Doch die Harrisleerinnen schüttelten sich und erzielten binnen acht Minuten sechs Tore in Folge zum 12:5. Gästetrainerin Daniela Filip versuchte es danach mit einer offensiven 4:2-Deckung gegen das stark aufspielende Rückraumduo Fenja Jensen und Lotta Woch. Woch spielte trotz einer schweren Verletzung.

„Mein Arzt hat gesagt, dass ich einen Bänderriss habe. Aber ich habe keine Schmerzen. Der Fuß ist nicht instabil und ich kann auf dem Feld die richtigen Wackler machen“, freute sich Woch, die sieben Mal traf. Zwar taten sich die Gastgeberinnen bis zur Pause im Angriff schwer, doch der im Rückzugsverhalten aufmerksame Defensivverbund hielt den Frankfurter HC zur Halbzeit klar mit 13:7 auf Distanz.

Nach dem Wechsel zeigten die Gäste knapp zehn Minuten ihre Qualität. Die offensive Deckung und Torhüterin Mandy Schneider sicherten sich mehrere Bälle. Als das sympathische Frankfurter „Geburtstagskind“ Antonia Zimmermann, die vor dem Spiel mit „Happy Birthday“ aus der Musikanlage der Holmberghalle gefeiert worden war, auf 12:15 verkürzte (38.), schien eine Wende möglich.

Doch die Nord-Frauen antworteten erneut in Klasse-Manier, agierten mit sehr viel Disziplin im Angriff. Samiah Jakusch verwandelte einen Tempogegenstoß zum 16:12, dann musste sie nach einer harten Aktion von Kathleen Müller schwer angeschlagen vom Parkett der Holmberghalle geführt werden. Doch ihre Mannschaftskameradinnen zeigten eine Trotzreaktion und die schon vorher personell angeschlagenen Harrisleerinnen agierten fortan noch leidenschaftlicher. Über 21:14, zehn Minuten vor dem Abpfiff, spielten sich die Nordfrauen bis zum 25:16 (55.) in einen wahren Rausch. Am Ende stand der auch in der Höhe verdiente 26:19-Sieg.

TSV Nord Harrislee: Tiedemann – Fischer (2), Natusch (4), Lundelius, Woch (7/1), Fries (3), Andresen, Lache, Clausen (1), Jensen (8/4), Jakusch (1), Volquardsen.

Frankfurter HC: Schneider – Ziemer (5/1), Heinrich, Keßler (1), Nühse, Beatrice Zacharias (1), Loll (4/1), Zimmermann (3/3), Kresovic, Groke, Dürrwald (2), Heinke (3), Müller, Wagner. Schiedsrichterinnen: Behnke/Seemann (Schleswig IF/DHG Sandesneben).

Zuschauer: 278.

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