TSV Sieverstedt empfängt die SG Flensburg-Handewitt : Spannendes Derby unter Freunden

Sieverstedts Fynn Schoor in Aktion – auch er trug schon das Trikot der SG.
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Sieverstedts Fynn Schoor in Aktion – auch er trug schon das Trikot der SG.

Die A-Jugend-Handballer des TSV Sieverstedt fiebern dem krönenden Jahresabschluss entgegen - dem Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt (Freitag, 19.30 Uhr, Sporthalle Sieverstedt).

shz.de von
22. Dezember 2017, 06:30 Uhr

„Nach dem Bundesliga-Aufstieg im Frühsommer ist nun das Duell mit dem großen Bruder das Spiel des Jahres für uns“, sagt Dirk Hasenpusch. Und der Trainer des TSV Sieverstedt prophezeit: „Da sich die Spieler untereinander sehr gut kennen, werden wir jede Menge Emotionen erleben. Diese Spiel ist für alle etwas Besonderes.“

Sein Trainerkollege Michael Jacobsen stimmt zu. „Die Jungs gehen teilweise zusammen zur Schule“, erzählt er. „Da kommen aus allen Ecken irgendwelche Sprüche, die Vorfreude ist riesig.“ Schließlich, so betont Hasenpusch, würde es sich bei diesem Aufeinandertreffen ja auch um ein „echtes Derby“ handeln, während Spiele gegen die Mitkonkurrenten THW Kiel und VfL Bad Schwartau eher den Charakter eines Landesduells hätten. „Und das werden wir auch neben dem Spielfeld erleben“, rechnet der TSV-Coach mit einer rappelvollen Halle und Fans in Hochstimmung. Ein spannender Faktor wird die Stimmung in der Tat sein – der Anhang der SG hat 30 Karten erhalten und wird in der Sieverstedter Sporthalle eine Minderheit stellen.

„Alle wissen, dass es jeder Gegner schwer hat, um in Sieverstedt zu gewinnen – und viele hoffen auf eine Sensation“, sagt Hasenpusch, der die hohe Erwartungshaltung im Handball-verrückten Dorf vor den Toren Flensburgs kennt. Er schiebt die Favoritenrolle gerne dem Gegner zu: „Die SG hat den großen Druck mit im Gepäck. Sie wollen sich die Minimal-Chance auf einen der ersten beiden Tabellenplätze bewahren und dürfen nach ihrem eher durchwachsenen Saisonstart im Prinzip keine Punkte mehr abgeben. Und das gilt ganz besonders für ihren Auftritt am Freitag bei uns.“ SG-Coach Jacobsen meint: „Wenn es normal läuft, müssten wir eigentlich besser sein. Aber auf meinen Jungs wird mehr Druck lasten, da sie den größeren Verein repräsentieren.“

Hasenpusch lobt besonders das „beeindruckende Tempospiel“, mit dem die SG die Grundlage für die Siegesserie von zuletzt 10:0 Punkten gelegt hat: „Das müssen wir unterbinden und die SG ins Positionsspiel zwingen. Wenn uns das einigermaßen erfolgreich gelingt und wir zudem gut aus den Startlöchern kommen, wird sich ein tolles Derby entwickeln.“

Hinter der versteckten Kampfansage verbirgt sich zudem die Hoffnung, sich auf alle Fälle „so teuer wie möglich“ zu verkaufen und einer bisher überzeugenden Saison ein weiteres Ausrufezeichen hinzufügen zu können. „Wir werden um jeden Zentimeter unseres Hallenbodens kämpfen und die Freundschaft, die uns mit der SG verbindet, für 60 Minuten ruhen lassen“, versichert Hasenpusch, der mit Ausnahme des langzeitverletzten Max Peters aus dem Vollen schöpfen kann.

In Flensburg und Handewitt ist nicht unbemerkt geblieben, dass der Aufsteiger aus Sieverstedt eine starke Serie spielt und gegen den Top-Klub HSV Hamburg nur mit einem Tor verlor. Zeitweise waren Neuling und die SG Tabellennachbarn. Inzwischen hat der SG-Nachwuchs zugelegt und kann in der aktuellen Bestbesetzung auflaufen. Len Kepp (Nasenbeinbruch) ist zurück.

Man kennt sich. Rund ein Dutzend der Spieler des TSV Sieverstedt haben zumindest eine Zeit lang unter dem Dach der SG Flensburg-Handewitt trainiert und gespielt. Am Freitag kommt es also zu einem Derby unter Freunden, bei dem jeder für 60 Minuten den sportlichen Erfolg in den Fokus stellen wird.

> An der Abendkasse gibt es noch ein kleines Restkontingent an Stehplatzkarten. Ebenso sind Eintrittskarten für den „Tag der Youngster“, bei dem am 2. Februar 2018 die Drittliga-Teams der SG Flensburg-Handewitt und des DHK Flensborg sowie die A-Jugend-Teams der SG und des TSV Sieverstedt in der Flens-Arena um Punkte spielen werden, im Vorverkauf erhältlich.

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