0:1 im test gegen dänischen erstdivisionär : „Solche Spiele bringen uns weiter“

Der Flensburger Torjäger Tim Wulff (re.) wird vom Dänen Christian Ege Nielsen attackiert.
Der Flensburger Torjäger Tim Wulff (re.) wird vom Dänen Christian Ege Nielsen attackiert.

Fußball-Regionalligist ETSV Weiche unterliegt dem dänischen Erstdivisionär FC Fredericia im Test mit 0:1. Nicht dabei war Trainer Daniel Jurgeleit aus nachvollziehbaren Gründen - er ist Vater geworden.

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07. Juli 2014, 06:30 Uhr

Zweite Niederlage im vierten Testspiel. Die Regionalliga-Fußballer des ETSV Weiche Flensburg unterlagen am Sonnabend dem dänischen Erstdivisionär FC Fredericia mit 0:1 (0:1). „Das war ein sehr guter Härtetest“, meinte Ligamanager Henning Natusch. „Das Ergebnis war sekundär. Die Dänen haben uns sehr gefordert. Solche Spiele bringen uns weiter.“ Die Flensburger mussten auf Trainer Daniel Jurgeleit verzichten, der am Sonnabend zum dritten Mal Vater geworden ist. Der Sohn heißt Noah.

Bei tropischen Bedingungen hatte der ETSV Weiche vor der Begegnung am Morgen noch ein Training angesetzt. Das sei bei der Schwüle mit Temperaturen um 30 Grad wohl ein Fehler gewesen, sagte Co-Trainer Marc Peetz, der die Mannschaft mit Torwarttrainer Jan Neujahr coachte. Vor allem in den ersten 15 Spielminuten sah es so aus, als wenn die Dänen, die nach einer enttäuschenden Saison unter die ersten Fünf kommen wollen und den Aufstieg in die Super-Division anstreben, die Gastgeber überrennen wollten. „Da fehlte uns die Frische, wir waren einfach unsortiert“, so Natusch. Und schon nach drei Minuten erzielte Torjäger Thomas Mikkelsen nach Vorarbeit von Neuzugang Tobias Perch die 1:0-Führung für das Team von Chefcoach Nicolai Wael.

Jurgeleit hatte schon vor der Partie gewarnt: „Die Dänen arbeiten unter Profibedingungen.“ Die Spielstärke verglich er mit der 3. Liga. Der Erstdivisionär trat sehr körperbetont auf. „Die waren robust, wie man es von dänischen Mannschaften kennt“, erklärte Natusch. Trotzdem fand Weiche nach und nach ins Spiel. Die beste Ausgleichschance hatte „Malla“ Kasumovic, der nach einer schönen Kombination und Flanke von Karl-Christian Melfsen am sensationell haltenden Jakob Køhler im Tor des FC Fredericia scheiterte.

Nach dem Wechsel waren die Flensburger spielbestimmend und erarbeiteten sich mehrere Chancen. Der verdiente Ausgleich lag mehrfach in der Luft. Aber immer wieder war ein Bein der Dänen im Weg oder der überragende Jakob Køhler klärte. „Auch Fredericia-Trainer Nicolai Wael sagte nach dem Spiel, dass ein Unentschieden hochverdient gewesen wäre“, so Natusch. Weiter geht es jetzt am Dienstag (18.30 Uhr). Dann tritt Weiche beim Kreisligisten Büdelsdorfer TSV an. Dann wartet am kommenden Sonnabend (16 Uhr) im Achtelfinale des Landespokals beim stark eingeschätzten SH-Ligisten TSV Schilksee das erste Pflichtspiel auf den Regionalligisten. „Wir hoffen, dass im Pokal Marc Böhnke und Christian Jürgensen wieder dabei sind“, meinte Natusch. Böhnke hatte sich im Training leicht verletzt und wurde gegen Fredericia geschont. Jürgensen unterzog sich am Freitag einer Nasenoperation (Bruch im Spiel gegen HSV) und muss fünf Tage aussetzen. Lukas Linhardt wird nach Adduktoren-Problemen heute wieder ins Lauftraining einsteigen. Länger fehlen werden noch Christoph Damann (Kreuzbandriss) und Marcel Cornils (Mittelfußbruch).

ETSV Weiche: Kirschke (45. Emken) – Carstensen (75. J. Ostermann), Hummel, H. Ostermann (70. Paetow), Meyer – Melfsen, Schulz, Kasumovic (60. Thomsen), Walter – Wulff, Ilidio (35. Akyörük).

Schiedsrichter: Torben Nesch (TSV Drelsdorf).

Zuschauer: 210.

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