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Handball Champions League : So will die SG Flensburg-Handewitt das Viertelfinale perfekt machen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ostersonntag wird zum großen Handball-Feiertag in Flensburg. Was die Fans erwartet.

shz.de von
erstellt am 26.Mär.2016 | 09:00 Uhr

Ostereier am Eingang, ein Trainer-Jubiläum und neue Becher mit Handballer-Porträts an den Getränkeständen – am Sonntag herrscht in der Flens-Arena Feierlaune. Das hoffen die Gastgeber auch für den sportlichen Teil, der um 17 Uhr angepfiffen wird. shz.de berichtet mit einem Liveticker.

„In einem solchen Knockout-Spiel brauchen wir eine starke Leistung und eine Hölle im Rücken“, fordert Ljubomir Vranjes. „Wir wollen unseren Fans im April gerne ein weiteres hochattraktives Spiel bieten, höchstwahrscheinlich gegen Kielce.“

Der Trainer sitzt am Sonntag zum 300. Mal als Chefcoach auf der Bank, hat Kollegen wie Kent-Harry Andersson (253) und Erik Veje Rasmussen (233) längst hinter sich gelassen. „Die Zahl ist mir egal“, sagt der Jubilar. „Ich muss doch einiges richtig gemacht haben bei der SG, wenn ich mit nur 42 Jahren schon vor so prominenten Trainern stehe. Aber auch alle Spieler haben Anteil daran, dass es bei uns harmoniert und ich seit 2010 auf der Bank sitzen darf.“

Vranjes’ Wirken weckt Begierden. Zuletzt in Island, wo ein Nationaltrainer gesucht wird. „Er hat permanent Anfragen, was ihn und unsere Arbeit ehrt“, sagt SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Über Island sind wir informiert. Aber das kommt natürlich nicht in Frage.“

Vranjes redet lieber über den 29:22-Erfolg am Mittwoch in Balingen. „Viele Spieler haben eine starke bis überragende Leistung geboten“, sagt der Schwede und zählt in einer Laudatio die komplette Startaufstellung auf. Nach 15 Minuten hieß es 12:5, der Drops war gelutscht – auch ohne den leicht kränkelnden Anders Eggert. Mit Kentin Mahé und Johan Jakobsson wurden weitere Trümpfe geschont. Immerhin hatte Jakobsson in Montpellier fünf Treffer erzielt, darunter das umjubelte Siegtor, obwohl der Linkshänder viel hatte einstecken müssen.

„Montpellier hat sehr aggressiv gedeckt, was sie zu Hause auch durften“, so Vranjes. „Aber jetzt haben wir das Heimspiel, und es gibt andere Voraussetzungen.“ Dazu gehört auch der Ausfall des starken Spielmachers Diego Simonet. Der Argentinier hat sich bei einem Zusammenprall im Spiel gegen die SG einen Kreuzbandriss zugezogen. „Auch ohne ihn sind wir auf viel Gegenwehr gefasst“, sagt der SG-Coach. „Schließlich hat Simonet fast die gesamte zweite Hälfte gefehlt, und es war eine sehr enge Partie.“

Die SG rechnet mit 5500 Zuschauern. „Die Ferienzeit ist kein ganz so einfacher Termin“, erklärt Schmäschke. „Was wir aber brauchen, ist die Unterstützung der Halle bis zur letzten Minute, denn ein Achtelfinale ist Kampf.“

Im Erfolgsfall erwarten ihn und seine Mitarbeiter schwierige Absprachen, da Champions League, Olympia-Qualifikation, der HBL-Spielplan und die Belegung der Flens-Arena wenig Raum im April lassen. In den offiziellen Spielplänen fallen die Rückspiele im CL-Viertelfinale und das Final Four um den DHB-Pokal terminlich sogar zusammen.

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