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Handball : Sieg und Remis zum Testspielabschluss

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

SG Flensburg-Handewitt schlägt Aalborg beim Jacob-Cement-Cup mit 29:23 und trennt sich von KIF Kolding-Kopenhagen 30:30.

Es ist geschafft. Mit einem 30:30 (18:15) beim dänischen Meister KIF Kolding-Kopenhagen hat die SG Flensburg-Handewitt die Vorbereitung auf die am Sonnabend beginnende Spielzeit 2014/15 in der Handball-Bundesliga abgeschlossen. 20 Stunden zuvor hatte sich der Champions-League-Sieger bei der 13. Auflage des Jcob-Cement-Cup mit einem 29:23 (16:13) gegen den dänischen Vizemeister Aalborg Handball zum 13. Mal den Siegerpokal gesichert.

„Insgesamt bin ich mit der Vorbereitung zufrieden“, lautete des Fazit von Trainer Ljubomir Vranjes nach fünf harten Wochen mit acht Siegen, einem Remis und einer Niederlage in den Testspielen. „Wir haben aber noch ein Stück zu arbeiten“, ergänzte der 40-jährige Schwede im gleichen Atemzug. Das Timing fehlt noch in den Abläufen, und die Abstimmung in der Defensive. „Aber das ist normal“, meinte Vranjes.

Beim Jacob-Cement-Cup vermisste der Coach vor allem in den ersten 15 Minuten die nötige Aggressivität in der 6:0-Defensive, so dass Aalborg leicht zu Treffern aus dem Rückraum kam. „Wir haben zu defensiv gestanden“, so Vranjes. Und so kam die SG-Abwehr oftmals den entscheidenden Schritt zu spät. „Wir stecken noch immer in der Vorbereitung, unsere Beine sind noch nicht hundertprozentig frisch“, nannte Mannschaftskapitän Tobias Karlsson nach überstandener Handverletzung als Ursache. Vranjes hatte noch eine Erklärung: „Durch die Verletzung von Tobias haben wir zuletzt fast nur 5:1 gedeckt. Da müssen wir uns erst wieder finden.“ Die 5:1-Formation dagegen stand nach der Pause überwiegend gut. Das freute den Trainer: „Denn es ist wichtig, dass wir im Spiel die Abwehr wechseln können.“

Mit besonderem Beifall wurde Lars Kaufmann bedacht. Der Rückraumspieler feierte sein Comeback in der Flens-Arena nach 15monatiger Verletzungspause und drei Operationen. Zwei Tore steuerte der Nationalspieler zum 29:23 bei. „Aber Lars braucht wie die Neuen noch etwas Zeit“, sagte Vranjes. „Wir müssen geduldig mit ihnen sein.“

Die Trophäe des besten Torschützen sicherte sich Sander Sagosen von AaB. Das 18-jährige Talent war mit zehn Treffern der herausragende Torschütze seines Teams und wurde bei Stimmengleichheit mit Jacob Heinl auch zum auffälligsten Spieler gewählt. Da jedoch nur ein Ziegel für diese Auszeichnung vorhanden war, überließ Heinl dem jungen Norweger die Trophäe – eine faire Geste.

Beim Testspielabschluss in Kopenhagen stand mehr der Spaß im Vordergrund. „Das war kein 100prozentiges Spiel, wir haben viel fürs Publikum gespielt.“ Der Gegentreffer zum 30:30-Ausgleich fiel fünf Sekunden vor Schluss, als der KIF-Coach gerade die grüne Karte auf den Kampfrichtertisch gelegt hatte. Doch auch aus Kopenhagen nahm Vranjes noch einige Erkenntnisse mit auf die Heimreise. „Kevin Møller hat im Tor ganz gut gespielt, und Drasko Nenadic hat mir ebenfalls gefallen.“

SG Flensburg-Handewitt – Aalborg Handball 29:23 (16:13).

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (8 Paraden), Møller (6 Paraden, ab 31.) – Blohme, Karlsson, Nenadic (3), Eggert (2/1), Glandorf (6), Mogensen (2), Svan (2), Wanne (2), Nicolaisen, Kaufmann (2), Jakobsson (3), Heinl (6), Kisum, Radivojevic (1), Wilhelm.

Aalborg Handball: Westphal (6 Paraden), Erevik (3 Paraden) – Pedersen (3), Sagosen (10/3), Slundt, Larsen, Tvedten, Hald, Mørk, Bugge (3), Juul (3), Gustafsson (2), Jensen (1), Barud (1), Berggreen.

Schiedsrichter: Chung/Piper (Hannover/Kiel).

Zeitstrafen: 3:3. – Siebenmeter: 1:3.

Zuschauer: 4517.

KIF Kolding-Kopenhagen – SG Flensburg-Handewitt 30:30 (15:18).

SG Flensburg-Handewitt: Andersson, Møller (ab 31.) – Blohme (1), Karlsson, Nenadic (5), Eggert (3), Glandorf (3), Mogensen (1), Svan (1), Wanne (3), Nicolaisen, Kaufmann, Jakobsson (3), Heinl, Zachariassen (3), Kisum (5), Radivojevic (2), Wilhelm.

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erstellt am 18.Aug.2014 | 08:00 Uhr

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