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Handball : Siebenmeter-Schwäche spielt Dortmund in die Karten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

2. Bundesliga: TSV Nord Harrislee unterliegt dem Aufstiegskandidaten mit 20:30. Trainer Thomas Blasczyk: „40 Minuten lang ist unser Marschplan aufgegangen.“

Wahrlich keine leichte Aufgabe. Die Vereinsführung des TSV Nord Harrislee hat den Abstieg schon lange beschlossen. Trotzdem kämpfen die Handballerinnen unverdrossen weiter, um ihre Zweitliga-Tauglichkeit unter Beweis zu stellen und am Saisonende auf einem Nichtabstiegsplatz zu landen. Im Heimspiel gegen den BVB Dortmund Handball stießen die Spielerinnen von Trainer Thomas Blasczyk an ihre Grenzen und unterlagen dem Aufstiegskandidaten mit 20:30 (9:12). „Jetzt wird es ganz schwer, noch den symbolischen Klassenerhalt zu schaffen“, meinte der Coach.

Die Nord-Frauen spielen um die Goldene Ananas. Aber das war in der ersten Hälfte nicht zu sehen. Blasczyk hatte sein Team sehr gut eingestellt gegen einen Gegner aus Dortmund, der „keine Laufkundschaft in der 2. Liga ist“. Beim 2:1 (5.) gelang Kristin Machau die erste und einzige Führung. Anschließend lief Nord meist einem knappen Rückstand hinterher, glich aber beim 4:4, 6:6, 7:7 und 8:8 (26.) immer wieder aus. Großen Anteil daran hatte Torhüterin Linda Kühl, die sich mehrfach auszeichnete. In der Schlussphase der ersten Hälfte ließ sie sich dann drei Mal von Rechtsaußen verladen. Stella Kramer brachte den Tabellenvierten mit einem Dreierpack mit 12:9 in Front. Trotzdem war Blaszcyk zufrieden: „Die ersten 30 Minuten waren offen. Wir haben alles so gemacht, wie wir es uns vorgenommen haben. Unsere Abwehr stand sehr gut.“

Nach dem Wechsel verloren die Harrisleerinnen aber ihren Rhythmus. Kristin Machau, die in der ersten Hälfte schon mit zwei Siebenmetern an der starken BVB-Torhüterin Mandy Burrekers gescheitert war, und Bente Maassen zeigten gleich nach der Pause Nerven vom Punkt und vergaben zwei weitere Strafwürfe. So legte Dortmund ein 14:10 (34.) vor. Bis zum 12:16 (40.) von Jana Behrendsen blieb der Gastgeber in Reichweite. „Schade, wir haben es nicht verstanden, uns zu belohnen“, so Blasczyk. „Die vier verworfenen Siebenmeter und viele Fehler im Angriff haben Dortmund in die Karten gespielt.“

In der Schlussphase machte es der Favorit zweistellig und zog bis zum 30:20 davon. Das tat schon ein wenig weh. „Aber 40 Minuten lang ist unser Marschplan aufgegangen“, bilanzierte der Nord-Trainer. Er monierte allerdings auch, dass Leistungsträger wie Kristin Machau im Rückraum, Sabrina Maier auf Linksaußen oder Janeli Patrail am Kreis nicht ihre Topform abgerufen hätten.

So steht der TSV Nord jetzt wieder da, wo er nicht hin wollte. Weil die Konkurrenz punktete, rutschten die Harrisleerinnen zurück auf einen Abstiegsplatz.

TSV Nord Harrislee: Andresen (ab 41.), Kühl (bis 41.) - Riebow (n.e.), Schultze (3), Patrail (1), Schulz, Carstensen (2), Behrendsen (3), Vogeler (n.e.), Köster (2), Maassen (2/1), Maier (3), Machau (1), Prante (3).

BVB Dortmund Handball: Weste (ab 45.), Burrekers (bis 45.) - Potocki (4), Kramer (4), van de Wiel (3/1), Wolf (2), Schäfer (1), Everding (7/2), Tomlik, Lütgenau (3), Steden (4), Kokot (1), Pollakova (1).

Schiedsrichter: Chung / Otto. – Siebenmeter: 5/1:4/3. – Zeitstrafen: 4:2 (56. Rot für Schulz nach 3. Zeitstrafe). – Zuschauer: 200.

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