zur Navigation springen

DHK-Handballer 26:26 gegen den TSV Burgdorf II : Siebenmeter-Drama kostet Heimsieg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Handballer des DHK Flensburg haben im zweiten Heimspiel der 3. Liga Nord erneut einen Sieg verpasst. Die Mannschaft von Torben Walluks kam gegen den TSV Burgdorf II nicht über ein 26:26 (14:13) hinaus.

Dabei brachte in der dramatischen Schlussphase eine neue Strafwurfregel die Fördestädter um den über 60 Minuten verdienten Lohn.

Die Gastgeber legten außer beim 0:1 immer eine Führung vor. Die Deckung agierte wie schon in den Spielen zuvor beweglich und aggressiv. Auch der Angriff agierte druckvoll und fand mit schnellen Aktionen selbst Lücken in der gegnerischen Defensive. So lag der DHK in der 17. Minute mit 8:5 vorne, musste dann aber den verletzungsbedingten Ausfall von Sjören Tölle verkraften, der sich eine schmerzhafte Knie-Blessur zuzog. Doch die Gastgeber hielten Burgdorf bis vier Minuten vor der Pause auf Distanz, als Philipp Jochimsen einen Gegenstoß zum 13:10 abschloss. Doch beim Wechsel war es nur noch ein knapper 14:13-Vorsprung.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs zog der DHK das Tempo wieder an und auf 17:14 davon (36.). Doch die Hannoveraner konterten und glichen zum 17:17 aus. Nach dem 19:19 schien das Pendel zu Gunsten der Flensburger auszuschlagen. Ein Hattrick des überragenden Ole Zakrzewski, darunter ein Seitfallwurf der Marke Talant Dujshebaev und ein Siebenmeter-Heber von Jannes Timm, sorgten zehn Minuten vor dem Spielende für eine 23:19-Führung. Aber zwei unnötige Zeitstrafen gegen das Walluks-Team brachten den Bundesliga-Unterbau des TSV Hannover-Burgdorf zurück, den 23:22-Anschluss und ab dem 24:24 auch immer den Ausgleich.

Drei Sekunden vor Schluss hatte der DHK beim 26:26 den Sieg in der eigenen Hand. Die Hausherren bekamen einen Siebenmeter zugesprochen. Diesen verwandelte Jannes Timm wie schon seine sieben Strafwürfe zuvor nervenstark, und die Flensburger jubelten über den vermeintlichen Sieg. Doch da mitten im Wurf die Schlusssirene ertönt war und die Ausführung des Siebenmeters nach Meinung der Schiedsrichter Marcus Dodt und Benjamin Klappauf nicht innerhalb der in den Regeln vorgesehenen drei Sekunden ausgeführt worden war, entschieden sie auf Wiederholung des Siebenmeters. Timm scheiterte am starken Burgdorfer Torhüter Jonas Wilde, der mit dem linken Fuß den zuvor schon sicher geglaubten DHK-Erfolg verhinderte.

„Ich muss zu Hause auf der Coach erst einmal das Regelbuch lesen“, sagte Torben Walluks, als er sich wieder gefangen hatte. „Ich glaube, ich werde auch die neuen Regeln lesen“, stimmte der Burgdorfer Coach Heidmar Felixson zu. „Ich bin stolz auf meine junge Mannschaft, dass sie sich so zurückgekämpft hat“, freute sich der Isländer. Auch Walluks zeigte sich trotz des verpassten Sieges gut gelaunt und nahm die neue Regel auf die Schippe. „Was ist denn, wenn es mal eine Sekunde vor Schluss einen Siebenmeter gibt? Muss der Schütze dann in Manier von John Wayne ,schneller als sein Schatten’ werfen? Insgesamt ist das Unentschieden gerechtfertigt. Meine Mannschaft hat eine tolle Einstellung und viel Leidenschaft gezeigt. Außerdem haben wir 4:2 Punkte und sind ungeschlagen. Das ist doch etwas.“

DHK Flensburg: Weidner, Basenau – Zakrzewski (7), Jessen (1), Pedersen (1), Brüne (6), Worm, Wickert-Grossmann (2), Jochimsen (1), Timm (8/7), Ejmar, Johannsen, Tölle, Desler, Blumenberg.

TSV Burgdorf II: Ullrich, Wilde – Krenke, Thiele (2), Koch (1), Krone (2), Baune (1), Dräger (2), Marx, Donker (4), Diebel (2), Schröter (1) Feise (4), Hoffmann (7/2).

Schiedsrichter: Dodt/Klappauf (Berlin).

Zeitstrafen: 7:6. – Siebenmeter: 3:4.

Zuschauer: 379.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen