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Handball : SG-Spieler werden Handball-Angeliter

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kooperation zwischen der SG Flensburg-Handewitt und dem TSV Hürup. Rainer Cordes fungiert als Bindeglied.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2014 | 08:10 Uhr

Wenn beide Seiten einen Vorteil sehen, dann ist die Zeit reif für eine Kooperation. Das dachten sich der Handball-Oberligist TSV Hürup und die SG Flensburg-Handewitt, die ab nächster Saison dichter zusammenrücken werden. Vier Spieler aus der A-Jugend und zwei aus dem Junior-Team der SG werden sich den Angelitern anschließen. Sie werden beim Männer-Oberligisten in Hürup spielen und trainieren, zusätzlich aber auch Athletik- und Konditions-Einheiten unter dem Dach der SG absolvieren. „Diese Talente sollen sich nicht als abgegeben fühlen, sondern sie bekommen die Chance, sich weiterzuentwickeln“, betont Rainer Cordes.

Der 49-Jährige, der zurzeit noch das Junior-Team betreut, wird als Bindeglied zwischen SG-Leiter Sascha Zollinger und Christian Lutter fungieren, dem Coach der Hüruper. Lutter und Cordes verbindet eine langjährige Freundschaft, oft wird nach Punktspielen über Neuigkeiten in der Handball-Szene gesprochen. Der demographische Wandel, die finanziellen Probleme im Dritt- oder Viertliga-Handball sind dann Themen, ebenso eint sie das Engagement für den Handball. „Der TSV Hürup will sich langfristig in der Oberliga etablieren“, erklärt Christian Lutter. „In dieser Spielklasse gibt es die Derbys, die wir wollen. In unserem Handballdorf spielen unsere Heim-Begegnungen eine große Rolle, sie sind eine Kommunikationsplattform.“

Aktuell besteht beim TSV Hürup der Wunsch nach einer Verjüngungskur. Einige der älteren Akteure werden den Verein verlassen. „Wir wollen mit jungen Leuten arbeiten, die mit Begeisterung Handball spielen“, betont Liga-Manager Klaus Knutzen. Da passt es, dass aus der A-Jugend des Bundesligisten sieben bis acht Handballer das Männeralter erreicht haben, sie aber nicht alle vom Junior-Team, das gerade in die 3. Liga aufgestiegen ist, aufgenommen werden können. Zwei weitere Faktoren: Die dritte Mannschaft, die lange als „Auffangbecken“ galt, wurde im letzten Sommer wegen eines Spielermangels abgemeldet. Und eine eingeleitete Zusammenarbeit mit der HSG Tarp-Wanderup ging mit dem Finanz-Kollaps an der Treene unter.

Die Idee einer Kooperation entstand und fiel in Gesprächen schnell auf fruchtbarem Boden. Man kennt sich. Die Vereinbarung wurde per Handschlag vorgenommen, eine schriftliche Fixierung gibt es nicht. „Das läuft auf Vertrauensbasis, der TSV Hürup ist ein sehr seriöser Verein“, betont Sascha Zollinger.

Und das Wichtigste: Bei den Spielern fiel das Konzept auf ein positives Echo. Niels Jensen, Lars Ole Woldt, Jan-Lennart Beering, Leon Witte, Jan-Philipp Temme und Marvin Frahm werden Handball-Angeliter.

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