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Jugend-Bundesliga : SG-Nachwuchs verliert Landesduell nach einer Berg- und Talfahrt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In einem spannenden Spiel verloren die Talente der SG Flensburg-Handewitt gegen den Spitzenreiter THW Kiel mit 23:28.

Das Landesduell blieb bis in die Schlussphase hinein spannend. Doch am Ende einer Berg- und Talfahrt musste sich die A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt dem Bundesliga-Spitzenreiter THW Kiel mit 23:28 (11:14) beugen. „Die Mannschaft hat gut gekämpft“, meinte SG-Trainer Till Wiechers. „Man hat aber auch gemerkt, dass wir erst zwei Spiele hatten und einige Akteure angeschlagen waren.“

Während die Kieler nach dem Schlusspfiff ihren Siegestanz aufführten, war bei den Gastgebern die Enttäuschung präsent. Aber sie hielt sich in Grenzen. Schließlich hatte der Jugend-Handball gewonnen. Gut 500 Zuschauer strömten in die Fördehalle und sorgten für einen stimmungsvollen Abend. „Wir können stolz auf diese Kulisse sein“, so Wiechers. „Ein Lob für die Organisation rund um dieses Top-Spiel.“

Der Ansturm war so groß, dass bei Anpfiff noch immer eine Menschenschlange vor der Kasse wartete. Einige Handball-Freunde dürften den furiosen 5:2-Start der SG verpasst haben. Ebenso, dass sich Rückraum- und Abwehrstütze Michael Nicolaisen bereits früh an der Hand verletzte. Der Rechtshänder stellte sich zwar in den Dienst der Mannschaft, doch seine zurückhaltenden Angriffs-Aktionen konnten das Handicap nicht verheimlichen.

Vielleicht kam das Derby einfach etwas zu früh. Marvin Frahm und Nick Witte hatten sich gerade erst von einer längeren Verletzungspause zurückgemeldet. Auch Thore Jöhnck war nicht hundertprozentig einsatzbereit und musste sich im Torhüter-Duell mit den beide Kielern unter dem Strich geschlagen geben. Zu allem Überfluss hatte Goalgetter Finn Klang zunächst kein gutes Händchen, taute dann aber auf. „Ihn haben sie gut gedeckt“, lobte Till Wiechers die THW-Abwehr.

Den Kampfgeist konnte man dem SG-Nachwuchs keineswegs abstreiten. Die Flensburger ließen sich von keinem Rückstand schocken. Selbst das 11:16 (33.) hatte keinen lähmenden Faktor. Im Gegenteil: 15 Minuten vor Schluss hatte die SG urplötzlich Oberwasser. Michael Nicolaisen traf zum 18:17 (42.), dann parierte Thore Jöhnck einen Gegenstoß mit Heinevetter-Akrobatik. Als dann Allrounder Stefan Wilhelm in Unterzahl das 21:20 (49.) markierte, schien eine Sieg möglich. Doch in der Schlussphase hatte die SG der Dynamik von Finn Liedtke und Alexander Williams nichts mehr entgegensetzen.

SG Flensburg-Handewitt: Jöhnck, Genähr (bei einem 7m) – Klang (8/2), Frahm, Nicolaisen (3), Steidtmann (2), L. Witte (1), Woyczechowski, Tambo, Wilhelm (4), N. Witte (2), Asmussen (2), Pust, Beering (1).
THW: Treziak, Schröder – Williams (4/1), Bergemann, Wucherpfennig (8/3), B. Schroedter (1), Ewald (1), Dahmke (1), Stiller, Haß, P. Schroedter (4), Diringer (4), Liedtke (5).
Siebenmeter: 3:2. – Zeitstrafen: 3:2. – Zuschauer: 500.

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erstellt am 14.Okt.2013 | 08:00 Uhr

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