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18:25-Niederlage bei den Füchsen Berlin : SG macht sich Mut für das Rückspiel

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Trauben im Rückspiel werden für die männliche B-Jugend der Handballer der SG Flensburg-Handewitt hoch hängen. Im ersten Endspiel um die Deutsche Meisterschaft nutzte Kontrahent Füchse Berlin seinen Heimvorteil, legte ein 25:18 (12:9) vor.

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2016 | 07:00 Uhr

Damit schuf sich Berlin eine gute Ausgangsbasis für den zweiten Teil des Final-Akts, der am Sonnabend um 18 Uhr in der Handewitter Wikinghalle angepfiffen wird.

„Jetzt sind wir am Boden zerstört, ab Montag werden wir weiterarbeiten“, sagte SG-Trainer Sascha Zollinger. „In der Breite haben wir nicht unser Niveau erreicht. Feststellen kann man aber auch, dass wir auf den erwartet schweren Gegner gestoßen sind, der auf allen Positionen gut war.“

Berlin war ein heißes Pflaster. Zum einen wegen der sommerlichen Hitze, zum anderen wegen der frenetischen Kulisse. Immerhin hatten die 40 SG-Anhänger zehn Trommeln und diverse Tröten dabei und unterstützten ihre Jungs. Der Start war durchaus vielversprechend. Bo Nielsen setzte sich durch und erzielte das 1:2 (3.). Was noch niemand ahnte: Es war die letzte Gäste-Führung. Obwohl Torwart Johannes Jepsen im ersten Durchgang drei Siebenmeter parierte, zogen die Füchse auf 6:3 davon. Als die Nordlichter noch einmal zum 7:7 ausglichen, registrierten die Beobachter letztmals einen Kampf auf Augenhöhe. Zur Pause waren die Berliner mit drei Toren in Front. Sie agierten gefährlich über alle Positionen. „Wir haben gegen die Rückraum-Schützen gut verteidigt, dann entstanden allerdings Räume für andere Akteure“, erkannte Sascha Zollinger. „Mit 25 Gegentreffern lagen wir letztendlich aber nicht hinter dem Marschplan. Die Probleme lagen also mehr im Angriff.“

Füchse-Trainer Bob Hanning hatte offenbar die Hauptgefahr der Flensburger über die zweite Reihe ausgemacht und ließ – entgegen der sonstigen Gepflogenheiten – konsequent mit einer offensiven 3:3-Formation operieren. Damit wurde den Gästen der Schneid abgekauft, die über 16:11 (31.) bis auf 24:15 (43.) zurückfielen. Die erste Saison-Niederlage war damit für die SG besiegelt. „Im Rückspiel werden wir noch einmal alles versuchen“, kündigte Sascha Zollinger an. „Wir haben dann die Zuschauer im Rücken.“

Füchse-Coach Bob Hanning freute sich: „Das war das beste Spiel der letzten zwei Jahre von unserer Mannschaft.“ Er warnte jedoch vor verfrühtem Optimismus und mahnte: „Im Jugendhandball sind sieben Tore nichts.“

Füchse Berlin: Jochens, Rau – Karpe, Urios (1), Butzke (1), Keskic (2), Butzke, Knauer (2), Raguse (4), Gerntke (3), Lüdtke (4/2), Krai (3), Matthes (5).

SG Flensburg-Handewitt: Jepsen, Korn – Wiese (1), Nielsen (4/1), Klein (5), Cordes (1), Halgirsson (2), Hasenpusch (1), Tobeler (4/1), Kepp, Schoor, Eberlein, Bruhn.

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg/Dodendorf). Siebenmeter: 5:2. – Zeitstrafen: 6:5. Zuschauer: 350 in der ausverkauften Lilli-Henoch-Halle.

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