Ljubomir Vranjes : SG Flensburg-Handewitt erteilt Paris eine Absage

Paris St. Germain hat Interesse an SG-Trainer Ljubomir Vranjes angemeldet.
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Paris St. Germain hat Interesse an SG-Trainer Ljubomir Vranjes angemeldet.

Der französische Handball-Club bekundet nun auch offiziell Interesse an dem Trainer des Champions-League-Siegers. SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke ist jedoch zu keinen Verhandlungen bereit.

shz.de von
05. Juni 2014, 16:09 Uhr

Flensburg/Paris | Der französische Handball-Topclub Paris St. Germain hat sein Interesse an Erfolgscoach Ljubomir Vranjes nun auch selbst beim Champions-League-Sieger SG Flensburg-Handewitt angemeldet. „Wir wissen jetzt auch direkt aus Paris, dass sie ihn gern verpflichten möchten. Aber wir haben kein Interesse, mit ihnen darüber zu sprechen, weil er bei uns noch einen Vertrag bis 2017 hat“, sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke am Donnerstag.

Er betonte außerdem: „Wir wissen, was wir an Ljubomir Vranjes haben.“ Die Botschaft aus Paris, die dem Vernehmen nach am Dienstagabend eintraf, sei „noch keine offizielle Anfrage“ gewesen, erläuterte Schmäschke.

Angesichts der langen Restlaufzeit der Vranjes-Verpflichtung müssten die Pariser ohnehin wohl tief in die Schatulle greifen, um den Schweden herauszukaufen. Ein Ersatzmann von gleicher Kompetenz, der zudem wie Vranjes in jeder Hinsicht in die Philosophie der SG Flensburg-Handewitt passt, wäre allerdings auch für viel Geld nur schwer zu finden.

Nur wenige Trainer haben einen solchen Sachverstand, so viel Gespür für Talente, so viel Geschick bei der Entwicklung junger Spieler wie Jim Gottfridsson oder Drasko Nenadic. Die Spieler schwärmen von ihm, mancher Akteur machte gar sein Engagement oder Vertragsverlängerung von ihm abhängig. Der Schwede besticht durch eine perfekte Balance zwischen Chef und Kumpel, seine Autorität ist eine natürliche, die er nie mit diszplinarischen Mitteln durchsetzen müsste.

Aus dem im Vergleich mit der übrigen europäischen Spitze bescheidenen finanzielle Möglichkeiten der SG holte Vranjes das Maximum heraus. Allerdings klang aus seinen Betrachtungen zur Lage auch immer wieder die Sehnsucht heraus, manches Problem etwas leichter lösen zu können. „Ich bekomme im nächsten Jahr wieder nur Talente“, sagte er leicht sarkastisch nach der Bundesliga-Niederlage in Hamburg auf die Frage nach den Titelchancen der SG in der kommenden Saison.

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