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Handball-Bundesliga : SG Flensburg-Handewitt entdeckt den Teamgeist

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Rechtzeitig vor dem Start in die internationale Saison tankt die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes Selbstvertrauen. Am Sonntag steht die erste Partie in der Champions League auf dem Programm.

Flensburg | Es lief noch immer nicht rund, aber wenigstens kam die SG Flensburg-Handewitt diesmal ins Ziel. Zwei Punkte für das 29:25 beim TuS N-Lübbecke in der Handball-Bundesliga bedeuten eine kleine Kraftkur für das angeknackste Selbstbewusstsein des Supercup-Siegers und Vizemeisters – gerade rechtzeitig, bevor die Saison mit zusätzlichen Spielen in Champions League und DHB-Pokal in die heiße Phase mit englischen Wochen geht.

„Das war ein verdienter Sieg für uns. Dafür mussten wir aber 60 Minuten hart arbeiten“, meinte Kapitän Tobias Karlsson. „Am Ende hat unser breiterer Kader den Ausschlag gegeben.“ Trainer Ljubomir Vranjes war besonders mit Körpersprache und Einstellung seines Team zufrieden: „Heute hat sich die Mannschaft nach dem Rückstand super zurückgekämpft. Es war ein gutes Spiel von beiden Seiten, auch der TuS hat 60 Minuten Gas gegeben.“ Dass sich beide Teams nichts schenkten, illustrieren die Roten Karten für Jacob Heinl (drei Zeitstrafen) und den Nettelstedter Mattias Gustafsson, der Thomas Mogensen so heftig niederstreckte, dass dies mit einer direkten Disqualifikation quittiert wurde.

Geschäftsführer Dierk Schmäschke gefiel besonders der Auftritt von Jim Gottfridsson. Einmal mehr kam der Schweden-Youngster in einer kritischen Phase ins Spiel, erzielte direkt das Tor zur 23:22-Führung (43.) und ließ zwei weitere folgen. „Das hat mich gefreut. Wir versuchen ja, diese Spieler langsam an solche Situationen heranzuführen. Jim macht das schon sehr gut“, meinte Schmäschke. Auch Drasko Nenadic haben wieder für Entlastung der Routiniers gesorgt. Als es aber kritisch wurde beim 10:14 in der ersten Hälfte, musste die derzeit bevorzugte Rückraumformation mit Thomas Mogensen links, Steffen Weinhold in der Mitte und Holger Glandorf rechts ran.

Schmäschke fand auch, dass in Lübbecke „ein Knoten geplatzt“ war, nachdem sich die SG eine Woche zuvor in Mannheim noch schwer verheddert hatte. „Das spürte man während und besonders nach dem Spiel. Die Bank ist immer leidenschaftlich mitgegangen. Für die Mannschaft war es ganz wichtig zu erleben, dass es wieder geht: Über Kampf und Zusammenstehen auch auswärts gewinnen.“

Am Sonntag (15 Uhr) beginnt für die SG mit dem Heimspiel gegen Aalborg Handball die internationale Saison, die gleich am Mittwoch (19 Uhr) darauf mit dem Auswärtsspiel in Schweden bei Drott Halmstad sowie am 13. Oktober (17.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Gorenje Velenje fortgesetzt wird. Für die Premiere gegen Aalborg waren bis gestern 2300 Karten verkauft. „Wir sind noch nicht zufrieden, rechnen aber damit, dass sich viele Besucher kurzfristig entscheiden“, sagte Schmäschke, der empfiehlt, sich ein Ticket in den bekannten Vorverkaufstellen zu besorgen, um größere Staus an der Tageskasse zu vermeiden.

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erstellt am 20.Sep.2013 | 12:00 Uhr

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