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Auswärtsspiel in Paris am Sonntag : SG Flensburg-Handewitt blickt nur nach vorn

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Viel Zeit für Enttäuschung nach dem 25:25 in Hannover haben die Handballer der SG Flensburg-Handewitt nicht - am Sonntag (17 Uhr) steht bei Paris St. Germain das letzte Vorrundenspiel in der Champions League an.

shz.de von
erstellt am 05.Mär.2016 | 13:30 Uhr

Dieser Donnerstag in der Handball-Bundesliga war nicht nach dem Geschmack der SG Flensburg-Handewitt. Die Träume von der deutschen Meisterschaft haben einen gehörigen Dämpfer bekommen. Die Rhein-Neckar Löwen versäumten eine der wenigen Gelegenheiten, noch Punkte abzugeben und besiegten die MT Melsungen humorlos mit 34:24. Und die Flensburger konnten zum vierten Mal in Folge nicht in Hannover gewinnen, mit dem 25:25 gab es exakt das Ergebnis des Vorjahres.

Das war kein gutes Omen für das Auswärtsspiel in der Champions League am Sonntag (17 Uhr/Sky) bei Paris St. Germain, den wohl schwersten Gegner, der derzeit weltweit zu finden ist. „Die Mannschaft muss den ärgerlichen Punktverlust jetzt ganz schnell aus den Köpfen kriegen“, sagte Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Wir wollen alles tun, um noch Gruppenzweiter zu werden.“ Damit wäre das Heimrecht auch im Viertelfinalrückspiel verbunden. Der Gruppensieg und der direkte Einzug in das Viertelfinale ist wohl passé. Dazu müsste Veszprem heute zu Hause gegen Plock verlieren – unwahrscheinlich.

Der grandiose Start der SG ins neue Jahr ist nun etwas eingetrübt. Gegen die Ungarn reichte es trotz guter Leistung nicht ganz, in Hannover war die Schlussphase ein einziges Debakel. „Die letzten zwölf Minuten verlieren wir 1:7. Da hatte Hannover ein bisschen Glück, aber vor allem haben wir es nicht gut gemacht“, meinte Trainer Ljubomir Vranjes. Vier technische Fehler registrierte er in dieser Phase, alle nutzten die Gastgeber zu Gegenstößen. „Da waren es nur noch zwei Tore und es war Stress in der Halle. Wir haben uns selbst in Schwierigkeiten gebracht. Besonders ärgert es mich, dass wir im letzten Angriff nicht einmal zum Wurf kommen“, sagte der SG-Trainer.

Langes Grübeln schadet nur. „Es geht weiter. Wer jeden dritten Tag spielt, kann sich nicht verstecken“, erklärte Vranjes den Fehltritt bereits gestern morgen für erledigt. Auch Lasse Svan ist froh, dass eine neue Herausforderung wartet. „Dass wir direkt weiterfliegen nach Paris, kann gut für unsere Köpfe sein. Das Spiel in Paris ist ein Highlight und ich freue mich darauf“, sagte der Rechtsaußen. Ebenso sieht es Torhüter Mattias Andersson: „PSG ist in meinen Augen das beste Team Europas. Dieses Auswärtsspiel ist eine gute Möglichkeit zu zeigen, was wir als Mannschaft leisten können.“

Mannschaft ist das Stichwort. In Hannover kamen „nicht alle auf ihr Niveau“, stellte Vranjes fest. Um die Pariser Startruppe mit Nikola Karabatic, Mikkel Hansen, Thierry Omeyer, Luc Abalo und Daniel Narcisse zu schlagen, müsse „die ganze Mannschaft funktionieren und nicht nur fünf wie in Hannover“, sagte der SG-Trainer. Im September glückte das. Das Flensburger Kollektiv besiegte die PSG-Individualisten eindrucksvoll mit 39:32. „Sie leben noch immer von individueller Stärke, haben sich aber spielerisch entwickelt. Wir aber auch“, blickt Vranjes dem von der EHF ausgerufenen „Match of the week“ kämpferisch entgegen. Der SG-Kader ist wieder komplett. Holger Glandorf, der in Hannover zehn Tore erzielte, hatte durch einen Schlag aufs Kinn eine Platzwunde erlitten. „Das haben wir geklebt, alles gut“, berichtete Vranjes, der auch Kentin Mahé wieder begrüßte. Der Franzose hat eine Erkältung auskuriert. „Es ist für mich ein sehr besonderes Spiel. Es ist das erste Mal, dass ich mit einer Vereinsmannschaft in Paris bzw. generell in Frankreich spiele. Entsprechend aufgeregt bin ich“, sagte Mahé, der das Hinspiel wegen einer Verletzung verpasst hatte.

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