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Heimniederlage gegen TS Grossburgwedel : Rückschlag für das Junior-Team

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das „Notquartier Fördehalle“ bot die Kulisse für eine magere Vorstellung des Junior-Teams in der 3. Handball-Liga. Die SG Flensburg-Handewitt II unterlag der TS Großburgwedel mit 28:35 (14:15) und rutschte auf den vorletzten Platz ab.

„Auf die Tabelle schauen wir erst am Ende der Saison. Was mich enttäuschte, war unsere Leistung“, gab SG-Trainer Till Wiechers zu Protokoll. „Wir haben unseren Grundsatz, immer 100 Prozent zu geben, nicht erfüllt. Wir hatten in der letzten Saison die zweitbeste Abwehr, jetzt kassieren wir 35 Gegentore, davon allein 20 in der zweiten Hälfte.“

Die erste Hälfte vermittelte durchaus noch Optimismus. Das Junior-Team startete fast komplett und konnte gerade im Rückraum viel rotieren. Torwart Thore Jöhnck stand erstmals in dieser Saison in der Startaufstellung und setzte erste Akzente. Michael Nicolaisen schloss eine zweite Welle energisch zum 7:6 (14) ab, Nick Witte konterte zum 10:9 (23.). Auch ein 12:14-Rückstand (29.) ließ sich noch kompensieren. Erst mit dem Halbzeit-Pfiff verwandelte der Großburgwedeler Kay Behnke einen Siebenmeter. Im Grunde war noch nichts passiert.

Allerdings kehrte das Junior-Team ohne Einstellung aus der Kabine zurück. Vorne haderten die Gastgeber mit technischen Fehlern und kläglichen Abschlüssen. Hinten ließen sie sich immer wieder mit einfachen Mitteln düpieren, oft tauchten die TS-Angreifer völlig frei vor dem nun im Kasten lauernden Tim Lübker auf. Das 16:22 (39.) sah bereits böse aus. Dann noch einmal ein kurzer Hoffnungsschimmer: Die Niedersachsen, die bei Unterzahl mit einem „fliegenden Torwart“ operierten, verloren den Ball. Janos Steidtmann verkürzte aus der Distanz zum 19:22 (42.).

Dann brachen alle Dämme: Die Gäste zogen vorentscheidend auf 29:21 (50.) davon. Das Junior-Team wirkte verunsichert und lethargisch. Michael Nicolaisen rutschte ein Ball durch die Hände, Nick Witt verzog einen Wurf von Linksaußen völlig – nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Grusel-Kabinett. „Diesmal haben wir einen Schuss vor den Bug bekommen, der zeigt, was passiert, wenn wir nicht mit der richtigen Einstellung antreten“, sagte Till Wiechers. Etliche Zuschauer schlichen entgeistert davon: „Es wird Zeit, dass wieder in der Wikinghalle gespielt wird, dass wieder richtige Heim-Atmosphäre herrscht.“

SG Flensburg-Handewitt II: Lübker (ab 31.), Jöhnck (bis 30.) – Kohnagel (2), Steidtmann (2), N. Witte (10/5), Woyczechowski, Nicolaisen (3), Dibbert (1), Simons, Ehlers (2), Hennig, Louwers (1), Jensen (3), Möller (4).

TS Großburgwedel: Anders, Hammerschmidt – Carstens (1), Kress (4), J. Wilken, Hoff (2), Meiser (8), N. Wilken (3), Koch (2), Liedtke, Behnke (4/4), Dunekacke (6), Behr (5).

Schiedsrichter: Bohmbach/Meyer (Rastede/Oldenburg). - 7m: 6:4. - Zeitstrafen: 3:3. - Z.: 150.

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erstellt am 10.Nov.2015 | 11:15 Uhr

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