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Unterstützung für den ETSV : „Riesenchance“ für Flensburg: Schafft Weiche die 3. Liga?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Weiche Flensburg meldet für die 3. Liga – was sagen Politiker, Funktionäre, Fußballer und Sponsoren dazu?

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2016 | 12:03 Uhr

Flensburg | „Die Signale sind sehr positiv.“ So fasste Harald Uhr, Geschäftsführer der Liga-GmbH des ETSV Weiche Flensburg, die Gespräche mit der Stadt Flensburg zusammen. Der ETSV, Tabellendritter der Fußball-Regionalliga meldet für die 3. Liga. Im Internet und den sozialen Netzwerken wird die Nachricht mit großer Freude aufgenommen und fast einhellig begrüßt. Besonders eine mögliche Modernisierung des Flensburger Stadions stößt auf Gegenliebe, auch weil dann wieder Spiele mit Profi-Mannschaften stattfinden könnten und nicht verlegt werden müssten, wie ein User bemerkt.

Was sagen Politiker, Funktionäre, Fußballer und Sponsoren? Wir haben uns umgehört.

Henning Brüggemann (Bürgermeister Flensburg): „Wir waren und sind im konstruktiven Dialog und haben mit Freude aufgenommen, dass die Planungen des ETSV Weiche in Richtung 3. Liga gehen. Jetzt gehen wir in die weitere Abstimmung, sowohl mit den Verbänden als auch mit dem Trägerverein des Stadions. Wir sind uns einig über den Standort Stadion. Das entspricht auch unserer Sportentwicklungsplanung, dass wir eine Spielstätte haben, die professionellen Ansprüchen genügt.“

Henning Brüggemann (rechts).
Henning Brüggemann (rechts). Foto: Staudt
 

Marc Böhnke (Kapitän ETSV Weiche Flensburg): „Eine sensationelle Sache – aber erstmal müssen wir es sportlich schaffen. Wir haben das sehr positiv aufgenommen. Für die 3. Liga melden – da kann man das Bekenntnis des Vereins, der Flensburger Kaufleute und der Stadt schon deutlich heraushören. Das motiviert uns Spieler, noch ein paar Prozente mehr zu geben. Wer weiß, ob wir so eine Gelegenheit noch mal bekommen.“

Immer gefährlich bei seinen Vorstößen: ETSV-Kapitän Marc Böhnke (re.) im Duell mit Tim Wendel.
Immer gefährlich bei seinen Vorstößen: ETSV-Kapitän Marc Böhnke (rechts). Foto: Michael Staudt
 

Thomas Menke (Vorstandsvorsitzender des Hauptsponsors Nord-Ostsee Sparkasse): „Ich bin ETSV-Fan – und begeistert. Das wäre der Einstieg in eine Profiliga. Was für eine Riesen-Chance für Flensburg. Über die wirklich enormen Herausforderungen müssen wir uns aber alle klar sein.“

Nospa-Chef Thomas Menke.
Nospa-Chef Thomas Menke. Foto: sh:z
 

Dr. Wolfgang Sappert (Leiter des Fachbereichs Bildung, Sport und Kultureinrichtungen der Stadt): „Was alles so dran hängt, können wir noch nicht beurteilen – aber die Bestrebungen und Leistungen des Vereins sind zu begrüßen. Für die Stadt Flensburg als Sportstadt ist das gut. Das kann den Fußball in Flensburg nach vorne bringen und ist auch wichtig für die Region. Gut und richtig, dass der Verein so rechtzeitig auf die Stadt zugekommen ist.“

Wolfgang Sappert.
Wolfgang Sappert. Foto: Euler
 

Hans-Ludwig („Haddy“) Suhr (Vorsitzender des ETSV Weiche): „Ich bin seit 54 Jahren in diesem Club. Dass wir als kleiner Verein überhaupt über die 3. Liga reden, das ist schon Wahnsinn. Für den Flensburger Sport kann das gut sein. Aber das erfordert natürlich ganz andere Strukturen.“

Hans-Ludwig Suhr
Hans-Ludwig Suhr Foto: Ki

Hans-Peter Carstensen (Sprecher des ETSV-Wirtschaftsrates): „Die Stadt hat wirkliches Interesse signalisiert. Wir haben dargelegt, dass in einer ersten Investition– wir haben von der ersten Stufe einer dreistufigen Rakete gesprochen – ungefähr eine Million Euro nötig wären. Es gibt genug Möglichkeiten, wenn alle an einem Strang ziehen. Und wir müssen uns im März mit dem Deutschen Fußball-Bund treffen, um zu erfahren, was wir leisten müssen und wo es eventuell Ausnahmeregelungen gibt. Besser, wir machen jedes Jahr etwas anstatt alles auf einmal – das Geld ist ja auf keinen Fall verschossen. Den einen oder anderen Sponsoren werden wir sicher noch dazu gewinnen können. Und wir dürfen bei allen Diskussionen nicht vergessen: Es ist Sport – und da kann alles passieren.“

Unternehmer Hans Peter Carstensen, leitet die Geschicke des Eggebeker Energieparks vom Firmenstammsitz in Handewitt aus das Unternehmen, dass er von seinem Vater übernahm.
Unternehmer Hans Peter Carstensen, leitet die Geschicke des Eggebeker Energieparks vom Firmenstammsitz in Handewitt aus das Unternehmen, dass er von seinem Vater übernahm. Foto: dme
 
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