Mehr als 800 Aktive beim 33. Flensburger Adventlauf : Rekord-Rennen im Volkspark

Läuft: Mehr als 1000 Anmeldungen lagen vor, schließlich gingen mehr als 800 Athletinnen und Athleten an den Start. Fotos: staudt
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Läuft: Mehr als 1000 Anmeldungen lagen vor, schließlich gingen mehr als 800 Athletinnen und Athleten an den Start. Fotos: staudt

Die Sonne und die Sportler strahlten, die leicht gefrorene Laufstrecke glitzerte an einigen Stellen – das Ambiente hätte für einen echten Adventlauf kaum passender sein können, als bei der 33. Auflage des Flensburger Laufklassikers.

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21. Dezember 2017, 07:00 Uhr

Mehr als 800 Aktive schnürten die Laufschuhe. Die zahlreichen Kinder auf den kurzen Laufstrecken genossen ebenso die familiäre Atmosphäre der Traditionsveranstaltung des 1. Flensburger Lauftreffs (FLT) wie die Routiniers auf den längeren Strecken. Die Organisatoren erfreuten sich an gestiegenen Teilnehmerzahlen, die bei 1008 Anmeldungen erstmals seit mehreren Jahren wieder vierstelliges Niveau erreichten. „Es hat alles gepasst und wir freuen uns über einen gelungenen Lauf, der zudem auch eine tolle Spendensumme eingebracht hat“, freuten sich der FLT-Vorsitzende Andreas Bundels und Organisator Peter Reichardt. Mit dem Spendenanteil im Startgeld und Erlösen aus dem Kuchenbüffet werden die Ausrichter 1200 Euro an das Flensburger Katharinen-Hospiz übergeben können.

Fast alle bekannten Gesichter der Laufklubs des Nordens präsentierten sich im Volkspark und sorgten für einen der bestbesetzten und schnellsten Adventläufe seit langer Zeit. Beim Hauptlauf über 9,3 Kilometer war es die Deutsche Marathon-Meisterin der Altersklasse W 45, die das Tempo an der Spitze bestimmte. Die Sylterin Sandra Morchner, die für den PSV Grün-Weiß Kassel startet, wiederholte in Flensburg ihren Vorjahreserfolg und gewann souverän in 36:08 Minuten.

Die 46-Jährige hielt die keinesfalls langsamen Verfolgerinnen stets auf Abstand, obwohl sie selbst nicht ganz ans Limit ging. Die Flensburgerin Ute Fanslau verband beim Adventlauf ihre private Leidenschaft mit einer pädagogischen Aufgabe und führte als Lehrerin die Mannschaft der Schule Fruerlund an, die das größte Schulteam stellte. Fanslau hatte nicht nur zahlreiche Kinder zur Teilnahme animiert, sondern war als Gesamtzweite in 38:49 Minuten auch ein Vorbild für die lauffreudigen Kids vom Flensburger Ostufer. Den verbleibenden Platz auf dem Podium sicherte sich die Busdorferin Daniela Prüß (41:42 Minuten).

Im Rennen der Männer feierte Halbmarathon-Landesmeister Claudius Michalak vom Borener SV seinen ersten Adventlauf-Sieg. Der 33-Jährige hatte sich ebenso wie sein Vereinskamerad Dieter Schwarzkopf noch spontan eine Startnummer gesichert und schüttelte nach und nach auch die hartnäckigsten Verfolger ab. Der Söruper Youngster Temuzgi Selomun blieb den erfahrenen Cracks vom Laufclub an der Schlei zunächst auf den Fersen, fiel dann aber nach wenigen Kilometern zurück, ehe auch Schwarzkopf auf den Schlusskilometern feststellen musste, dass Michalak die schnellsten Beine hat.

Sieger Claudius Michalak, der nach 31:16 Minuten über die Ziellinie rannte, freute sich über einen gelungenen Abschluss der Saison, in der er krankheitsbedingt erst spät auf Touren gekommen war. Hinter Schwarzkopf (32:04 Minuten) und Selomun (32:20) lief der achtfache Adventlauf-Sieger Torben Detlefsen vom Borener SV nach 33:16 Minuten als Vierter ins Ziel.

Im Mai wird Miguel Molero-Eichwein von Spiridon Schleswig 50, aber der Halbmarathon-Europameister der Senioren M 45 ist noch immer einer der schnellsten Männer Schleswig-Holsteins. Den 5,4 km langen Tannenbaum-Lauf gewann der 49-Jährige in 18:55 Minuten vor Tim Sommer (STV Sörup/ 20:18) und dem Meppener Kilian Muke (20:45). Die Flensburgerin Natalie Jachmann tat es ihrer LG-Vereinskameradin Ute Fanslau gleich und führte ebenfalls ein Schulteam an. Für die Grund- und Gemeinschaftsschule Schafflund, bei der sie im Rahmen eines Praktikums die Lauf-AG betreut hatte, gewann die mehrfache Landesmeisterin den Tannenbaumlauf in 21:13 Minuten vor Jenny Jendryschik (LK Weiche/24:08) und Nathalie Fritzke (LG Flensburg/25:19). Sarah Förster (TSV Kropp/8:44) und Malte Gendries (STV Sörup/7:06) waren die Schnellsten beim 1,9 km langen Ruprechtlauf.

Ein Gewinnerlächeln hatten aber nicht nur die Asse mit schnellen Beinen in ihren Gesichtern, sondern auch die Gewinner des Tombola-Hauptpreises, die sich auf ein Wochenende in einem Fünf-Sterne-Hotel auf Sylt freuen dürfen, und die mit einem Extrapreis dekorierten Mitglieder des TSV Goldebek (größter Verein) sowie die Mitarbeiter der Glücksburger Firma Ellerhold GmbH (größte Betriebssportgruppe). Als größte Familie wurde wiederholt der Läufer-Clan Joensen geehrt.

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