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Quartett knackt Zehn-Stunden-Marke

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OstseeMan in Glücksburg: 37 Finisher aus der Förde-Region / Michael Herling holt Altersklassensieg bei den norddeutschen Meisterschaften

Glücksburg | 3,8 Kilometer Schwimmen in der Förde, 180 Kilometer Radfahren durch das hügelige Angeln und 42,195 Laufkilometer auf der Runde um das Wasserschloss - eine Distanz von insgesamt 226 km hatten die Triathleten beim 12. OstseeMan-Triathlon zu bewältigen. Dass die Wettkampfdistanz deutlich länger ist als der Anreiseweg, erleben selbst Ausdauersportler eher selten. Beim großen Triathlonspektakel am Glücksburger Kurstrand genossen am Sonntag jedoch rund 40 Einzelstarter und etliche Staffelteilnehmer aus der Förde-Region das Privileg, eines der ganz großen Rennen fast direkt vor der Haustür absolvieren zu können.

Neben Training, Renneinteilung und Ernährung kann auch im Ausdauersport am längsten Sportlertag des Jahres die Unterstützung von Familie, Freunden und Vereinskameraden ein entscheidender Erfolgsfaktor sein, wenn man die Triathlon-Langdistanz meistern will. Die Bedeutung des Heimvorteils ließ sich bei der 12. Auflage des OstseeMan dieses Mal sogar statistisch belegen. Von 39 angetretenen Athleten aus Flensburg und Umgebung brachen nur zwei das Rennen vorzeitig ab. Die Aussteigerquote der Lokalmatadore lag damit deutlich unter dem Durchschnittswert des Gesamtteilnehmerfeldes, obwohl die Zuschauer am Streckenrand auch die auswärtigen Sportler mit dem gleichen Enthusiasmus anfeuerten wie die Athleten aus der Region.

Insbesondere die Einzelkämpfer und Staffelstarter von TriAs Flensburg konnten sich darauf verlassen, dass Runde für Runde in der Sandwigstraße ein lautstarker "Fan-Klub" wartete und neuen Rückenwind gab. Triathlon-Spartenleiter Manfred Henschke, der in den Vorjahren stets selbst als Staffelradfahrer aktiv war, fiel in diesem Jahr die Rolle des Betreuers für das traditionelle Fan-Lager der TriAs-Athleten vor der griechischen Taverne zu. Mit viel Einsatz kümmerte sich Henschke um Aktive und Zuschauer. "Dieses Mal war ich mal dran", erklärte Henschke, während er im ständigen Wechsel Brötchen für die zuschauenden TriAs-Sportler schmierte und Zwischenzeiten der Radfahrer notierte.

Von dem intensiven Support profitierte auch Michael Herling. Der 40-jährige von TriAs Flensburg setzte in Glücksburg genau das um, was er sich vorgenommen hatte. Nur vier Wochen nach dem IronMan in Frankfurt, wo er krankheitsbedingt weit hinter seinen Erwartungen geblieben war, lief nun alles rund für den Flensburger. Nach 9:39:47 Stunden erreichte der TriAs-Athlet als 19. der Gesamtwertung und Dritter der Klasse M 40 das Ziel und schaffte bei seinem vierten OstseeMan-Einzelstart seine bislang schnellste Zeit an der Förde. "Das war echt ein versöhnlicher Saisonabschluss", freute sich Herling nach dem Wettkampf. Das I-Tüpfelchen auf den gelungenen Tag lieferte dann noch der Sieg in der Altersklassenwertung der norddeutschen Meisterschaften.

Mit Torben Benecke (33. Gesamt / 10. M35 / 2. M35 NDM) kämpfte sich ein weiterer TriAs-Triathlet auf die Podiumsplätze der Titelkämpfe und lieferte in 9:57:37 Stunden eine starke Zeit auf der schweren Strecke ab. Hauchdünn unterbot zudem Ludger Gbiorczyk vom 1. Flensburger Lauftreff die Zehn-Stunden-Marke. In 9:59:44 Stunden belegte der 53-Jährige aus der Fördestadt Platz 37 in der Gesamtwertung und wurde zudem norddeutscher Meister seiner Altersklasse.

Noch vor den schnellen Cracks aus den Klubs der Fördestadt erreichte ein Flensburger Triathlet im Trikot des dänischen Vereins Bov IF das Ziel. Christian Thatje erkämpfte nach 9:27:26 Stunden den dritten Platz der Alterrsklasse M30 und verfehlte als Elfter der Gesamtwertung nur knapp die Top-Ten-Ränge.

Hinter mehreren glücklichen OstseeMan-Debütanten und ausdauerstarken Routiniers rundete der Glücksburger John Witt einmal mehr den Reigen der Lokalmatadore ab. In 14:31:58 Stunden setzte der fleißigste aller OstseeMan-Starter seine imposante Serie fort und bewältigte bereits zum neunten Mal im Alleingang die lange Distanz. Auf das "Duell" mit seiner Frau Ute musste der Stadtrat dieses Mal verzichten. Sie brach das Rennen bereits auf der Radstrecke ab und gehörte damit zu dem kleinen Kreis der einheimischen Athleten, die trotz Heimvorteil die Ziellinie nicht überquerten. Als einzige "OstseeWoman" aus der Region feierte Susanne Levsen vom MTV Gelting 08 in 13:46:24 Stunden ein erfolgreiches Langdistanzdebüt.

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erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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