Nico Empen mit dem Tor des Tages : Punkte kassiert – und abgehakt

Aus vollem Lauf: Flensburgs Torschütze Nico Empen (li.) zieht ab, Kai-Sotirios Kaissis kommt zu spät.
Aus vollem Lauf: Flensburgs Torschütze Nico Empen (li.) zieht ab, Kai-Sotirios Kaissis kommt zu spät.

Die Regionalliga-Fußballer des SC Weiche Flensburg 08 mühen sich zum 1:0-Arbeitssieg gegen Aufsteiger VfL Oldenburg.

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03. September 2018, 06:00 Uhr

Durchatmen – und eine Woche Pause bis zum Landesderby bei Holstein Kiel II genießen. „Die drei Punkte waren enorm wichtig“, befand Daniel Jurgeleit nach zähen 93 Minuten gegen einen harmlosen Gegner. 1:0 (0:0) gegen den VfL Oldenburg – allein das zählte am Sonnabend für die Regionalliga-Fußballer des SC Weiche Flensburg 08.

„Da war viel zu wenig Bewegung“, kritisierte Flensburgs Trainer und Abwehrspieler Patrick Thomsen pflichtete ihm bei: „Uns haben die Kräfte gefehlt, wir waren nicht frisch.“ Auch Nico Empen war erleichtert. „Die vielen englischen Wochen waren zu spüren. Der Sieg war der Lohn für die letzten Wochen, auch wenn es kein gutes Spiel war.“

Im Gegensatz zur Ansage des Trainers war von einem schwungvollen Beginn der Flensburger nichts zu sehen. Die Mannschaft wirkte eher müde, hatte kein Tempo in den Aktionen und ließ sogar hier und da Konterchancen der eigentlich in erster Linie auf Torverhinderung bedachten Gäste zu. In Mittelfeld und Angriff wurden kaum Zweikämpfe gewonnen. So war die Partie im ersten Durchgang über weite Strecken ein echter Langweiler. Am ehesten kam noch Gefahr auf, wenn der diesmal im Mittelfeldzentrum aufgebotene Florian Meyer mal eine Idee entwickelte. Doch nach seinem Zuspiel setzte Nico Empen einen scharfen Schuss am langen Pfosten vorbei (12.) und Marvin Ibekwe verzog freistehend (29.). Zudem bot sich Ibekwe nach einer eigentlich zu hoch angesetzten Wulff-Flanke eine Schusschance aus halbrechter Position, doch auch dieser Ball ging vorbei (20.).

Die Oldenburger, bei denen immerhin Lennart Blömer mal mit einem Schlenzer Florian Kirschke im SC-Gehäuse prüfte (30.), verteidigten über weite Strecken anständig – mit einer Ausnahme: Als Ibekwe parallel zur Strafraumlinie in einer wenig torgefährlichen Position lief, ließ sich Schmidt zu einer überflüssigen Grätsche verleiten, traf den Flensburger und es gab Elfmeter. Doch Dominic Hartmann scheiterte mit einem weder hart noch allzu platziert geschossenen Strafstoß an VfL-Schlussmann Deik Oetjen (40.).

Im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Gastgeber auch ohne den angeschlagenen Ideengeber Meyer zumindest ein wenig zielstrebiger. Zwar hatte Azong, als er Torge Paetow aussteigen ließ, eine Chance für die Gäste, die Kirschke parierte (51.). Typisch, dass ein Standard für das entscheidende Tor herhalten musste. Empen ging mit dem Kopf am kurzen Pfosten in eine Freistoß-Hereingabe von Walter, und der Ball senkte sich unhaltbar für Oetjen zum 1:0 ins lange Eck (58.). Allzu viel taten die Flensburger anschließend nicht, um die Führung auszubauen.

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