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Rekordsieger : OstseeMan: Nitschke verfehlt Streckenrekord

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Beim 12. OstseeMan-Triathlon in Glücksburg feiert Christian Nitschke seinen vierten Erfolg. Julia Bohn ist die schnellste Frau. Michael Herling ist bester Athlet aus SH.

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erstellt am 05.Aug.2013 | 07:27 Uhr

Glücksburg | Die Streckenrekorde bleiben stehen, aber einen neuen Rekord gab es dennoch. Vier Siege beim OstseeMan-Triathlon in Glücksburg und das auch noch in ununterbrochener Reihenfolge - das hatte noch niemand zuvor geschafft. Mit seinem vierten Sieg an der Förde machte sich Christian Nitschke endgültig zum unumstrittenen Helden in der "Hall of Fame" des OstseeMan.
3,8 Kilometer Schwimmen in der Förde, 180 Kilometer Radfahren durch das hügelige Angeln und 42,195 Laufkilometer bewältigte der 28-jährige Rostocker in 8:38:10 Stunden. In der fünften von sechs Radrunden fuhr Nitschke an seinem Rostocker Kumpel Bengt Behrens vorbei, der als schnellster Schwimmer auch auf dem Rad lange noch die Führung verteidigte. Als Nitschke dann als Führender auf die Laufstrecke gewechselt war, stand seinem Sieg nur noch sein eigener Magen im Wege. "Beim Laufen konnte ich keine Nahrung mehr zu mir nehmen und musste echt an meine Substanz gehen. Zum Glück bin ich angekommen und habe den vierten Sieg trotzdem gepackt." Sein schärfster Konkurrent Till Schramm aus Köln kämpfte mit ähnlichen Problemen und war genauso froh, dass er nach langen Strapazen im Zielkanal gefeiert wurde. "Bei mir lief heute viel chaotisch. Wenn die Leute mich nicht so herzlich angefeuert hätten, wäre ich eventuell sogar ausgestiegen", erklärte Schramm nach seinem OstseeMan-Debüt in 8:51:02 Stunden. Deutlich weniger gezeichnet präsentierte sich Sören Wallmen, als er nach 8:53:43 Stunden als Dritter den Zielstrich überquerte. "Eine Riesengaudi war das", stellte der Kölner fest, dem bei seinem vierten OstseeMan-Start erstmals der Sprung aufs Podium gelang. Als schnellster Starter aus der Region lief Michael Herling von den TriAs Flensburg nach 9:39:47 Stunden als 19. der Gesamtwertung ins Ziel.

Beim Debüt gleich zum Sieg

Bei den Frauen freute sich Julia Bohn (Offenbach) über einen unverhofften Sieg bei ihrem Glücksburg-Debüt. Nachdem Streckenrekordhalterin Nicole Woysch schon früh vom Rad gestiegen war, hielt die 33-jährige Hessin ihr Tempo und verewigte sich mit großem Vorsprung und bärenstarker Zeit (9:46:45 Std.) als Siegerin. Nur die zweifache Siegerin Nicole Woysch und Vorjahressiegerin Almuth Grüber waren noch schneller auf den 226 Kilometern im Norden unterwegs. "Eigentlich fand ich schade, dass Nicole aussteigen musste. Vielleicht hätten wir uns in einem Fight gegenseitig noch zu einer schnelleren Zeit gepusht", meinte Bohn nach ihrem 19. Langdistanz-Triathlon. Die Mitarbeiterin eines Frankfurter Laufsportfachgeschäfts war von ihrem Chef, der seit Jahren seinen Sommerurlaub mit einem Staffelstart in Glücksburg verbindet, animiert worden. "Eigentlich probiere ich gern immer wieder neue Wettkämpfe aus, aber ich kann mir gut vorstellen, hier nochmal zu starten", zeigte sie sich von der Atmosphäre angetan. Sandra Ehlers (Weyhe/ 10:39:03 Std.) und Marianne Poon (Norderstedt/ 10:59:10 Std.) erkämpften die weiteren Medaillenplätze. Dahinter kam Bente Rathsack (MTV Leck) ins Ziel. Die Nordfriesin feierte in 11:22:37 Stunden ein gelungenes Debüt auf der Langstrecke.
Im Staffelwettbewerb landete das vom Kiesbyer Fahrradteileentwickler Franz Pütz zusammengestellte Team Supreme klaren Sieg. Das Trio mit Schwimmer Kai Holzkamm (Holtsee), Radfahrer Patrick Quellmalz (München) und Läufer Holger Wollny (Bösdorf) ließ nach 8:15:04 Stunden alle hinter sich. Holger Wollny konnte bereits auf den ersten beiden Runden den Rückstand von fünf Minuten auf die Staffel des Lehrter SV wettmachen und baute danach die Führung kontinuierlich aus. "Auf den ersten Kilometern habe ich erst einmal Tempo gemacht, um aufzulaufen. Danach habe ich geguckt, was die Beine noch hergaben", erklärte Wollny. Hinter dem Lehrter SV (8:21:58 Stunden) landete mit dem Team Sylt (8:30:19 Std.) ein weiteres Trio aus dem Norden in den Toprängen. Echte Lokalmatadorinnen siegten bei den Frauen. Die "Lokalen Damen" aus Flensburg liefen als Erste ins Ziel, obwohl aus dem Trio ein Duo geworden war. Da Radspezialistin Ilse Ommen nach schwerem Sturz noch eine Zwangspause einlegen muss, übernahm die nur als Schwimmerin eingeplante Kristina Iversen auch den Radpart und übergab dann an Läuferin Conny Nissen, die nach 10:10:13 Stunden den Sieg perfekt machte. In der Mixed-Wertung erkämpfte das Team der "Nordlichter" aus Enge-Sande in 9:18:49 Stunden Platz zwei hinter dem MTV Aurich (9:05:13 Std.).

Top 20 Männer: 1. Christian Nitschke (Rostock) 8:38:10 Std., 2. Till Schramm (Köln) 8:51:02; 3. Sören Wallmen (Köln) 8:53:43; 4. Jens Isbak Kristensen (Sonderburg) 8:56:14; 5. Joachim Grütjen (GER) 9:05:04; 6. Garvin Krug (W&F Münster) 9:09:52; 7. Thijs Koelen (Niederlande) 9:12:31; 8. Rainer Steinberger (DJK Beucherling) 9:12:35, 9. Bengt Behrens (GER) 9:23:00; 10. Stefan Dr. Wegner (HSG Uni Greifswald) 9:23:45; 11. Christian Thatje ( Bov IF) 9:27:26; 12. Dennis Morgenstern (SV Nordhausen) 9:27:48; 13. Leon Mattis (PlgABw) 9:28:53; 14. Nicola Werner Rinkens (Eckernförde) 9:29:37; 15. Jan Svensson (Bundeswehrsportgruppe) 9:32:26; 16. Hannes Dr. Geyskens (Belgien) 9:33:02; 17. Ramon Dr. Van Der Wilde (Niederlande) 9:36:25; 18. Stefan Kandler (PlgABw) 9:37:27; 19. Michael Herling (TriAs Flensburg) 9:39:47; 20. Philipp Gehlen (TriAs Hildesheim) 9:41:02.
Frauen:1. Julia Bohn (EOSC Offenbach) 9:46:45; 2. Sandra Ehlers (SC Weyhe) 10:39:03; 3. Marianne Poon (SG Wasserratten Norderstedt) 10:59:10; 4. Bente Rathsack (MTV Leck) 11:22:37; 5. Christel Muis (Niederlande) 11:34:25; 6. Christiane Tams (Fri Öowingsfloose) 11:34:42; 7. Jutta Luetzen-Junge (Fri Ööwingsfloose) 11:39:26; 8. Isa Karabas (GER) 11:47:31; 9. Nina Teichert (trinimax) 11:49:55.
Staffel Männer:1. Team Supreme I 8:15:04; 2 Lehrter-SV-Triathlon 8:21:58; 3. Team Sylt Männer 8:30:19; 4. SEKM I 8:42:14; 5.None 8:44:40; 6. Team Supreme II 8:50:52; 7. Microsoft 9:04:23; 8. MTV Aurich Mixed 9:05:13; 9. TSV Victoria Linden I 9:06:12; 10. BSG TK 9:10:26.

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