Triathlon in Glücksburg : Ostseeman 2015: Mehr Showprogramm im Ziel

Rekordmann Christian Nitschke:  Seine Bestzeit steht bei 8:24:41 Minuten.
Rekordmann Christian Nitschke: Seine Bestzeit steht bei 8:24:41 Minuten.

Die sportlichen Veränderungen aus dem Jahr 2014 haben sich bewährt. Für die Zuschauer ändert sich einiges.

shz.de von
27. Mai 2015, 09:33 Uhr

Glücksburg | Seit wenigen Wochen läuft die Triathlon-Saison im Norden. Mit den ersten Wettkämpfen in den beheizten Schwimmbädern haben die Ausdauersportler den Reigen der Dreikämpfe aus Schwimmen, Radfahren und Laufen bereits früh eröffnet. Ab Juni wird in Schleswig-Holstein dann auch das echte Triathlon-Feeling aufkommen, wenn bei der ersten Disziplin in den offenen Gewässern gekrault wird. Obwohl die Saison noch jung ist, steht bei vielen der Ausdauerfreaks der Höhepunkt schon ganz fest im Fokus: Der Ostseeman-Triathlon in Glücksburg am 2. August.

Zum nunmehr 14. Mal wird dann Schleswig-Holsteins spektakulärstes Triathlon-Event gestartet. Dass die Triathlon-Szene den ersten Sonntag im August stets vom frühen Morgen bis in die Abendstunden an der Flensburger Förde verbringt, ist längst zur Tradition geworden. Der Ostseeman hat sich Jahr für Jahr immer mehr den Status als Klassiker und Kultveranstaltung erarbeitet. Insgesamt 1500 Ausdauerfreaks werden sich dann an der Ostsee wieder der Herausforderung aus 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen stellen.

Mit dem Erfolgsrezept aus idyllischer Strecke und familiärer Stimmung geht der Ostseeman auch in die nächste Runde. „Viel ändern werden wir für 2015 nicht“, sagt Husen. Die im Vorjahr vorgenommene Veränderung der Radstrecke hat sich nach Einschätzung der Veranstalter bewährt. Rechtzeitig zum Ostseeman-Termin sollen auch die Bauarbeiten an der Nordstraße beendet sein, sodass die Athleten auch dort auf schnellem Asphalt aufs Tempo drücken können. Eine kleine Änderung erfährt die Laufstrecke, wo der Wendepunkt an der Beckerwerft entfällt. Die Läufer werden an der Straße zurück Richtung Stadtkern laufen.

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So war die Stimmung beim Ostseeman 2014

Für die Zuschauer spürbar werden indes einige Neuerungen im Rahmenprogramm sein. So werden die Veranstalter das Showprogramm im Zielbereich weiter ausbauen, um den Triathlon-Fans noch mehr Stimmung und Kurzweil zu verschaffen. Eine zusätzliche Samba-Band und ein neues Lichtprogramm für die Zieleinläufe in den späten Abendstunden sollen am Kurstrand die ohnehin immer schon knisternde Stimmung zusätzlich anheizen. Als neue Ostseeman-Moderatorin wird NDR-Reporterin Maike Jäger ihr Debüt an der Förde geben, die als Nachfolgerin ihres Kollegen Christian Pipke nun gemeinsam mit dem Triathlon-Experten Andy Kauffmann durch den langen Tag führen wird.

Renndirektor Reinhard Husen und sein Team bereiten seit Monaten den großen Tag am Kurstrand vor und freuen sich, dass erneut Athleten aus ganz Deutschland und mehreren europäischen Ländern zum Langdistanz-Triathlon nach Glücksburg kommen werden. Trotz wachsender Konkurrenz durch neue Ironman-Veranstaltungen in Dänemark sind die meisten Startplätze bereits seit Monaten vergeben. Wer jetzt aber noch auf die Idee kommt, sich am 2. August der legendären Distanz stellen zu wollen, hat noch Chancen auf einen Startplatz. „Ausgebucht sind wir noch nicht. Das Meldeverhalten ist dieses Jahr schon etwas anders als in den Jahren davor“, erklärt Husen, der aber sicher ist, dass bis zum Startschuss doch wieder alle 600 Einzelnummern vergeben sein werden. Die 300 Staffelplätze sind bereits fast vollständig ausgebucht.

An der Spitze wird das Feld erneut sehr stark besetzt sein. Bei den Damen haben mit Almuth Grüber (Mannheim), Julia Bohn (Offenbach) und Streckenrekordhalterin Nicole Woysch (Saarbrücken) bereits drei Damen ihren Start zugesagt, die das Gefühl kennen, als Ostseeman-Siegerin am Kurstrand ins Ziel zu rennen. Bei den Männern wird auch 2015 wohl kein Weg an „Mister Ostseeman“ Christian Nitschke vorbeiführen. Der 30-jährige Rostocker hält mit fünf Siegen und dem Streckenrekord von 8:24:41 Stunden alle Rekordmarken der bisherigen Ostseeman-Geschichte. Wie im Vorjahr wollen die beiden Kölner Till Schramm und Sören Wallmen versuchen, dem Favoriten den Sieg so schwer wie möglich zu machen. Reinhard Husen spekuliert allerdings darauf, dass auch noch weitere Cracks kurzfristig den Ostseeman mit in ihr Wettkampfprogramm aufnehmen, wenn nach Verletzungen oder Ausstiegen die Saisonplanung modifiziert werden muss. Im Juli wird das Ostseeman-Team in Roth bei Deutschlands größtem Langdistanz-Triathlon präsent sein. „Vielleicht finden wir da noch einen Kracher, der spontan zum Ostseeman kommen möchte, wenn er noch ein gutes Ergebnis sucht“, so Husen.

Nähere Information zum OstseeMan-Triathlon 2015 gibt es online unter www.ostseeman.de.

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