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Fussball : Ortstermin im Manfred-Werner-Stadion: Annäherung im Streitfall Tribüne

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Fachbereichsleiter Ulrich Mahler: „Wir wollen helfen, eine dauerhafte Lösung zu finden. Aber es sind noch viele Fragen zu beantworten.“

Am Montagnachmittag war Ortstermin im Manfred-Werner-Stadion. Vertreter der Stadt Flensburg unter der Führung von Ulrich Mahler, Leiter des Fachbereichs Kultur, Sport und Bildung, sowie Kai-Uwe Lütjens, stellvertretender Fachbereichsleiter Vermögen, trafen sich mit den Funktionären des Fußball-Regionalligisten ETSV Weiche. Auf der Tagesordnung der beiden großen Delegationen stand das Streit-Thema Tribüne. Die Frage lautete: Darf das Stahlgerüst stehen bleiben oder muss es zum Schulbeginn in zwei Wochen wieder abgebaut werden? Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. „Aber es sieht gut aus. Wir sind mit den Gesprächen zufrieden“, sagt ETSV-Vorsitzender Hans-Ludwig Suhr. Die Stadt habe Bereitschaft signalisiert, um eine langfristige, anständige Lösung zu finden. Die Tribüne muss aber von dem jetzigen Standort auf der Tartanbahn auf den dahinter liegenden Grünstreifen verlegt werden.

Im Weg stehen jedoch noch Hindernisse. So muss der Verein die Statik prüfen lassen. Es muss gewährleistet sein, dass der Grünstreifen das Gewicht der Tribüne trägt. „Das dauert eine gewisse Zeit“, erklärt Suhr, der dafür sechs bis acht Wochen ansetzt. In der Zwischenzeit, so hoffen die Fußballer, bleibt das Gerüst – über das Ferienende hinaus – auf der Tartanbahn stehen. „Das muss allerdings noch mit der Schule besprochen werden“, sagt Suhr. Wobei er die Stadt in diese Verhandlungen mit einbezieht. Der Verein will die Unesco Schule in Weiche bei Leichtathletik-Veranstaltungen finanziell unterstützen. „Wir würden übergangsweise die Buskosten tragen, damit die Schüler zu einem anderen Sportplatz gefahren werden können“, betont der ETSV-Vorsitzende.

Erst vor knapp zwei Wochen war die Stadt auf Konfrontationskurs mit dem ETSV Weiche gegangen. Doch die Irritationen im Rathaus um einen Alleingang des Vereins beim beabsichtigen Verschieben der Tribüne scheinen ausgeräumt. Nachdem der ETSV erklärt hatte, mit Stadtvertretern darüber gesprochen zu haben, ging es ganz schnell. „Wir streben zunächst eine Kompromisslösung an“, sagt Thomas Kuchel, stellvertretender Pressesprecher der Stadt. Die Tribüne muss etwas umgebaut werden. Sie soll schmaler, aber dafür länger werden, damit sie auf den Grünstreifen passt. „B-Platz und Laufbahn dürfen nicht beeinträchtigt sein“, so Kuchel. Damit der Verein etwas mehr Zeit hat, dürfe die Tribüne bis zu den Herbstferien stehen bleiben, „wenn die Schule zustimmt“. Fachbereichsleiter Mahler betont: „Wir wollen helfen, eine dauerhafte Lösung zu finden. Aber es sind noch viele Fragen zu beantworten.“

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