Segeln : Optimale Vorbereitung der „Trivia“ auf den Saisonhöhepunkt

Das Feld der 5.5er kurz nach dem Start.
1 von 2
Das Feld der 5.5er kurz nach dem Start.

Robbe & Berking Sterling Cup: Platz zwei für die „Sphinx“ von FSC-Chef Jochen Frank bei den Zwölfern auf der Flensburger Förde.

shz.de von
17. Juni 2014, 08:00 Uhr

Am ersten Tag zu viel Wind, am letzten Tag zu wenig – dazwischen aber herrschten beim Robbe & Berking Sterling Cup traumhafte Segel-Bedingungen auf der Flensburger Förde. Eben passend zu den traumhaft schönen Klassikern der Meter-Klasse. „Das war richtig super, erste Sahne“, kommentierte der Regatta-Obmann Claus-Otto Hansen den Segeltag, an dem in vier Wettfahrten die Sieger bei den 12ern, den 6ern und den 5.5ern bei nordöstlichen Winden um drei bis vier Beaufort auf leicht kräuselnder Förde ermittelt wurden. Darüber ein strahlend blauer Himmel mit weiße Wolkenflecken.

Die fünf majestätischen 12er lieferten sich trotz unterschiedlicher Bauart und Ausstattung interessante Rennen. Fast wie im Matchrace verlief das Startduell der Kieler „Trivia“ und der Flensburger „Sphinx“ im zweiten Rennen. Am Ende aller Wettfahrten hatte der Zwölfer „Trivia“ von Wilfried Beeck eine weiße Weste und gewann mit drei Siegen den Cup. Im Finale des dritten Rennens, das die „Sphinx“ mit FSC-Chef Jochen Frank und Tochter Anna an Bord gewann, wäre es zwischen der „Trivia“ und der „Anitra“ von Josef Martin und Rüdiger Stihl in einer komplizierten Wegerechtsituation fast zu einer Kollision gekommen. Alles ging glimpflich aus, die „Trivia“-Crew gab das Rennen nachträglich auf. „Ein faires, sportliches Verhalten“, kommentierte der Flensburger Dierck Jensen die Aktion, die eine Protestverhandlung überflüssig machte.

„Gerade in dem Rennen, in dem es zwischen den drei Yachten ziemlich eng verlief, war es für uns wichtig zu sehen, wie wir unter Stress reagieren“, meinte Carsten Kemmling. Für den „Trivia“-Taktiker und die gesamte Crew war der R & B Sterling Cup auch Training für die 12er-Weltmeisterschaft (13. bis 19. Juli) beim Real Club Nautico de Barcelona. „Das wird natürlich das Highlight der Saison. Wir wollen versuchen unter die Top drei zu kommen.“

Platz drei sprang am Ende der Konkurrenz auch für die „Anitra“ (Flensburg) heraus. An Bord des 1928 bei Abeking & Rasmussen gebauten 12ers war man mit der Regatta sehr zufrieden. „Das waren super spannende Rennen“, sagte Dierck Jensen. Wenn man bedenkt, dass die Yacht zehn Jahre älter als die Konkurrenz und voll ausgebaut ist und dadurch Geschwindigkeitsnachteil hat, lief es richtig gut.“ Nächstes Highlight für das Team des Klassikers: Die Crew wird unter den beiden Eigner Martin und Stihl aufgeteilt und tritt bei der 8er-WM im September in der Bretagne gegeneinander an. „Das wird sicherlich höchstinteressant“, freut sich Jensen auf den Event.

Unglaublich eng verlief die Entscheidung bei den 5,5ern, alle Teams auf dem Treppchen hatten fünf Punkte. Ausschlaggebend für den Regattasieg von Dr. Max Müller war die höhere Anzahl der Tagessiege. Der Schweizer Hans-Peter Schmid wurde Zweiter vor Oliver Schwall. „Die Regularien sind nunmal so. Wegen mir kann man ja nicht Segelanweisung ändern“, meinte der Mitbegründer des Sailing Team Germany (STG) sportlich gelassen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert