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höhepunkt im jubiläumsjahr : Olympisches Segeln im WM-Modus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Flensburger Segelclub richtet von Montag an die 49er & 49erFX Junior World Championship 2015 aus . 75 Crews aus 21 Nationen sind am Start, 14 Wettfahrten insgesamt sind geplant.

Knapp zwei Monate ist es her, da war der Hafen des Flensburger Segel-Clubs (FSC) in Glücksburg Quellental „Ankerplatz“ für 14 traumhaft schöne 12mR-Yachten. Jetzt, drei Tage vor der Eröffnung der Junioren-Weltmeisterschaft der 49er und 49er FX (24.-27. August), bietet sich ein ganz anderes Bild. Skiffboote mit ihren breiten Auslegern werden auf dem Hafenvorfeld von den jungen Crews trainingsfertig gemacht. Bunte Nationenfahnen oben in den Segeln – internationales Sprachengewirr. Auf der Rasenfläche zwischen dem FSC und der Hanseatischen Yachtschule stehen die ersten Wagenburgen unterschiedlichster Wohnmobile – und über allem scheint die Sonne bei einer leichten Brise auf der Förde. „Ich denke, diese Weltmeisterschaft ist einer der beiden Höhepunkte unserer Regatta-Veranstaltungen im Jubiläumsjahr“, sagt Claus-Otto Hansen.

Der FSC feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen, eine Weltmeisterschaft einer olympischen Bootsklasse hat der sportlich ambitionierte Verein aber noch nie ausgerichtet. Das ist eine Premiere, genauso wie Begleitung durch ein Tracking System, das die Firma SAP ab Mittwoch einsetzt. Dann können im Internet die Rennen virtuell verfolgt werden.

Für Hansen und das Orga-Team des FSC hat der E-Mail-Verkehr insbesondere mit der internationalen Klassenvereinigung in den letzten Tagen enorm zugenommen. „Es gibt viele Wünsche zu erfüllen“, berichtet Hansen. „Zudem gibt es strikte Regularien, die wir umsetzen müssen.“

Noch herrscht gemäßigtes Treiben im FSC-Hafen, die Opti-Trainingsgruppe des FSC kann sich noch ohne Stress versammeln. Aber ab Montag werden 75 Crews aus 21 Nationen die Plätze an Land bevölkern und auf zwei Bahnen auf der Förde ihre Wettfahrten austragen. 23 Jahre ist das Höchstalter der Segler. „Aus unserer Sicht ist die Meldezahl voll und ganz in Ordnung. Das ist gut zu regeln“, bewertet Hansen den internationalen Zuspruch. Außerdem kommt das Regatta-Team nicht in die Verlegenheit, eine dritte Regattabahn auf der Förde aufmachen zu müssen, wie es eine größere Teilnehmerzahl erfordern würde. „Das wäre äußerst schwer umzusetzen.“

Die offizielle Eröffnung findet am Sonntagabend im FSC-Clubhaus statt. Erster Startschuss ist am Montag um 12.30 Uhr. Die knapp 50 Männerteams im 49er werden in zwei Gruppen starten und geplant drei Regatten austragen, die jeweils 30 bis 40 Minuten dauern sollen. Ab 15.30 Uhr gehen die 26 Frauen- und Mixed-Teams im 49er FX an den Start zu ihren ersten drei Rennen. Ab Mittwoch werden die 49er in eine Gold- und Silber-Flotte aufgeteilt. Am Abschlusstag beendet ein Medalrace der besten zehn Crews die „Jubiläums-WM“ des FSC. „Wir hoffen natürlich auf beste Windbedingungen und sportlich faires Segeln“, sagt Hansen und freut sich bei allem Vorbereitungs-Stress auf den ersten Startschuss.

Dem fiebern auch die Flensburger Lokalmatadore hin. Nils Carstensen und Jan Frigge haben sich intensiv auf die Weltmeisterschaft im Heimrevier vorbereitet. Ein Platz im Medalrace wäre ein großer Erfolg für die internationalen deutschen Meister im 29er aus dem Jahr 2012.

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erstellt am 21.Aug.2015 | 06:00 Uhr

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