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SG Oeversee/Jarplund-Weding unterliegT Bredstedt 23:24 : Oberliga-Abstieg so gut wie besiegelt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das war’s dann wohl. Nach dem 23:24 (7:13) im Derby gegen den Bredstedter TSV sind die Chancen der SG Oeversee/Jarplund-Weding auf den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga der Frauen auf ein Minimum gesunken.

Das Spiel war nicht so eng, wie das Endresultat aussagt. „Zwei rote Karten in der zweiten Hälfte haben uns etwas aus dem Rhythmus gebracht, aber wir haben das Derby ruhig zu Ende gespielt“, sagte BTSV-Trainer Thomas Bleicher.

Bleichers Ankündigung in der Woche, den BTSV zum Saisonende nach zwei Jahren zu verlassen, wirkte besonders in den Anfangsminuten nach. „Die Mannschaft spielte nicht wie sonst“, berichtete Bleicher, der nach zwei Minuten einen 0:3-Rückstand beim Schlusslicht registrieren musste. Erst danach kam der Aufsteiger langsam in Schwung. Fünf Tore in Folge brachten einen 5:3-Vorsprung für den Aufsteiger, der nach dem 9:6 in den letzten fünf Minuten vor der Pause mit einem Dreierpack den Vorsprung gar auf 12:6 ausbaute. Die SG wurde in dieser Phase immer nervöser und haderte zudem mit ihrer extrem schwachen Chancenverwertung.

Auch nach dem Wechsel diktierte der Aufsteiger zunächst das Geschehen. Zwar verkürzte die SG auf 11:15, doch dann zogen die „Bredis“ das Tempo an, nutzten die Fehler der SG eiskalt und setzten sich wieder auf 20:13 ab. Das Spiel schien gelaufen. Doch die Gäste hatten die Rechnung ohne die Schiedsrichter gemacht. Die schickten zunächst Dörte Paul nach einem Schubser beim Gegenstoß gegen eine SG-Spielerin mit „Rot“ vorzeitig in die Kabine, und stellten in der 51. Minute auch noch Marieke Paulsen nach einem Abwehrfoul ebenfalls mit Roter Karte vom Feld. Dem BTSV fehlten damit zwei wichtige Rückraumspielerinnen. So schmolz der komfortable 22:16-Vorsprung in den Schlussminuten gegen eine aufopferungsvoll kämpfende SG dahin. Vier Tore in Folge brachten die Gastgeber auf 20:22 heran. Doch die „Bredis“ blieben in der hektischen Schlussphase cool und setzten sich wieder auf 24:21 ab. Das war die Entscheidung.

Trotz der Niederlage lobte SG-Trainer Torsten Eggebrecht die Einstellung seines Teams nach der Pause. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit weggeschenkt, als wir uns zu sehr mit uns selbst beschäftigt haben. Aber die Mannschaft hat bis zum Schluss bravourös gekämpft und hätte am Ende einen Punkt verdient gehabt.“

SG Oeversee/Jarplund-Weding: Kruse, Sina Thomsen – Schaumburg, Drews (1), Dana Thomsen, Krieger, Breitfeld (1), Matzen (4/1), Zboralski (1), Ranft (5), Blaas (2), Eichhorn (3), Schäfer (5/1) Vogeler (1/1).

Bredstedter TSV: Andresen, Lubrich – Paul (3), Schmidt (3), Sina Köster, Klusmeier (1), Christiansen (2/1), Paulsen (1), Jensen, Jochimsen (2), Görtzen (6/5), Klappstein (3), Hultzsch (3).

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erstellt am 08.Mär.2016 | 08:30 Uhr

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