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105. fördewoche des flensburger segel club : Nur wenige wollen Meister werden

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nationale und internationale Meisterschaften sind für den Flensburger Segel Club (FSC) ein Klacks. Schade allerdings, wenn gerufen wird und nur wenige kommen - wie bei den Deutschen Meisterschaften im Seesegeln.

Die traditionelle Flensburger Fördewoche ist im Jubiläumsjahr des Segelclubs gekoppelt mit der deutschen Meisterschaft im Seesegeln – die Zahl der Bewerber auf die Titel allerdings ist gering. Um überhaupt eine Wertung für eine Meisterschaft zu erreichen, wurden die Klassen ORC 1 und ORC 2 nach Rücksprache mit der Regattavereinigung Seesegeln (RVS) und dem Deutschen Segler Verband (DSV) zusammengelegt. „Der erhoffte Auftrieb im Seesegeln nach der Kieler Weltmeisterschaft ist ausgeblieben“, sagt FSC-Regatta-Obmann Claus-Otto Hansen. Bei der WM im vergangenen Jahr hatten über 150 Boote gemeldet. Bis auf die Nordsee-Woche sei der Rückgang der Teilnehmer aber bei allen Veranstaltungen der Dickschiff-Szene zu verzeichnen gewesen. „Man kann die Crews nicht zum Segeln zwingen.“ Möglicherweise haben auch viele Skipper Probleme, nach einer langen Saison ein komplette Crew für zwei Wochenenden zusammen zu bekommen.

Sven Christensen sieht in den Meldezahlen „keinen dramatischen Einbruch“. „Ich denke, die Zahlen liegen wieder auf Vor-WM-Niveau“, sagt der Geschäftsführer der Kieler Vermarktungsagentur „Point of Sailing“ und aktive Segler. „Außerdem ist das typisch für ein Nach-WM-Jahr.“

In der zusammengefassten ORC1/2-Gruppe sind 14 Yachten gemeldet. Mit am Start die „X-Day“ (XP 44) von Niels Gauter vom Norddeutschen Regattaverein (NRV) und die „Immac One4all“ (J/V 49) mit dem Kieler Kai Mares am Ruder. Beide Crews stehen an der Spitze der RVS-Rangliste und gehören für den FSC-Wettfahrtleiter deshalb auch zu den Mitfavoriten.

In der Gruppe 3/4 der kleineren Yachten, die schon seit Jahren zusammengefasst ist, zählt die „Xen“ (X 362 Sport) der Eignergemeinschaft Sven Christensen und Torsten Bastiansen (Flensburg) nicht zu den Favoriten. Das neue Boot hat das Team erst seit Mitte August. „Wir haben nur einmal abends zwei Stunden trainieren können. Ansonsten haben wir nur geschraubt, geschliffen und gebastelt“, erzählt Christensen. „Wir haben keine Vergleichswerte.“ Ansonsten hält er das 14 Boote umfassende Feld für qualitativ ausgeglichen und sehr interessant.

Diese Attribute gelten auch für die Einheitsklassen. Allen voran die Klasse Albin Express, die mit 23 Meldungen um den Deutschen Expressen Pokal 2015 segelt und das Gesicht des Regatta-Obmann wieder aufhellt. Mit zwölf Meldungen bei der „806 international“ hat der Flensburger Otto Jeschonek wieder eine große Flotte versammelt. „Wenn das so weitergeht, wird das irgendwann die größte Klasse der Fördewoche“, sagt Hansen, der spätestens in diesem Moment seine gute Laune wieder gefunden hat.

Die Wettfahrten starten heute um 14 Uhr bei mittlerem bis kräftigem Wind aus östlichen Richtungen und Schauer-Tendenz.

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erstellt am 11.Sep.2015 | 06:45 Uhr

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