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2. Handball-Bundesliga : Nord-Frauen halten dem Druck stand

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wichtiger 26:24-Heimerfolg gegen den SV Union Halle-Neustadt. Petra Janeckova erzielt umjubelten Siegtreffer.

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2014 | 08:01 Uhr

Die Damen des TSV Nord Harrislee haben einen ganz wichtigen Heimsieg im Kampf um den Klassenerhalt in der zweiten Handball-Bundesliga eingefahren. Mit 26:24 (13:10) besiegte das Team von Trainer Thomas Blasczyk den SV Union Halle-Neustadt in der Holmberghalle. „Wir haben uns vor dem Spiel noch einmal eingeschworen. Man hat der Mannschaft angemerkt, dass sie sich viel vorgenommen hatte“, freute sich der Nord-Coach.

Zu Beginn war den Gastgeberinnen der Druck, unbedingt gewinnen zu müssen, anzumerken. Bereits in der ersten Minute scheiterte Kristin Machau mit einem Strafwurf an der überragenden Torhüterin Patrycja Mikszto, die während der Partie insgesamt 22 Bälle entschärfte. Doch Machau schwang sich danach zu einer überzeugenden Leistung auf. Dazu verwandelte Daniela Gustin in der ersten Halbzeit nervenstark ihre fünf Würfe von der Siebenmeter-Marke. Nach dem 5:7 (14.) legte der Nordexpress die Nervosität ab und drehte den Rückstand binnen sechs Minuten in eine 9:7-Führung. Mit einem 13:10-Vorsprung ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel lenkte Kim-Merle Köster die Angriffe auf der Spielmacher-Position sehr gut, und Blasczyk bewies weiter sein gutes Händchen, als er Daniele Gustin auf der linken Angriffsseite brachte. Die junge Schwedin sorgte für viel Wirbel. Als sie einen Siebenmeter verwarf, übernahm Kristin Machau vom Punkt wieder die Verantwortung und verwandelte zwei ganz entscheidende Strafwürfe. Nachdem sich der Nordexpress auf 19:14 (44.) abgesetzt hatte und auch zwei Minuten später beim 20:16 noch klar auf der Siegerstraße schien, kämpften sich die Gäste, angeführt von Torhüterin Mikszto, beim 20:21 (50.) wieder in die Partie zurück. Doch Kim-Merle Köster und Daniela Gustin konterten zum 23:20 (52.). Bis zum 25:22, vier Minuten vor dem Spielende, lagen die zwei Punkte schon fast auf der Habenseite des TSV Nord. Doch mit einer offensiven Deckung kamen die Gäste bis zum 24:25-Anschlusstreffer heran und hatten sogar die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch Monic Burde traf zwei Minuten vor dem Abpfiff mit ihrem Siebenmeter nur die Querlatte des Harrisleer Gehäuses.

In einer Auszeit, 49 Sekunden vor Ultimo, schärfte Thomas Blasczyk seinem Team noch einmal die Sinne. Wieder hatte der Trainer ein glückliches Händchen und brachte auf Linksaußen Petra Janeckova. Die fasste sich im folgenden Angriff ein Herz, zog zur Mitte, tankte sich am Kreis gegen zwei Gegenspielerinnen unnachahmlich durch und traf mit einem Gewaltwurf zum vielumjubelten 26:24 Siegtreffer.

„In der ersten Halbzeit war das starke Deckungsspiel der Schlüssel zum Erfolg. Ganz besonders habe ich mich über die gute Leistung von Tine Machau gefreut. Auch Kim-Merle Köster hat ihre Sache sehr gut gemacht und Lena Schulz toll vertreten, die unter der Woche überhaupt nicht trainieren konnte“, lobte Blasczyk und ergänzte: „Aber die ganze Mannschaft war während des Spiels total fokussiert.“ Kristin Machau wusste ebenfalls um die Wichtigkeit der zwei Punkte. „Es war heute schon ein besonderer Druck. Wir mussten die zwei Punkte unbedingt holen. Aber jetzt wollen wir gegen Ober-Eschbach nachlegen“, schaute die Rückraumspielerin schon auf das Heimspiel am 15. Februar gegen das Zweitliga-Schlusslicht.

TSV Nord: Andresen, Kühl - Riebow (n.e.), Schulze (1), Patrail, Schulz, Carstensen (n.e.), Gustin (9/5), Behrendsen (3), Vogeler (n.e.), Köster (3), Maier (2), Machau (7/2), Prante (n.e.), Janeckova (1).

SV Union Halle-Neustadt: Mikszto, Voigt - Jacquelinie Hummel, (5), Stefanie Hummel (4), Möschter, Kracht (n.e.), Michel (4), Burde (5/1), Uhlig (4/2), Stuparicova (1), Jäger (1/1).

SR: Karamuk/Seliger. – Zuschauer: 200.

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