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36:24 gegen den guten Aufsteiger TSV Wattenbek : Nord-Frauen gewinnen zweites Derby

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee haben auch das zweite Saisonspiel in der 3. Liga Nord gewonnen. Mit 36:24 (15:14) feierten die Nordfrauen einen Kantersieg gegen den TSV Wattenbek.

„Wattenbek hat uns alles abverlangt und unser Sieg ist viel zu hoch ausgefallen“, zollte Trainer Herluf Linde dem Gegner und seinem Kollegen Andreas Juhra Respekt. Nach dem 5:3 für die Nord-Frauen (8. Minute) zogen die Gäste nach einer Viertelstunde auf 5:8 davon. Linde nahm eine Auszeit.

Fortan arbeitete sich seine Mannschaft ins Spiel, die Deckung bekam nun die zuvor fünffache Torschützin Janina Harms besser in den Griff. Und im Angriff wurde der Druck erhöht. Svea Lundelius fand an ihrem 23. Geburtstag gute Lösungen und Anspielstationen. Nach dem 12:11 von Milena Natusch legten die Harrisleerinnen immer wieder eine Führung vor und konnten diese beim 15:14 zur Pause behaupten. Ein Doppelschlag von Merle Carstensen, ein Tor von Rechtsaußen Carolin Hauschild, sowie ein Siebenmeter von Catharina Volquardsen brachten die Nordfrauen beim 19:15 erstmals mit vier Treffern Differenz nach vorne (38.).

Eine Auszeit von Gästecoach Juhra beim Stand von 25:21 ging zwölf Minuten vor Schluss nach hinten los. Denn er agierte fortan mit einer siebten Feldspielerin. Dagegen hatte Shorty Linde Johanna Tüx zwischen die Pfosten gestellt. Nach dem 26:21 von Carstensen nahm Linde selbst ein Time-Out und danach schalteten die Gastgeberinnen einige Gänge höher. Jede Parade von Tüx und Balleroberung in der Deckung wurde mit schnellen Angriffen über die erste und zweite Welle genutzt und so die Gäste überfallartig unter Druck gesetzt. Zudem traf Volquardsen zweimal ins verwaiste Wattenbeker Tor. Beim 30:22, fünf Minuten vor der Schlusssirene, war die Partie entschieden.

Nach dem 32:24 nutzten die Nordfrauen die letzten beiden Minuten zu einem wahren Schaulaufen und mit vier weiteren Toren zum unerwartet klaren 36:24-Endstand.

„Shortys Mannschaft war einfach besser. Aber wir haben uns gut verkauft“, hatte Wattenbeks Andreas Juhra Lob für beide Teams übrig. „Wir wussten, dass die Wattenbeker Spielerinnen schnell sind. Wir haben in der ersten Halbzeit die Kreuzbewegungen nicht unterbinden können, später aber einige wirksame Umstellungen und Wechsel vorgenommen“, freute sich Shorty Linde über Leistungssteigerung und Sieg.

TSV Nord Harrislee: Tüx, Tiedemann – Fischer (2), Natusch (1), Lundelius (2), Woch (2), Fries (3), Carstensen (11), Hauschild (3), Lauf, Clausen (2), Jensen (2), Jakusch (2), Volquardsen (6/2).

TSV Wattenbek: Pahlisch, Kaube – Judycka (2), Potratz (5/4), Stegmann, Zittlau, Harms (6), Krolak (1), Zellmer (3), Lietzau, Kühn, Bech (2), Bahde (2), Pauli (3).

Schiedsrichter: Hamerich/Surrow (Hamburg). Zuschauer: 220.

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