Halle öffnet um 17.30 Uhr : Nord fiebert „Bonbon-Spiel“ entgegen

Jede Menge Abwehr-Arbeit wird auf Ann-Karolin Lache, Ronja Lauf und Milena Natusch (v. li.) zukommen.
Jede Menge Abwehr-Arbeit wird auf Ann-Karolin Lache, Ronja Lauf und Milena Natusch (v. li.) zukommen.

Die Harrisleer Handball-Frauen treffen am Sonnabend in der Holmberghalle auf den Bundesligisten und neunmaligen Pokalsieger Bayer 04 Leverkusen.

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06. Oktober 2018, 05:30 Uhr

Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee fiebern einem weiteren Saison-Höhepunkt entgegen. Der Aufsteiger genießt seit vier Spieltagen in der 2. Bundesliga nicht nur die Belohnung der Drittliga-Meisterschaft, sondern darf heute (19 Uhr, Holmberghalle) auch die Ernte für den Sieg im Landespokal einfahren.

Dann ist kein Geringerer als der deutsche Rekord-Pokalsieger TSV Bayer 04 Leverkusen in Harrislee zu Gast. Neunmal durften die so genannten „Werkselfen“ die Trophäe in die Höhe recken, zuletzt im Jahr 2010. Die Stimmung bei Mannschaft und Umfeld beschreibt Harrislees Trainer „Shorty“ Linde so: „Natürlich ist es eine besondere Freude, dass wir uns mit einem der ganz Großen messen dürfen. In einem Spiel gegen einen solch renommierten Gegner kann sich die Mannschaft und dabei auch jede einzelne Spielerin weiter entwickeln“, so der Coach, der den Stellenwert der Partie hervorhebt: „Wir können sehr viel lernen und werden dabei auch auf das Ergebnis gucken. Außerdem ist das Spiel auch dazu da, sich für die nächste wichtige Aufgabe in der 2. Liga einzuspielen.“

Der Pokal-Knüller gegen den Bundesligisten soll ein zusätzlicher Motivationsschub für das Punktspiel am Sonnabend, 13. Oktober, beim punktlosen Mitaufsteiger HSG Gedern-Nidda im hessischen Nidda sein. „Dort werden wir ohne vier spielen. Neben den bekannten Ausfällen von Fenja Jensen und Catharina Volquardsen werden dort auch Franziska Peters und Nane Sibbersen aus privaten Gründen und wegen eines Lehrgangs fehlen“, so Linde, der im Pokalspiel den Ernstfall für die wichtigen „Hausaufgaben“ in der 2. Liga proben will.

Im heutigen Duell David gegen Goliath hat das Werksteam aus Leverkusen eine stark besetzte und homogene Mannschaft aufzubieten, die frisch motiviert ist. In der letzten Bundesligapartie beim SV Union Halle-Neustadt drehten die „Werkselfen“ einen klaren 11:17-Halbzeitrückstand in einen ebenso klaren 32:24-Sieg.

Der niederländische Trainer Robert Nijdam, der von 2003 bis 2005 beim damaligen Zweitligisten SG Solingen (einer der Vorgänger-Vereine des heutigen Bundesligisten Bergischer HC) aktiv war, hat etliche Nationalspielerinnen im Kader. Leverkusens „Eigengewächs“, Kreisläuferin Anna Seidel, belegt nach drei Spieltagen mit 19 Treffern Rang sieben, Jennifer Rode bringt es auf 15 Tore und Platz 18 in der Torjägerliste.

Dieser individuellen Klasse wollen die Nord-Frauen mit ihrer Form der Stärke begegnen, der mannschaftlichen Geschlossenheit. „Ich wollte am Tag der Deutschen Einheit frei geben, doch die Mannschaft wollte unbedingt trainieren. Also haben wir am Mittwoch eine volle Übungseinheit absolviert. Das ist eine tolle Einstellung“, so Linde. Trainer und Mannschaft hoffen auf eine voll besetzte Holmberghalle und, dass der Pokal-Funken beim „Bonbon-Spiel“ (so nennt es die Mannschaft) auf die Fans überspringt.

Saison-Dauerkarten haben für diese Partie keine Gültigkeit. Erwachsene zahlen 9,50 Euro, Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre) 4,50 Euro. Einlass ist um 17.30 Uhr.

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