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Noch professioneller

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erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Wie entsteht eine Fußball-Euphorie? Ganz einfach: Durch Erfolg und Sympathieträger. Beides hat der ETSV Weiche. Den Sieg im Aufstiegsspiel gegen SV Holthausen-Biene sahen im Juni 1328 zahlende Zuschauer. Eine Zahl, die in Flensburg seit Jahren nur von der Handball-Bundesliga übertroffen wird. Aber die Fußballer bleiben bescheiden, kalkulieren nach dem Regionalliga-Aufstieg vorsichtig. Vereinsvorsitzender Hans-L. Suhr wollte im Saison-Schnitt gar nur 250 Besucher ansetzen. Doch das waren Mäzen Harald Uhr nun wirklich zu wenig. So einigte sich die Führungsetage des ETSV auf 400 Zuschauer pro Spiel als Bemessungsgrundlage für den Etat.

Hinter dieser Zahl steht kein Muss. Denn die Zuschauer-Einnahmen sind kein großer Posten im Haushaltsplan des Regionalligisten. Das ist auch gut so. Irgendwann kommen die kalten Monate, und wenn der Erfolg ausbleiben sollte, könnte auf den Rängen in Weiche schnell wieder das SH-Liga-Niveau erreicht sein.

Aber jetzt ist beste Fußball-Zeit. Und überall auf den Plätzen wird über Weiche geredet. Die Flensburger sind neugierig auf das neue Team, das sich bei den Holstein-Profis mehr als achtbar schlug. Zur Heimpremiere gegen den Ex-Zweitligisten SV Meppen hofft Ligamanager Henning Natusch heute wieder auf 1000 Zuschauer. Das wäre ein super Anfang. Der Spielplan meint es sogar sehr gut mit Weiche, macht Lust auf mehr: HSV II, Werder Bremen II und Hannover 96 II kommen danach an die Förde.

Ein guter Schachzug: Die Eintrittspreise bleiben moderat, Jugendliche bis 16 Jahre haben sogar freien Eintritt. Dass die Konkurrenz Weiche als Lidl der Regionalliga bezeichnet, lässt Harald Uhr nun schmunzeln. Er will die neue Liga für jeden erschwinglich machen. Damit sammelt der Verein viele Sympathiepunkte. Auch Sponsoren springen auf, haben aus eigenen Stücken ihre Unterstützung zugesagt. Das war nicht unbedingt eingeplant. Immerhin soll bereits eine sechsstellige Summe für das Regionalliga-Team zusammengekommen sein. Keine Frage, Weiche Flensburg, wie der Verein auswärts genannt wird, steht plötzlich im Blickpunkt. Die Flensburger haben Bock auf Fußball.

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