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Schleswig-Holstein-liga : Nicholas Holtze lebt für den Fußball

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flensburg 08 empfängt am Sonntag zum Nordderby die Husumer SV und geht als Favorit in die Partie. 08-Trainer Frank Papenberg ist sich sicher: „Wir werden Husum auf gar keinen Fall unterschätzen.“

shz.de von
erstellt am 27.Sep.2013 | 07:07 Uhr

Zum Nordderby erwartet Schleswig-Holstein-Ligist Flensburg 08 am Sonntag (14 Uhr) im Stadion Aufsteiger Husumer SV. Vieles spricht dafür, dass die Fördestädter ihren bisher guten Saisonverlauf fortsetzen. Aber die Nordfriesen sind eine unberechenbare Mannschaft, was auch 08-Coach Frank Papenberg weiß. „Die sind eine Wundertüte. Gegen stärkere Gegner, wie Lübeck und Kropp punkten sie, während sie zuletzt gegen Meldorf verlieren.“

Aber durch die Meldorf-Niederlage der Stormstädter lässt sich Papenberg nicht blenden: „Wir werden Husum auf gar keinen Fall unterschätzen.“ Um allerdings nicht wieder wie am vergangenen Wochenende beim TSV Altenholz in der Anfangsviertelstunde in Rückstand zu geraten, muss die Abwehrarbeit verbessert werden. „Unsere Startprobleme ziehen sich wie ein roter Faden durch unsere Spiele“, klagt der 08-Trainer.

Der Coach wird durch Leistungsträger Nicholas Holtze in seiner Meinung bestätigt wird: „Gegen Altenholz hat die gesamte Mannschaft anfangs in der Defensive ganz schwach agiert.“ Er selbst nimmt sich davon nicht aus. Die Fähigkeit zur Selbstkritik ist ein Wesenszug des jungen Mittelfeldspielers, der vor wenigen Tagen seinen 20. Geburtstag feierte. Für Papenberg ist Holtze „aus unserer Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Eigentlich müsste er mal eine Pause haben, um kräftemäßig aufzutanken, aber wir brauchen einfach seine fußballerische Qualität.“ Zudem charakterisiert er seinen torgefährlichen Offensivspieler, „als menschlich integer, intelligent und als Teamplayer, der trotz seiner Jugend schon zu einer Persönlichkeit gereift ist.“

Der Reifeprozess des Bayern-Fans Holtze, der nach seinem Abitur im nächsten Jahr ein duales Betriebswirtschaftsstudium mit einer kaufmännischen Ausbildung aufnehmen möchte, hat Gründe. Von 2010 bis 2011 lebte er auf eigenen Wunsch ein Jahr in den USA in Richmond (Virginia). Er besuchte dort die Schule, aber ohne Fußball ging es nicht (Papenberg: „Nicholas lebt zu 100 Prozent für den Fußball.“). Deshalb spielte er dort bei den Richmond Kickers. „Diese Zeit in Amerika hat mir sehr viel gegeben. Nicht nur, dass ich mich sprachlich weiterentwickelt habe. Durch die Eigenverantwortung bin ich auch selbstbewusster geworden.“

Für den 08-Coach ist die Aufstellung des einsatz- und spielfreudigen Holtze hinter der Spitze unstrittig. Ansonsten hat Papenberg neben den Langzeitverletzten Marcel Hill, Thomas Carstensen und Lasse Jannsen keine größeren personellen Probleme. „Ich kann aus dem Vollen schöpfen. Zumal stehen Sidney Dobbeck, Mark Koschenz und auch der angeschlagene Rinor Kuci wieder voll im Training.“

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