zur Navigation springen

Perfekter Ausstand von Fenja Jensen : Nach schwachem Start ein wichtiger Sieg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee haben in der 3. Liga einen weiteren wichtigen Sieg eingefahren und die TSG Wismar mit 22:20 (10:13) in der Handewitter Wikinghalle förmlich niedergerungen.

„Die Nordwelle hat zugeschlagen“, so der überglückliche Nord-Trainer Herluf Linde nach intensiven 60 Minuten in der Handewitter Wikinghalle.

Die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern, die von gut 30 stimmungsvollen Fans unterstützt wurden, hatten den besseren Start und setzten sich nach dem 3:3 (6.) binnen neun Minuten auf 3:9 ab. Die Harrisleerinnen agierten ohne Durchschlagskraft, ließen zahlreiche Chancen liegen und scheiterten oft an der starken TSG-Torfrau Antje Borkowski. Zudem bekam die Nord-Deckung die zunächst überragende Svea Pinkohs nicht in den Griff. Die stämmige Rückraumspielerin erzielte acht ihrer neun Tore in der ersten Halbzeit.

Nord kam, angeführt von Fenja Jensen, auf 9:10 heran, wobei Torhüterin Marie Andresen mit einem langen Abwurf traf. Doch in den letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs setzte sich die TSG Wismar wieder auf 13:10 ab und zog nach dem Wechsel sogar auf 16:11 davon. Linde stellte erneut Fenja Jensen auf die Spielmacherposition. Diese leitete mit viel Ruhe immer wieder durchdachte Angriffe ein. Zudem präsentierte sich die Nord-Deckung in der zweiten Halbzeit aggressiv und Marie Andresen parierte zahlreiche Bälle.

So schwappte die von Linde erwähnte „Nordwelle“ mit sechs Toren in Folge über und mit 17:16 (44.) zur ersten Führung. Beim 21:17 von Sarah Lena Börnsen schienen die Gastgeberinnen auf der Siegerstraße. Doch angefeuert von ihren Fans kämpfte sich die TSG Wismar bis auf 21:20 zurück. 28 Sekunden vor dem Abpfiff nahm Linde noch einmal eine Auszeit und Fenja Jensen setzte danach Merle Carstensen entscheidend in Szene. Die zuvor glücklose Rückraumspielerin fasste sich darauf ein Herz und wuchtete mit aller Entschlossenheit den Ball zum 22:20 in den linken Torwinkel. Der Rest war kollektiver Harrisleer Jubel, in der „Shorty“ Linde seine Erfolgsformel auf den Punkt brachte. „Man muss da durchhalten, wo andere aufhören“, so der Nord-Coach über die entscheidenden Momente seiner Mannschaft. „Ich gehe für ein halbes Jahr nach Australien, war total motiviert und wollte in meinem letzten Spiel unbedingt einen Sieg. Und das hat ja heute einfach gepasst“, freute sich die starke Fenja Jensen über ihren perfekten Ausstand.

TSV Nord Harrislee: Andresen (1), Petersen-Kröger - Lundelius (1), Woch (5/2), Fries, Carstensen (4), Loesmann (1), Lache (2/1), Litschke, Harbeck, Clausen (1), Jensen (3), Kieckbusch (1), Börnsen (3).

TSG Wismar: Borkowski, Schultz - Berger, Brinkies (2), Zimmermann, Tegler (1), Oldenburg (2), Passow (3), Lübke, Pinkohs (9/1), Erdmann (3).

SR: Maczeyzik/Metzlaff. - Zuschauer: 165.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen