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Handball : Mit Tempo und Leidenschaft

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

2. Bundesliga: TSV Nord Harrislee schlägt SGH Rosengarten-Buchholz mit 32:28. Lena Schulz herausragende Spielerin.

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Der Handballerinnen des TSV Nord Harrislee haben in der zweiten Bundesliga ihren dritten Saisonsieg eingefahren. Mit 32:28 (13:13) gewann die Mannschaft von Thomas Blasczyk das Nordderby gegen die SGH Rosengarten-Buchholz in der Holmberghalle. Von Anpfiff an entwickelte sich eine spannende und ansehnliche Partie auf Augenhöhe. Auch die Schiedsrichter Daniel Porebska und Tobias Schwenn, die während der 60 Minuten nur drei Zeitstrafen vergaben, überzeugten. Zwei davon kassierte der TSV Nord – wegen Meckerns.

Die Gäste erwischten den etwas besseren Start und lagen 4:3 (8.) in Führung. Zu diesem Zeitpunkt benötigte der Nordexpress zwei Siebenmetertore von Daniela Gustin, die insgesamt alle sieben Strafwürfe für Harrislee verwandelte, und kam danach auf Touren. Gustin (2) und drei Tempogegenstöße von Sabrina Maier brachten nach einer Viertelstunde einen 8:4-Vorsprung. Nach dem 13:10 (26.) handelten sich Maier und Lena Schulz nacheinander ihre Zeitstrafen wegen Meckerns ein. Die Gäste aus dem Raum Hamburg-Harburg, bei denen die Ex-Nord-Spielerin Kaja Schmäschke dreimal traf, nutzten die Überzahl und glichen zum 13:13 zur Halbzeit aus.

Nach dem Wechsel geriet Nord zunächst mit 14:15 in Rückstand, legte dann jedoch ein 17:15 vor. Nach dem 19:18 (43.) übernahm Nord-Mannschaftsführerin Lena Schulz sehr viel Verantwortung und spielte sich, trotz Verletzung, in einen wahren Rausch. Bis zum 26:25 (52.) hatte sie vier Treffer erzielt. Und auch vom 26:27-Rückstand (54.) ließ sich der Nordexpress nicht mehr aus der Spur bringen. Gustin verwandelte einen Siebenmeter abermals nervenstark zum 27:27-Ausgleich. Die überragende Nord-Torhüterin Marie Andresen, die insgesamt 20 Bälle parierte, wehrte im Gegenangriff ihren zweiten Siebenmeter gegen die Bundesliga-erfahrene Sanne Hoekstra ab. Dann legte Lena Schulz mit einem Hattrick nach, wobei sie die Bälle förmlich ins Netz der Gäste jagte. So war beim 30:27 (58.) die Vorentscheidung für Nord gefallen. Am Ende wurde ein wichtiger 32:28-Erfolg bejubelt.

„Es war ein Duell auf Augenhöhe. Man hat meiner Mannschaft angemerkt, dass sie unbedingt gewinnen wollte. Nach unserer bisher unterirdischen Siebenmeterquote hat Daniela Gustin ein Sonderlob verdient. Dies gilt auch für Torhüterin Marie Andresen, die uns mit ihren Paraden im Spiel gehalten hat. Ich muss mich aber in aller Form bei Lena Schulz bedankten, die sich trotz schwerer Verletzung in den Dienst der Mannschaft gestellt hat“, meinte Nord-Trainer Thomas Blasczyk. Die hochgelobte Lena Schulz freute sich nach der Partie ebenfalls über den Erfolg. „Ich wollte zunächst eigentlich nicht spielen, aber ich hatte einfach Bock auf das Derby und das Gefühl, dass heute etwas geht. In der zweiten Halbzeit habe ich meine Verletzung fast vergessen und gedacht, jetzt erst recht und einfach draufgehalten.“ Und sie ergänzte: „Das Spiel wurde aber vor allem in der starken Deckung gewonnen und es waren zwei Punkte, die wir unbedingt brauchten.“

TSV Nord Harrislee: Andresen, Kühl - Riebow (n.e.), Schultze (1), Patrail (n.e.), Schulz (7), Carstensen (n.e.), Gustin (10/7), Behrendsen (5), Vogeler (2), Köster (3), Maier (4), Machau, Prante, Janeckova (n.e.).

SGH Rosengarten-Buchholz: Borkowski, Arndt - Ernsberger (1), Nendza (3), Wilhelm-Reimer, Hoekstra (3/1), Harms (2), Hartstock (6), Schmäschke (3), Pedersen (n.e.), Lamp (4), Prior (4), Steinfurth (2). – Zuschauer: 120.

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