zur Navigation springen

TSV Nord Harrislee feiert den Pokalsieg : Mit Psycho-Tricks zum Erfolg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Es könnte die Krönung einer sehr guten Saison werden: Am Sonnabend wollen die Handball-Frauen des TSV Nord Harrislee nach dem Pokalgewinn auch den Klassenerhalt in der 3. Liga sichern.

shz.de von
erstellt am 15.Mär.2016 | 06:15 Uhr

Am Montag saß Trainer Herluf („Shorty“) Linde schon wieder am Computer und studierte den TuS Jahn Hollenstedt-Wenzendorf, den nächsten Gegner des TSV Nord Harrislee in der 3. Handball-Liga der Frauen. Am Sonnabend (17 Uhr, Holmberghalle) kann der frisch gebackene Landes-Pokalsieger den Klassenerhalt endgültig sichern – und die Saison krönen. „Platz sechs wäre ein Traum. Viel mehr geht nicht“, sagt Linde.

Der Coach saß am Sonntag Abend noch lange mit Funktionären und Offiziellen zusammen, ließ das Pokal-Wochenende Revue passieren. Die Spielerinnen hatten sich da schon lange auf den Weg nach Flensburg gemacht – zum Feiern. „So was muss man genießen, jeden Moment auskosten. Das ist die Belohnung für viele Monate harter Arbeit“, so der Trainer. Er war gespannt, wie seine junge Mannschaft mit der Bürde des Mitfavoriten und den Rahmenbedingungen (voll besetzte Halle, Moderator, Interviews, Ehrengäste und vieles mehr) umgehen würde. Im Halbfinale gegen den Oberligisten Wattenbek (36:21) lief es optimal. „Die Mannschaft hat 100 Prozent konzentriert gespielt“, lobte Linde. Noch am Abend „kneteten“ die Physiotherapeuten alle Spielerinnen kräftig durch.

Vor dem Finale gegen die HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen (OKT), gegen die der TSV Nord beide Punktspiele verloren hatte, griff der Coach in die „Psycho-Kiste“. 20 Minuten lang ließ er seine Spielerinnen Ausschnitte aus den verlorenen Partien ansehen und fragte in die Runde: „Haben wir verloren, weil der Gegner so gut war – oder waren wir in diesen Spielen einfach selbst nicht gut?“ Einhelliger Tenor: „Wir waren selbst daran schuld.“

Im Endspiel ließ sich der „Nord-Express“ auch von Rückständen nicht beirren. Bei einem Team-Timeout 15 Minuten vor Schluss schwor Linde seine Spielerinnen noch einmal ein– Spiel gedreht und 23:22 gewonnen. „Ich bin überglücklich. Was für eine Mega-Entwicklung der Mannschaft“, sprudelte es aus dem Trainer heraus. Apropos sprudeln: Merle Carstensen verpasste Linde gleich nach dem Abpfiff eine Sektdusche.

Die Mannschaftskasse ist nach dem Final Four-Sieg gut gefüllt – zur Belohnung gönnen sich die Spielerinnen nach Saisonende einen gemeinsamen Urlaub auf Mallorca. Erfahrungen im Feiern haben sie ja jetzt...

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen