Rennslalom : Mit neuem Motor schnell unterwegs

Björn Dau hat die Pylone umgefahren.
Björn Dau hat die Pylone umgefahren.

Nach dem Fehlstart sammeln Björn und Morten Dau viele Punkte in der Schleswig-Holstein-Meisterschaft.

shz.de von
18. Juni 2014, 08:00 Uhr

Wie im Vorjahr erlebte das DL-Racing-Team aus Großenwiehe einen Fehlstart in die Rennslalom-Saison. „Eine unglaubliche Geschichte“, sagt Fahrer Björn Dau. Der norddeutsche Slalom-Meister des Vorjahres flog 2013 beim Auftakt in Eggebek aufgrund eines Motorschadens aus der Wertung. Zuvor war sein Bruder Morten Dau im letzten Lauf ohne Vortrieb im Honda noch über die Ziellinie gefahren und hatte Platz drei verteidigt. Diesmal endete die Slalom-Premiere auf den Travering in Bad Oldesloe erneut mit einem Totalausfall.

Dabei überzeugten die beiden Piloten zunächst auf der holprigen Berg- und Talbahn in Bad Oldesloe. Im Training fuhren die sie auf die Plätze eins und drei. Im ersten Wertungslauf musste Morten Dau wieder vorlegen und verbesserte sich auf Platz zwei. Der erste Lauf von Björn Dau war dagegen überraschend schwach. „Über zwei Sekunden Rückstand konnte ich mir selbst nicht so genau erklären“, erzählt er. Als Morten Dau dann im zweiten Wertungslauf ebenfalls viel Zeit verlor, war nicht mehr zu überhören, woher die Zeitverluste kam: Ein unüberhörbares Motorengeräusch zwang Björn Dau zur Aufgabe, so dass er wieder ohne Wertung abreisen musste. Sein jüngerer Bruder verteidigte trotz des Zeitverlustes seinen Platz auf dem Podium und wurde Dritter in der mit zwölf Startern großen Klasse.

Das DL-Racing Team trat anschließend bei den zwei Heimveranstaltungen auf dem ehemaligen Flugplatz in Eggebek und dem Rennen in Itzehoe am Tag darauf mit einem frischen Motor an, an dem das Service-Team wochenlang zu arbeiten hatte. Alle drei Veranstaltungen zählten neben der Schleswig-Holstein-Meisterschaft auch zur deutschen Rennslalom-Meisterschaft, also der absoluten Königsklasse des Slalomsports.

Großes Einfahren war bei den drei schnellsten Slaloms im Norden nicht möglich. Das DLR-Team traf auf stärkste Konkurrenz und hoffte, dass das neue Material hält. „Das wichtigste vorweg, der Motor hielt trotz der hohen Vollgas-Anteile von weit über 70 Prozent an allen drei Tagen“, so Björn Dau. Aber an Christian Müller kamen die Fahrer aus Großenwiehe nicht heran. Der Berliner gewann an allen drei Tagen die Klasse mit seinem Peugeot 205. Dahinter wurde um jede Zehntelsekunde gekämpft und gerangelt. Am ersten Tag in Eggebek fuhr der Hamburger Jörg Gröhndahl auf Platz zwei. Die Dau-Brüder zeigten eine hochkonzentrierte Leistung und kamen in ihrem Honda CRX ohne nennenswerte Fehler ins Ziel. Am Ende sicherte sich Björn Dau den dritten Podiumsplatz vor seinem Bruder. Beide ließen neben einiger nationaler Fahrer vor allem die komplette Konkurrenz um die Schleswig-Holstein-Meisterschaft hinter sich.

Am zweiten Tag in Eggebek zeigte sich das DLR-Duo sogar noch verbessert. Die beiden Großenwieher lieferten sich einen spannenden internen Kampf am Limit – mit dem glücklicheren Ende für Björn Dau, der sich Platz zwei vor Morten Dau sicherte. „Wie sich später heraus stellte, profitierte ich von einer Fehlentscheidung eines Richters, der eine umfahrene Pylone in der letzten Runde übersah“, erzählt der Zweite. Mit den entsprechenden Strafsekunden wäre die Reihenfolge zwischen den Brüdern genau anders herum gewesen.

Am dritten Tag ging es dann Richtung Itzehoe auf das ehemalige Militär-Gelände „Hungriger Wolf“. Nach den tollen Platzierungen in Eggebek war in Itzehoe plötzlich ein großer Abstand zur Spitze vorhanden. Nach einem Fehler eines Gegners belegte Morten Dau am Ende immerhin noch Platz vier. Damit verwies er seinen von den Fahrzeiten langsameren Bruder auf Platz fünf. Allerdings blieben beide Piloten erneut vor der regionalen Konkurrenz und liegen in der SH-Meisterschaft gut im Rennen.

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