SC Weiche Flensburg 08 vor dem “Finale“ in Garbsen : „Mit aller Macht Erster werden“

„Einschwören“ auf das Endspiel: Trainer Daniel Jurgeleit (vorn) im Kreis der aufmerksam lauschenden Spieler.
„Einschwören“ auf das Endspiel: Trainer Daniel Jurgeleit (vorn) im Kreis der aufmerksam lauschenden Spieler.

Die Ausgangslage ist klar. Gewinnen die Regionalliga-Fußballer des SC Weiche Flensburg 08 am Mittwoch (19 Uhr) ihr Nachholspiel beim TSV Havelse oder spielen unentschieden, dann ist ihnen der Meistertitel nicht mehr zu nehmen.

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16. Mai 2018, 06:00 Uhr

Eine Niederlage dagegen wäre das Ende aller Meisterschaftsträume, weil der punktgleiche Tabellenzweite Hamburger SV II mehr Tore als das Team von Trainer Daniel Jurgeleit geschossen hat. Derzeit weist der SC eine Tordifferenz von +35 auf, der HSV II hat +34.

„Der Weg ist noch etwas länger“, sagt Trainer Daniel Jurgeleit ganz entspannt. Der Ärger nach dem Spiel in Eutin ist längst verraucht – den Coach störten die beiden späten Gegentore, aber auch die Entwicklung beim Spiel des HSV II, der einen 0:2-Rückstand drehte und noch 4:2 gewann. „Ich hatte ohnehin damit gerechnet, dass der HSV gewinnt“, so Kapitän Christian Jürgensen.

Die Vorfreude ist riesig, nach dem trainingsfreien Montag sind die Akkus wieder aufgeladen. „Alle Jungs hätten am liebsten schon Dienstag gespielt“, berichtet Jürgensen. Pokalfinale oder mögliche Relegation gegen Cottbus spielen noch keine Rolle – die ganze Konzentration gilt dem TSV Havelse. Das Hinspiel Mitte August 2017 gewann die Jurgeleit-Elf nach Toren von Tim Wulff und Torge Paetow 2:1, es war der erste Saisonerfolg nach zuvor zwei Unentschieden.

An den Abläufen vor einem Auswärtsspiel ändert sich nichts. Auf dem Weg nach Garbsen gibt es eine kurze Bewegungseinheit, anschließend wird gemeinsam gegessen und um 19 Uhr pfeift Schiedsrichter Axel Martin aus Nordholz bei Cuxhaven das „Endspiel“ an.

„Wir wollen unbedingt und mit aller Macht Erster werden“, unterstreicht Daniel Jurgeleit. Und sein Kapitän legt nach: „Es liegt nur an uns. Wir wollen noch einmal unser Spiel durchziehen. Wir haben eine ganz starke Runde gespielt und können nur gewinnen“. Und ein bisschen träumen muss erlaubt sein: „Es wäre etwas ganz Besonderes für die Stadt und den Verein, gleich im ersten Jahr nach der Fusion“, sagt Jürgensen.

Kein Pokern, kein Taktieren, kein Blick auf andere Ergebnisse – die Flensburger Fußballer sind ganz allein zuständig. „Du musst es selbst machen. Keiner legt Dir den Ball auf die Linie“, sagt Jurgeleit nachdenklich. Aber er vertraut seinen Spielern. „Wir werden es richtig angehen, mit der nötigen Anspannung und Konzentration“, ist er sich sicher. Und er schließt: „Wir wollen als Mannschaft Platz eins holen.“

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