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Titelkämpfe der 420er und OK-Jollen auf der Förde : Meisterschaften mit Masse

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Von Sonnabend bis Dienstag stehen auf der Förde vor Glücksburg gleich zwei Internationale Deutsche Meisterschaften auf dem Programm. Die OK-Jollen und die 420er ermitteln im Norden ihre Titelträger.

So ein Satz war in der Vergangenheit vom Regattaobmann des Flensburger Segel-Clubs (FSC) lange nicht mehr zu hören. „Ich bin hellauf begeistert von den Meldezahlen“, sagt Claus-Otto Hansen im Vorwege der Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) der OK-Jollen und im 420er, die von Sonnabend bis zum Feiertag am Dienstag auf der Förde vor Glücksburg ausgetragen werden. Es wird das vorletzte Segel-Event des FSC in diesem Jahr sein, bevor der DSL-Pokal der Segel-Bundesliga (13. bis 15. Oktober) den Abschluss einer umfangreichen Regatta-Saison des Glücksburger Clubs bildet.

Größte Klasse ist wie immer der 420er, in der mehr als 100 Boote gemeldet sind. Die Konkurrenz in der vier Meter langen Zweimann-Jolle, die mit Trapez und Spinnaker gesegelt wird, startet am Sonnabend um 12 Uhr in zwei Gruppen (Rot und Grün) mit den Rennen auf einer Bahn von Wettfahrtleiter „Hajo“ Andresen. Nach sechs Regatten wird die Flotte in eine Gold- und Silbergruppe aufgeteilt. Für die 66 gemeldeten OK-Jollen sind Claus-Otto Hansen und Team auf der zweiten Bahn zuständig. Start ist um 15 Uhr. „Ein tolles Feld“, schwärmt Hansen und lobt besonders die „ausgezeichnete Vorarbeit“ von Lutz Boguhn, der sich um ein großes OK-Feld bemüht hatte. Der Flensburger Starboot-Segler hat selbst gemeldet und zudem weitere FSC-Mitglieder von einem Start überzeugt und – wenn notwendig – mit einer Jolle versorgt. „Großes Engagement“, sagt Hansen, der für das verlängerte Segel-Wochenende auf nicht zu viel Wind hofft. „Beide Bootsklassen sind doch relativ empfindlich.“

Neben Seglern aus Dänemark und Polen ist auch der gebürtige Neuseeländer Greg Wilcox am Start. Der seit über zehn Jahren in Deutschland lebende Bootsmacher aus Potsdam ist unter anderem Weltmeister (2002) und zweimaliger Kieler Woche-Sieger. In diesem Jahr wurde er vor Schilksee Zweiter. Ebenfalls gemeldet hat der zweifache Weltmeister (2012/15) André Budzien vom Schweriner Yachtclub (SYC).

An diesem Wochenende hätte zudem noch die IDM im Nacra 17 ausgetragen werden sollen, die ist aber mangels Masse abgesagt. Nach der WM in Frankreich hatte sich die Katamaran-Flotte zum Trainingslager nach Südspanien zurückgezogen.

Ursprünglich war die IDM beim FSC für den Juni terminiert gewesen, wurde aber wegen der verzögerten Auslieferung der neuen Tragflügel-Boote in der Oktober verlegt. Ein Entgegenkommen der Flensburger.

Für Claus-Otto Hansen ist die Absage kein Ärgernis. Der ist eher „hellauf begeistert“ von den großen Feldern bei den 420er und den OK-Jollen.

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