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"Lucie" feiert Tagessieg und Geburtstag

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Robbe & Berking 6mR-Weltmeisterschaft: Zwei extreme Rennen am Limit / Zweikampf in der Modern Class

Glücksburg | Whow, was waren das für Regatten. Der zweite Wettfahrttag bei der Robbe & Berking 6mR-Weltmeisterschaft bot der Regattaleitung des Flensburger Segel-Clubs (FSC) und den 34 Teilnehmern aus neun Nationen die ganze Bandbreite des Outdoor-Sports Segeln. Bedingungen von zwei bis höchstens drei Beaufort aus Südwest bei Drehern um fast 40 Grad machten die erste Wettfahrt zum großen Glücksspiel, bei dem allerdings die führenden Crews erneut den Bug vorn hatten.

Eine von Wettermann Meeno Schrader angekündigte Winddrehung auf Ost mit kräftigen fünf Beaufort kam zwar erst eine halbe Stunde später - aber sie kam, brachte Wellen mit Schaumkronen und hatte auch einige Ausfälle zur Folge.

Abgemeldet von der Wettfahrt hatte sich die "Nirvana" von Erik Tinglef Larsen wegen der Gefahr eines Mastbruches und ließ sich in den Hafen schleppen. Insgesamt hat der Sechser-Liebhaber aus Dänemark gleich drei Yachten bei der WM am Start. Neben der "Nirvana" sind noch die "Siesta" und die "Lady Day" im Rennen. Zwei davon wurden in der Werft von Oliver Berking gebaut.

"Wir sind recht zufrieden, wie die Rennen gelaufen sind. Zwei Regatten bei derart unterschiedlichen Bedingungen innerhalb weniger Stunden, das ist schon verrückt. Das war jeweils das Limit", meinte Regatta-Obmann Claus-Otto Hansen. "Leider haben die Servicekräfte einiges zu tun bekommen."

Ein großes Rennen zeigte die "Lucie" des Amerikaners Matt Brooks. Die "alte Dame" (Baujahr 1931) lieferte sich mit der führenden norwegischen "Flapper" und der unter britischer Flagge startenden "Nada" von Poul-Richard Hoj-Jensen im Auftaktrennen einen spannenden Dreikampf bei den Klassikern und gewann am Ende die Wettfahrt. Sicherlich ein Grund zum Feiern. Die Party wurde auf heute Abend gelegt, dann wird der 83. Geburtstag der Lovely Lady "Lucie" gefeiert, mit großer Torte und einer Stunde Open Bar - Happy Birthday. Im zweiten Rennen reichte es nur zu Platz 13. In Führung liegt die "Flapper" mit bereits größerem Vorsprung.

Ein Fass aufmachen konnte gestern schon das Team SUI 132 ("Sofie II") von Hugo Stenbeck, das nach zwei Tagessiegen dem WM-Führenden Robert Smith mit der "Valhalla" in der Modern Class bis auf einen Punkt auf die Pelle gerückt ist.

Ganz eng wollte es die Crew der "Courage IX" um Steuermann Alba Batzill wissen. Eine Tonnenberührung kostete nach einem Strafkringel Zeit und Plätze. Dummerweise gab es auch noch einen Riss in der Genua. "Alles unsere eigene Schuld", meinte Eddy Eich, Spi- und Großtrimmer an Bord des Weltmeisters von 2005. Ein Prostest gegen das schwedische Team der "Notorius" wegen einer Wegerechtsverletzung stand noch aus. "Das zweite Rennen war einfach nicht unser Ding", meinte Eich.

Die "Courage"-Crew von Eigener Dietrich Grünau vom Bodensee hat "seit gut vier Jahren nicht mehr auf der Schüssel gesessen" und kokettiert damit, dass alle fünf Crewmitglieder jenseits der 60 sind. "Während andere Konkurrenten viel Geld investieren, wollen wir uns so teuer wie möglich verkaufen", sagte Batzill. Vier Rennen bleiben dem Team noch. Heute ist Start um 11 Uhr.Alle Ergebnisse: www.fsc.de

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erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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