Tennis : Lokalmatadoren geht die Puste aus

Die Mürwikerin Melissa Luma war im Endspiel mit ihren Kräften am Ende.
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Die Mürwikerin Melissa Luma war im Endspiel mit ihren Kräften am Ende.

15. Sparda-Bank-Cup: Melissa Luma und Anais Marianovski unterliegen in den Finalspielen. Hamburgerin Vivienne Kulicke gewinnt Damen-Konkurrenz.

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24. Juli 2014, 08:00 Uhr

Finalsiege feierten die Lokalmatadoren gestern am Schlusstag des 15. Sparda-Bank-Cup nicht. Anais Marianovski (U16) und Melissa Luma (U14) ging in den Endspielen im Volkspark des TC Mürwik am dritten Hitzetag die Puste aus. Trotzdem sprach Peter Toft, noch bevor die Finals bei der Damen und Herren begannen, wieder einmal von einer gelungenen Veranstaltung. „Im Zeitplan lagen wir heute zwar eine Stunde zurück, aber ansonsten hat alles prima geklappt“, meinte der Präsident des TC Mürwik. Besonders freute ihn, dass Dr. Frank Intert dem größten Tennisturnier im Norden einen Besuch abstattete, obwohl der Vorsitzende des Tennis-Verbandes Schleswig-Holstein danach gleich nach Hamburg zum Flughafen musste, um einen Termin in München wahrzunehmen. „Das ist eine Wertschätzung für unser Turnier, das in Schleswig-Holstein seinesgleichen sucht“, so Toft.

Sportlich begann der Mittwoch hervorragend. Anais Marianovski vom TC Mürwik siegte bei den U16-Juniorinnen im Halbfinale gegen die an Nummer zwei gesetzte Scarlett-Rebecca Alhorn vom SpV Blankenese überraschend klar mit 6:0, 6:4. Aber im Finale unterlag die Flensburgerin gegen Alicia Bombowsky vom TC WR Wismar mit 2:6, 3:6. Ihrer Clubkameradin Melissa Luma erging es nicht besser. Die U14-Titelverteidigerin gab bis zum Finale kein einziges Spiel ab. Im Halbfinale hatte Sonja Dobrowolski vom Flensburger TC beim 6:0 und 6:0 keine Chance. Doch im Endspiel bekam die perfekte Bilanz einen Fleck. Melissa Luma fand in der an Nummer zwei gesetzten Lotta Hackbarth vom TC Lütjenburg beim 6:4, 1:6, 1:6, ihre Meisterin.

Gute Ergebnisse gab es auch für weitere Flensburger. Bei den U12-Juniorinnen unterlag Anna-Maria Gavaza vom TC Mürwik im Halbfinale gegen Kimya Stötzer vom TSV Glinde mit 4:6, 1:6, freute sich aber über ihren dritten Platz im Endklassement. Für die U14-Jugendlichen aus der Fördestadt kam zwar spätestens im Viertelfinale das Aus, doch in der Nebenrunde hatte Jan Levin Haß noch die Chance, dass Finale zu gewinnen. In der U10 zog Roman Flemming Thordsen kampflos ins Finale ein, in dem er auf den Schweden Edvard Larsson vom Ahus Tennisklub traf (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor).

Professionell, aber auch publikumsnah präsentierte sich die Gewinnerin der Damen-Konkurrenz. Die 19-jährige Vivienne Kulicke vom Großflottbeker THGC zeigte bei ihrer ersten Teilnahme in Flensburg am Abschlusstag zwei tolle Spiele. Die an Nummer zwei gesetzte Hamburgerin zog durch ein 6:3, 6:4 über die auf Rang fünf geführte Kristina Schleich ins Finale ein. Dort traf sie auf Celine Brocks vom TC an der Schirnau. Die Nummer vier im Ranking hatte sich in ihrem Halbfinale gegen die topgesetzte Celine Kirst mit 1:6, 6:0, 6:4 durchgesetzt. In einem hochklassigen Finale behielt Kulicke am Ende mit 6:3, 6:4 die Oberhand und feieerte einen verdienten Turniersieg. Die frisch gebackene Abiturientin freute sich über ihren Erfolg. „Dass ich gleich bei der ersten Teilnahme gewonnen habe, ist schon was Besonders. Ich würde nächstes Jahr gerne meinen Titel verteidigen, weiß aber nicht, wie es dann studien- oder berufsbedingt aussieht“, meinte die Hamburgerin, der die Anlage im Volkspark sehr gefallen hat. „I ch war auch überrascht, wie viele Zuschauer hier waren und wie viele schwedische Teilnehmer. Das macht das Turnier international. Das ist schön, so lernt man viele Menschen kennen.“

Nach dem Turnier ist sozusagen schon wieder vor dem Turnier. Peter Toft denkt schon jetzt voraus: „Wir müssen die Qualität des Turnieres weiter steigern und noch professioneller werden.“

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