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Handball-Bundesliga : Lauge wird am Meniskus operiert

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Rückraumspieler Rasmus Lauge von der SG Flensburg-Handewitt hat sich einen Riss des Außenmeniskus im linken Knie zugezogen und wird bis zu einem halben Jahr ausfallen. Jetzt soll Petar Djordjic mehr Einsatzzeit bekommen.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2016 | 06:00 Uhr

Kielce und kein Ende: Eine Woche nach dem bitteren Ausscheiden in der Champions League ereilte die SG Flensburg-Handewitt eine schlimme Nachricht, die auch mit dem Spiel in Polen zusammenhängt. Ein brutales Foul von Kielces Michal Jurecki hat für Rasmus Lauge schwere Folgen. Der Däne, der im Juni 25 Jahre alt wird, wird in der kommenden Woche in der Berliner Charité an einem Meniskusschaden operiert und fällt bis zu einem halben Jahr aus. Sein Traum von der Teilnahme am olympischen Handball-Turnier in Rio ist damit geplatzt.

„Ich bin echt richtig traurig. Zum einen kann ich nun der Mannschaft nicht mehr in den letzten Spielen helfen, und ich verpasse auch die Olympischen Spiele. Das tut doppelt weh“, sagt Lauge, der in der ersten Halbzeit in Kielce bei einem Torwurf von Jurecki in der Luft gestoßen wurde und deshalb unkontrolliert auf dem linken Bein landete. Dabei zog er sich einen Riss im Außenmeniskus zu. Der einzige Lichtblick, so Lauge, bestehe darin, dass nicht das rechte Knie, an dem er zwei Kreuzbandrisse erlitten hatte, betroffen sei, sondern das bisher gesunde.

Erstaunlich genug, dass Lauge mit der neuen Verletzung am vergangenen Sonnabend das Pokal-Halbfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen bestreiten konnte. „Er war bis auf einen leichten Erguss im linken Knie beschwerdefrei und hat am Freitag ohne Probleme trainiert. Die Untersuchungen hatten gezeigt, dass alle Bänder im Knie voll intakt sind, das Knie war frei beweglich. Für einen Meniskusschaden gab es keine Anzeichen, sonst hätte ich ihn nicht spielen lassen“, erläutert SG-Mannschaftsarzt Dr. Torsten Ahnsel. Auch im Finale hätte Lauge spielen können, wenn er nicht wegen der roten Karte vom Sonnabend gesperrt gewesen wäre. Weil das Knie aber am Sonntag Abend noch leicht geschwollen war, entschied man sich zur Sicherheit für eine MRT-Untersuchung in der Diako Flensburg bei SG-Mannschaftsarzt Dr. Thorsten Lange. Dabei zeigt sich der Meniskusriss, der nun bei einem Spezialisten in Berlin genäht wird. Da sich ein Meniskus nur langsam regeneriert, ist mit einem halben Jahr Pause zu rechnen.

„Das ist hart für ihn und hart für uns. Was soll ich sagen? Es war fantastisch, was er in dieser Saison geleistet hat“, kommentierte SG-Trainer Ljubomir Vranjes den Ausfall von Rasmus Lauge. „Ich habe viel auf ihn zugeschnitten. Im Oktober hatte ich mich für eine Taktik mit Lauge entschieden. Nun müssen wir umdenken. Ich muss unser Spiel verändern.“

Dabei soll Petar Djordjic eine wichtige Rolle spielen. „Er ist unser zweiter Halblinker. Petar wird mehr Spielanteile bekommen“, kündigt Vranjes an. Dass der 25 Jahre alte Serbe, der zu Saisonbeginn aus Hamburg zurückgekehrt ist, sein Potenzial bislang kaum zeigen konnte, habe nicht an Djordjic gelegen. „Es war meine Entscheidung. Nachdem er eineinhalb Jahre verletzt gewesen ist, hatte ich schon zu Saisonanfang gesagt, dass Petar nicht viel spielen wird. Ich hatte mich für Lauge entschieden. Wenn Petar ’reingekommen ist, war es nicht leicht für ihn. Aber er hat in einigen Spielen wichtige Tore erzielt“, sagt Vranjes. Nun wird er seine Chance bekommen, sich wieder als der wurfstarke Halblinke zu zeigen, der aus seiner ersten Zeit bei der SG in Erinnerung geblieben ist. Der Trainer wird dabei Geduld üben. „Von mir bekommt er keinen Druck“, sagt Vranjes.

Vor den letzten sechs Bundesliga-Spielen dieser Saison gibt es auch auf der anderen Rückraumseite der SG ein neues Problem. Holger Glandorf hat sich im Pokalfinale gegen den SC Magdeburg eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Der Einsatz des Linkshänder morgen (19 Uhr) im Heimspiel gegen Frischauf Göppingen ist gefährdet.

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