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ERSTERV TEIL DER 105. FLENSBURGER FÖRDEWOCHE : „Langstrecke können wir auch“

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bei der Deutschen Seesegel-Meisterschaft liegen die Führenden vor den Offshore-Regatten dicht auf . Die „Dogmatix“ kündigt für die abschließenden Rennen am Donnerstag und Freitag einen harten Kampf an.

Mächtig Regen mit viel Wind, dann ein grauer Fördetag mit besten Bedingungen, später sogar mit ein paar blauen Flecken am Himmel und ein Abschluss mit anfänglichem Nieselregen bei fetter Flaute bescherte den Teilnehmern des ersten Teils der 105. Flensburger Fördewoche die ganze Bandbreite des Segelsports. „Das waren zwei tolle Regattatage. Leider gab es am Sonntag keine segelbaren Bedingungen. Aber wir haben in jeder Klasse vernünftige Wertungen zu Stande bekommen. Wir sind sehr zufrieden“, sagte Regatta-Obmann Claus-Otto Hansen vom Ausrichter Flensburger Segel-Club (FSC).

Stellvertretend für die meisten Segler meinte Nils Springer, nachdem er und die gesamte „Xenia“-Crew auf der FSC-Terrasse als Einheitsbestellung Currywurst-Pommes verputzt hatten: „Die Organisation war wieder ’mal oberastrein.“ Am Tisch nebenan genoss Andy Lochbrunner mit einem Teil seiner Crew der „Resolute“ das Feierabendbier. Der Präsident des Deutschen Seglerverbandes (DSV) hatte sein Schiff gerade aus Schilksee nach Glücksburg überführt. „An der Meisterschaft können wir wegen der vielen Termine nicht teilnehmen. Aber die Langstrecken werden wir mitsegeln“, erzählte der 67-Jährige aus Lindau.

Die angesprochenen Lang- und Mittelstreckenrennen (Offshore) am Donnerstag und Freitag sind die entscheidenden Wettfahrten der deutschen Meisterschaft im Seesegeln ( IDMS). In der zusammengefassten ORC-Klasse 1/2 führt die „Hansen“ (X-37) des Dänen Michael Mollmann (8 Punkte) vor der „Arxes-Tolina BM Yachting“ (First 40/13 Pkt.) und der „Xenia“ (XP-44/17.5) von Ralf Lässig. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt „Xenia“-Taktiker Springer. „Vielleicht ist auf der langen Strecke noch mehr möglich, aber auch nach hinten ist nicht viel Luft.“

Ganz eng liegen in der ORC-Gruppe 3/4 die „Patent“ (X-332 Sport/11 Pkt.) mit Steuermann Henning Tebbe und die „Halbtrocken“ (First 36.7/11,5 Pkt.) von Knut Freudenberg an der Spitze. Der Titel ist noch lange nicht vergeben. „Wir sind guter Dinge, dass wir das noch packen können. Ein halber Punkt ist gar nichts. Alles ist offen“, sagt Freudenberg, der im Hinblick auf die Meisterschaft den rosaroten, aufblasbaren Flamingo vom Heckkorb verbannt hat. Das Maskottchen bietet zu viel Luftwiderstand. „Der liegt trocken und luftleer im Wohnwagen“, erzählt Freudenberg.

Windschnittig über die Regattabahn segelte auch die Crew der „Xen“ als Dritte der Klasse (19 Pkt.). „Wir kommen langsam ins Grooven“, sagt Taktiker und Miteigner Torsten Bastiansen. Die Crew hatte das Schiff erst Mitte August übernommen und wenig trainieren können. Ziel das Teams: Platz drei nach hinten absichern und bereit sein, wenn die Führenden schwächeln.

Keine Schwäche zeigte die Crew der „Dogmatix“ aus Langballig, die die „interne Wertung“ der X-332-Yachten in der Gruppe anführt und nur einen halben Punkt hinter der „Xen“ liegt. „Das lief alles sehr sauber. Wir freuen uns über unsere gute Serie“, sagt Steuermann Stefan Voss und kündigt für das Offshore-Finale einen harten Kampf an. „Langstrecke können wir auch.“

Einzige Klasse, die am Flautensonntag ein Rennen ins Ziel dümpelte, war die Segel-Bundesliga-Klasse der J/70. Sieger: Christian Soyka. „Das war gutes Bundesliga-Training“, sagte der Itzehoer, der am Wochenende mit Crew als Bundesliga-Vertreter bei der Segel-Champions League in Porto Cervo auf Sardinien startet – das verspricht Spannung. Genau wie der zweite Teil der 105. Flensburger Fördewoche, lediglich die klimatischen Bedingungen dürften sich unterscheiden.

Alle Ergebnisse: www.fsc.de

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erstellt am 15.Sep.2015 | 07:00 Uhr

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