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Fussball : Kreispokal: Spielort noch offen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Beschwerden der Endspielteilnehmer TSB und 08 abgewiesen. Bernd Bleitzhofer prüft trotzdem eine Verlegung nach Flensburg.

Wieder Aufregung um ein Pokalfinale. TSB Flensburg und Flensburg 08 stehen im Endspiel des Kreisfußballverbandes (KFV) Schleswig-Flensburg. Für Unmut bei den Finalteilnehmern sorgt der Austragungsort. Das Flensburger Stadtderby soll am Mittwoch, 21. Mai (19 Uhr), im Schleswiger Alleestadion ausgetragen werden. „Der TSB beantragt die Änderung zum Wohle des Flensburger Fußballs und möchte den einheimischen Anhängern, Sponsoren und sonstigen Fußball verbundenen Zuschauern die Möglichkeit geben, dieses Spiel in Flensburg anzusehen“, erklären Abteilungsleiter Ingo Nommensen und Teammanager Rainer Andresen in einer Beschwerde an den KFV-Vorstand. 08 zog nach. Denn in Schleswig kämen naturgemäß ein paar hundert Zuschauer weniger, wie Vorsitzender Egon Hansen betont.

Bernd Bleitzhofer hat den Fall inzwischen ganz unaufgeregt zur Chefsache erklärt. Der KFV-Vorsitzende nimmt seinen zwischen die Fronten geratenen Spielausschussobmann „Luggi“ Leitner in Schutz. „Er hat klar nach den Durchführungsbestimmungen gehandelt“, so Bleitzhofer. „Dort ist festgeschrieben, dass das Finale an einem neutralen Ort stattfindet.“ Schon auf der Arbeitstagung im Juli 2013 wurde der Spielort für die Pokalendspiele besprochen. „Kein Vereinsvertreter hat gegen das Finalspiel auf neutralem Platz Einspruch erhoben“, erklärt Leitner. Nur der VfR Schleswig hatte sich anschließend für die Austragung des Finalspiels beworben. „Den Zuschlag erhielt der Verein schon im Februar“, ergänzt Bleitzhofer. Vor diesem Hintergrund habe der Vorstand des Kreisfußballverbandes die Beschwerden von TSB und Flensburg 08 formal abweisen müssen.

Trotzdem wollen die Verbandsfunktionäre nicht mit der Faust auf den Tisch hauen. „Das erzeugt nur Unfrieden.“ Jetzt prüfen Bleitzhofer und seine Vorstandsmitglieder, ob sie das Spiel nicht doch noch nach Flensburg verlegen. „Wir haben erkannt, dass die Austragung in Schleswig unglücklich ist, wenn zwei Flensburger Vereine im Finale stehen.“

Erst am Mittwoch soll allen Beteiligen mitgeteilt werden, wo jetzt gespielt wird. Die Bedenkzeit ist nötig, weil Volker Schlehahn, Vorstandsmitglied beim VfR Schleswig und federführend für das Pokalspiel, noch im Urlaub ist. „Wenn der Verein sagt, wir verzichten auf die Austragung, und es sind nur Kosten von 200 Euro zu begleichen, dann übernehmen wir die und spielen in Flensburg“, betont Bernd Bleitzhofer. Aber zunächst muss er natürlich abwarten, in welche Vorleistungen die Schleswiger schon getreten sind.

Beim Vorschlag der Finalteilnehmer über einen alternativen Spielort kommt der KFV-Chef ins Schmunzeln. Da demonstrieren 08 und TSB Uneinigkeit. „Wir schlagen vor, das Spiel im Flensburger Stadion stattfinden zu lassen, weil hier auch eine Tribüne für 700 Zuschauer vorhanden ist, die bei Regenwetter wenigstens ein Dach über dem Kopf haben. Die Beschwerde ist mit dem TSB abgestimmt“, heißt es in dem 08-Brief. Und der TSB schreibt: „Neuer Spielort: TSB Flensburg, Eckener Straße 24. Flensburg 08 hat der Spielortverlegung bereits telefonisch zugestimmt.“

Ganz abgestimmt waren die zwei Beschwerden also nicht. Aber wenn sie trotz formaler Abweisung am Ende doch Erfolg haben, ist es gut. Und wenn in Flensburg gespielt wird, dann auf dem Eckenerplatz. Da gibt es für Bernd Bleitzhofer keine zwei Meinungen: „Der klassentiefere Verein hat Heimrecht.“

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