2. Handball-Bundesliga : Kraftakt gegen Bundesliga-Absteiger

Tjark Desler will mit der HSG Tarp-Wanderup den zweiten Saisonsieg feiern.
Tjark Desler will mit der HSG Tarp-Wanderup den zweiten Saisonsieg feiern.

HSG Tarp-Wanderup heute im Heimspiel Außenseiter gegen TV Neuhausen. Trainer Christian Voß fordert Handball mit Herz.

Avatar_shz von
23. November 2013, 16:12 Uhr

Nach den Spielen gegen TV Großwallstadt und TuSEM Essen geht es heute für die Zweitliga-Handballer der HSG Tarp-Wanderup gegen den dritten Bundesliga-Absteiger TV Neuhausen (Anwurf: 19 Uhr, Treenehalle). Die Gäste aus dem Schwabenland sind keine unbekannte Größe in der Treenehalle. Vor knapp zwei Jahren trafen die Tarper Wölfe als Drittligist im DHB-Pokal auf den TV Neuhausen, der sich damals als Tabellenführer der 2. Liga mächtig strecken musste, um am Ende gegen Tarp mit 33:31 die Oberhand zu behalten.

Für HSG-Coach Christian Voß ist das Pokalspiel allerdings überhaupt kein Maßstab. „Das war ein Saison-Highlight und ist mit dem Punktspiel absolut nicht vergleichbar, mit einer Ausnahme: Auch diesmal sind wir krasser Außenseiter.“

„Die Jungs“, wie sich die Schwaben nennen, rangieren nach der etwas überraschenden Niederlage in Leutershausen (27:31) unter der Woche auf dem 13. Tabellenplatz. „Davon sollten wir uns keinesfalls blenden lassen. Bisher hat sich Neuhausen unter Wert geschlagen und präsentiert sich ein wenig als launische Diva“, spricht Voß auf die letzten Ergebnisse der Schwaben an, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. So war der Niederlage in Leutershausen ein klarer Heimsieg gegen Spitzenreiter Erlangen voraus gegangen. Und auch der Illusion, bei den Gästen könnte sich wegen der englischen Woche ein Kräfteverschleiß bemerkbar machen, sollte man sich nicht hingeben. „Die Neuhauser Akteure sind Profis genug, um das weg zu stecken“, ist für den Wölfe-Coach auch dieser Aspekt kein Thema.

Ein wichtiger Punkt auf dem Weg zum zweiten Heimerfolg ist aber sehr wohl die Frage, wie das Voß-Team mit der Deckungsvariante des TV Neuhausen zurechtkommt. „Neuhausen spielt eine sehr unangenehme 3-2-1-Deckung. Die zu knacken, wird ein wesentlicher Erfolgsfaktor in diesem Spiel sein“, sieht Voß eine sehr schwere Aufgabe auf seine Angreifer zukommen, für die es gilt, Lösungen zu finden.

Ansonsten setzt der Wölfe-Coach wieder auf die Tugenden, die sein Team zuletzt an den Tag gelegt hat: Engagement, Einstellung und eine starke Deckungsarbeit. „Handball mit Herz – ich habe es oft genug betont – ist das, was ich von meinem Team erwarte. Wenn wir dann auch noch geduldig im Angriff agieren und wieder mehr Effektivität im Abschluss zeigen, können wir gegen Neuhausen erfolgreich sein.“ Zurückgreifen kann Voß dabei bis auf den verletzten Steffen Fischer wieder auf seinen gesamten Kader.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen