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Champions League : Kraft trifft auf Geschwindigkeit

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Im Viertelfinale der Champions League muss die SG Flensburg-Handewitt gegen die Routiniers von Vardar Skopje bestehen

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Der Weg zum Final-Four-Turnier in Köln führt für die SG Flensburg-Handewitt über Skopje. In der mazedonischen Hauptstadt wartet im Viertelfinale der Champions League ein denkbar unangenehmer Gegner auf den Dritten der Handball-Bundesliga. Vardar Skopje gehört als erstmaliger Teilnehmer der Runde der letzten Acht nominell nicht zu den Favoriten. Doch die Mazedonier standen am Sonntag im Blickpunkt der Handballwelt, als sie den Titelverteidiger HSV Hamburg mit dem 30:29-Sieg in der Hansestadt aus dem Rennen warfen – verdient und überzeugend.

„Ich habe nicht Hurra geschrien, als das Los kam“, bekannte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke gestern im Wiener Gartenhotel Altmannsdorf, wo die Viertelfinalbegegnungen ermittelt wurden. „Jeder hat gesehen, was in Hamburg passiert ist.“ Sein Kollege Davor Stojanoski von Vardar Skopje hingegen frohlockte: „Wir wollten ein Team aus der Bundesliga. Wir stehen nicht unter Druck.“ Er kündigte Schmäschke an, dass zu Ostern 400 Fans das Team nach Flensburg begleiten werden. Da wird es einen kleinen Vorgeschmack darauf geben, worauf sich die SG eine Woche später in der Halle „Boris Trajkovski“ mit 7000 heißblütigen Anhängern einstellen kann.

SG-Trainer Ljubomir Vranjes nahm es gelassen. „Barcelona, Veszprem oder Kiel – was soll man sich wünschen? Skopje kann jeden schlagen, wir aber auch“, sagte der Schwede, der ebenso wie Schmäschke ein Kräftemessen zweier Stilrichtungen erwartet. „Kraft trifft Geschwindigkeit“, brachte es der Geschäftsführer auf eine kurze Formel. „Wir werden unsere Linie verfolgen und mit hohem Tempo spielen“, kündigte Vranjes an. Das könnte klappen gegen einen Gegner, der auf beeindruckende physische Stärke setzt, aber zahlreiche Akteuren jenseits der 30 Jahre hat.

Allerdings sind bei Vardar Skopje damit auch viele Jahrzehnte Handball-Routine versammelt. „Das macht viel aus“, weiß Vranjes. Der Verein mag neu im CL-Viertelfinale sein, doch seine Spieler haben „1000 Schlachten geschlagen“, so Schmäschke.

Bei Vardar tummeln sich Veteranen wie Matjaz Brumen (31 Jahre) und Miladin Kozlina (31), die vor zehn Jahren mit Celje das Finale gegen die SG gewannen, dazu die russischen Haudegen Alexej Rastvortsev (35), Michail Chipurin (33) und Timur Dibirov (30) aus der Konkursmasse von Medwedi Tschechow. Etwas jünger sind die Torjäger Igor Karacic (25), Filip Lazarov (29) und das Linkshänder-Talent Alex Duishebajew (21), Sohn des berühmten Trainers Talant Duishebajew. Im Tor steht der 37 Jahre alte Petar Angelov.

Der genaue Termin für das Spiel in Flensburg wird in den nächsten Tagen festgelegt. Es wird natürlich in der Flens-Arena stattfinden. Der gestern verkündete „Plan“, in die Wikinghalle umzuziehen, falls das Los auf Kiel gefallen wäre, gehörte ohnehin in die Kategorie Aprilscherz. Um der Mannschaft die größtmögliche Unterstützung einer vollen Halle zu geben, werden die Preise deutlich gesenkt. Die Karten kosten 25, 14 und 7 Euro bei freier Sitzplatzwahl in den Blöcken A, E, I, J, K, L, O und P. Für die 1500 Fans, die eine Dauerkarte für die CL-Vorrunde erworben hatten, gelten bis 9. April ermäßigte „Danke-Preise“ in Höhe von 20, 10 und 5 Euro. jw

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