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Nord-Frauen mit gemischter Bilanz : Klare Niederlage und Arbeitssieg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine Niederlage, ein Sieg – gemischte Bilanz für die Handball-Frauen des TSV Nord Harrislee in der 3. Liga. Dem 21:28 (9:13) gegen den TV Oyten folgte nur 22 Stunden später ein 27:21 (12:9)-Arbeitssieg gegen den abstiegsgefährdeten HSV Minden/Nord.

„Wir wollten versuchen, Oyten auf 24 Tore zu drücken. Dann hätten wir eine Siegchance gehabt“, so Nord-Coach „Shorty“ Linde, dessen Plan über 60 Minuten nicht aufging. Dabei hatte sein Team einen Traumstart erwischt und elf Minuten lang keinen Treffer zugelassen. So stand ein 5:0 an der Anzeigetafel.

Danach leitete sich der TSV Nord aber zu viele technische Fehler und spielte den Ball oftmals dem Gegner förmlich in die Hand. Der Tabellenführer bestrafte das gnadenlos und drehte den klaren Rückstand in eine 5:6-Führung. Auch ein Harrisleer Zwischenspurt zum 9:7 war ein Strohfeuer, denn in den letzten sieben Minuten vor der Pause gelang dem Linde-Team erneut kein Treffer und so stand es zur Halbzeit 9:13.

Die Angriffsschwäche der Gastgeberinnen setzte sich im zweiten Durchgang fort. Weitere technische Fehler oder vergebene Großchancen ließen die konzentriert spielenden Gäste Mitte der zweiten Halbzeit auf 13:21 davonziehen. Mit seiner Erfahrung verwaltete der Tabellenführer den Vorsprung, da die Nordfrauen nicht die Qualität auf die Platte brachten, um dem Spiel eine Wende zu geben. „Die Fehlerquote war zu hoch – und das kann man sich gegen eine Mannschaft wie den TV Oyten nicht erlauben“, sagte „Shorty“ Linde.

TSV Nord: Marie Andresen, Tiedemann – Ranft, Natusch (1), Lundelius, Woch (3), Börnsen, Carstensen (1), Lache (3/3), Litschke (1), Harbeck (3), Clausen (2), Jensen (4/1), Jakusch (3).

TV Oyten: Kahler, Janßen – Nowak (3/1), Zitnikov, Engelke (7/2), Bormann-Rajes (1), Drewes (1), Juricke (3), Pleß (1), Franke, Jakob (2), Kokot (7), Lange (3). Schiedsrichter: Ebel/Krähe (Celle/Hamburg). Zuschauer: 145.

Am Sonntag Nachmittag war „Wiedergutmachung“ angesagt. Gegen den Tabellen-Neunten und abstiegsgefährdeten Gast aus Ostwestfalen mussten keine 24 Stunden später alle Kraftreserven mobilisiert werden. Diesmal war der Start der Gastgeberinnen zäh und nach fünf Minuten hieß es 1:2. Danach fand die Offensive aber – gestützt auf die gute Deckung und die starke Torhüterin Marie Andresen dahinter – zu mehr Sicherheit. Nach dem 8:5 nach 19 Minuten gaben die Harrisleerinnen die Führung dann auch nicht mehr her. Zur Pause hatte der Drei-Tore-Vorsprung beim 12:9 weiter Bestand.

Nach dem Wechsel konnten die Nordfrauen dann trotz der Partie des Vortages noch zulegen. Nachdem Fenja Jensen im ersten Durchgang stark aufgespielt hatte, übernahmen in den zweiten 30 Minuten vor allem Caro Lache und Merle Carstensen im Angriff Verantwortung, wobei Carstensen für die einfachen Tore per Tempogegenstoß sorgte. Die Deckung hielt die Mindener Angriffsreihe weiter in Schach und so setzte sich der TSV Nord zehn Minuten nach der Pause auf 16:10 ab.

Lache und Carstensen waren es dann auch, die per Doppelschlag vom 23:18 auf 25:18 erhöhten und so war der Sieg sechs Minuten vor dem Abpfiff unter Dach und Fach. „Nach dem Spiel am Sonnabend hat die Mannschaft das über weite Strecken gut gemacht. Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden, können und werden es aber auch wieder besser machen“, versprach Co-Trainer Peer-Oliver Linde.

TSV Nord: Marie Andresen, Tiedemann – Ranft, Johanna Andresen (1), Natusch (1), Woch (1), Börnsen, Carstensen (5), Lache (7/3), Litschke (1), Harbeck (2), Clausen, Jensen (7/2), Jakusch (2). HSV Minden/Nord: Brandhorst, Sauer – Grintz, Kaemper (1), Pross (2), Hill (3), Michalczik (6/3), Knicker (3), Wöker, Martin, Viering (2), Bergmann (4), Thielmann, Rodehau. Schiedsrichter: Bolus/Foitzik (Stockelsdorf/Lübeck).

Zuschauer: 155.

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