zur Navigation springen

Handball : Keine Kommunikation und Abstimmung in der Abwehr

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bundesliga: SG-Nachwuchs stolpert beim 28:30 über Aufsteiger TuS Esingen.

Die A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt freute sich auf Bundesliga-Vergleiche mit Berlin, Kiel oder Magdeburg, als erster Stolperstein entpuppte sich aber TuS Esingen. Die SG-Nachwuchshandballer verloren ihr erstes Heimspiel gegen den Aufsteiger überraschend mit 28:30 (16:14). „Wir waren sicherlich der Favorit, wir waren aber über die Stärke des Gegners informiert“, meinte SG-Trainer Michael Jacobsen. „Unser größtes Problem war, dass in der Abwehr Kommunikation und Abstimmung fehlten.“

Dabei hatte seine Truppe einen vielversprechenden Start erwischt. Erst konterte Peer Woyczechowski, dann Noah Pust, und schließlich war Janos Steidtmann an der Reihe – nach etwas mehr als fünf Minuten hieß es bereits 5:0. Der Gegner aus dem Kreis Pinneberg machte es den Nordlichtern anfangs erstaunlich leicht. Doch praktisch im Schnellverfahren gewöhnte sich der Gast an die Bundesliga-Luft, während bei der SG-Truppe die Unsicherheit wuchs.

Nun spürte man, dass mit Leistungsträger Stefan Wilhelm, der leicht verletzt vom IHF Super Globe im Katar zurückgekehrt war, eine wichtige Stütze fehlte. Noah Pust und Marlon Runow wirkten in der zweiten Reihe sehr engagiert, manchmal fehlten ihnen aber auch die Ideen. Und viele Alternativen gab es nicht. Deshalb musste der B-Jugendliche Lasse Kuhrt zeitweise aushelfen, um Philipp Asmussen im rechten Rückraum zu entlasten.

Bis zum 20:18 (37.) standen die Zeichen zumindest auf Arbeitssieg. Allerdings konnte sich die 6:0-Deckung nicht stabilisieren, auch die vielen Torhüter-Wechsel fruchteten nicht. Dann johlte der Fan-Block der Gäste unter den 250 Zuschauern immer euphorischer. Beim 22:21 glückte Esingen die erste Führung, beim 28:25 (55.) schienen die Südholsteiner schon im Ziel.

Die Gastgeber steckten zumindest nicht auf. Jannis Blumenberg schaffte anderthalb Minuten vor Schluss in Unterzahl den Ausgleich. Doch als im Gegenzug Mike König die Lücke fand und auch Jannis Blumenberg mit einer Zeitstrafe belastet wurde, war die Entscheidung gefallen. „Wir haben heute gesehen, dass es in dieser Staffel nur starke Gegner gibt“, sagte Michael Jacobsen. „Wir werden nun nach vorne schauen.“ Am kommenden Wochenende geht es nach Hildesheim.



SG Flensburg-Handewitt: Ejlersen, Genähr – Steidtmann (5), Kuhrt, Woyczechowski (5), Blumenberg (1), Krüger, Tambo (1), Asmussen (5), Pust (8/2), Runow (3).
TuS Esingen: Sommer, Bockemeyer – Sauerland, Rabe, Vollbehr (2), Gier (2), Haas (3), Heinzer, Dombrowski (2), König (7), Willenbrock (1), Paulsen (7/4), Hahn (6).

Zeitstrafen: 6:2. Siebenmeter: 3:4.

Zuschauer: 250.

zur Startseite

von
erstellt am 16.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen