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Handball : Kein neuer Lizenzantrag: Tarp ist die 2. Bundesliga zu teuer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Einstimmige Entscheidung: Die Prioritäten der Wölfe werden schon auf die Zukunft ausgerichtet – ohne Zweitliga-Handball in Tarp.

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2013 | 15:09 Uhr

Mit nur einem Sieg aus 15 Spielen ziert die HSG Tarp-Wanderup das Tabellenende in der 2. Handball-Bundesliga. Die Chancen auf den Klassenerhalt sind auf ein Minimum gesunken, die Prioritäten der Wölfe werden deshalb auch schon auf die Zukunft ausgerichtet – ohne Zweitliga-Handball in Tarp. „Einstimmig haben Geschäftsführung und Gesellschafter der HSG entschieden, keine Lizenz für die 2. Handball-Bundesliga in der Saison 2014/2015 zu beantragen“, sagt Geschäftsführer Florian Korte und ergänzt, dass die Entscheidung unabhängig von der sportlichen Situation getroffen worden sei. „Vielmehr ist die wirtschaftliche Situation entscheidend. Der Gesamtetat von rund 400 000 Euro wird fast ausschließlich von Jochen Ohm und seinen Partnern getragen. Darüber hinaus ist die weitere Sponsoren-Akquise im Umfeld Tarp schwierig, die bisherige Sponsorenbasis nicht breit genug. Für die eingleisige 2. Liga mit ihrem hohen Professionalisierungsanspruch bietet diese Finanzierungspraxis keine nachhaltige Perspektive.“ Korte ist klar, dass die Nachricht insbesondere für die Mannschaft enttäuschend sei. „Aber die Entscheidung ist wirtschaftlich vernünftig. Wir mussten sie treffen, auch wenn es mir für die Spieler, den Trainer und die Fans sehr leid tut. Ich hoffe allerdings, dass die Mannschaft nun befreit aufspielen und wieder mehr Spaß am Handball als zuletzt finden kann“, erklärt der Geschäftsführer.

Die Planungen für die neue Saison sollen im Januar beginnen. Auf die Verantwortlichen der Wölfe wartet also in den Wochen nach Weihnachten viel Arbeit. „Für uns ist es jetzt wichtig, möglichst schnell Klarheit darüber zu erhalten, mit welchen Akteuren aus dem derzeitigen Kader wir in der kommenden Saison planen können und natürlich auch, wie sich die Trainerfrage gestalten lässt“, erklärt Pressesprecher Ingo Breuel und bekräftigt auch noch einmal, dass man in der laufenden Saison sportlich weiter alles daran setzen wird, das Punktekonto zu verbessern. „Auch in den nächsten Spielen werden sich unsere Gegner mächtig strecken müssen, wollen sie gegen uns punkten.“

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