Handball : Junior-Team wieder in der Spur

SG-Rückraumspieler Michael Nicolaisen schüttelt gleich zwei Oranienburger Abwehrspieler ab.
SG-Rückraumspieler Michael Nicolaisen schüttelt gleich zwei Oranienburger Abwehrspieler ab.

3. Liga: SG-Zweite gewinnt gegen den Oranienburger HC mit 26:21. Torhüter Tim Lübker ragt heraus.

shz.de von
26. Januar 2015, 08:48 Uhr

Das Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt hat den Bann gebrochen. Im dritten Handballspiel des Jahres feierte die Mannschaft von Till Wiechers den ersten Sieg. Und dies just gegen den Gegner, bei dem man in der Hinrunde mit 32:25 den ersten doppelten Punktgewinn der Spielzeit 2014/15 eingefahren hatte. Diesmal behielt der Aufsteiger in der heimischen Wikinghalle gegen den Oranienburger HC mit 26:21 (10:8) die Oberhand. Damit festigte das Junior-Team seinen dritten Tabellenplatz in der 3. Liga Nord.

Schon zu Beginn der Partie war zu erahnen, dass es kein Torfestival geben würde. Die Angriffsreihen beider Mannschaften taten sich gegen die jeweils gegnerische Abwehr sehr schwer. Beide Deckungen agierten aggressiv und beweglich, zudem hatten die beiden Torhüter Tim Lübker (SG II) und Ivan Szabo (Oranienburg) einen überragenden Tag erwischt. Nach acht Minuten stand es so nur 3:1 für die Gastgeber. Erst nach einer knappen Viertelstunde gelang den Gästen mit dem 3:6 das erste Feldtor. Da hatte Tim Lübker schon elf Paraden auf seinem Konto gesammelt. Gestützt auf den ebenfalls starken Rückhalt Ivan Szabo, kämpften sich die Gäste aber immer wieder heran und waren beim 8:10-Pausenstand selbst noch gut im Rennen um einen möglichen Sieg.

Im zweiten Durchgang trafen beide Mannschaften zwar regelmäßig, doch die Schlussleute drückten dem Spiel weiter den Stempel auf. So waren es umkämpfte 30 Minuten. Der Oranienburger HC verkürzte immer wieder auf ein Tor. Über 11:10 (32.) und 14:13 (40.), führte die SG bis zum 17:16 (44.). Vier Minuten später musste das Junior-Team beim 18:18 erstmals den Ausgleich hinnehmen . Die Partie schien sogar kippen zu können, da SG-Rückraumspieler Morten Dibbert wegen Meckerns eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt. Doch die Unterzahl überstand das Wiechers-Team mit dem 19:19 nahezu unbeschadet. Danach zeigte vor allem Nick Witte Nervenstärke, als er zwei Siebenmeter hintereinander im Oranienburger Tor unterbrachte. Dabei düpierte er mit dem zweiten Strafwurf Ivan Szabo, der im ersten Durchgang noch zwei Strafwürfe abgewehrt hatte. So riss die SG die Führung wieder an sich, und zu Nick Witte gesellte sich noch Marcel Möller, der nach dem 22:21 ebenfalls die Übersicht behielt und vom Kreis per Doppelschlag auf 24:21 erhöhte. Als Nick Witte zwei Minuten vor Schluss auch Strafwurf Nummer drei versenkte, war mit dem 25:21 die Entscheidung gefallen. Simon Hennig sorgte mit dem 26:21 dann für den Schlusspunkt.

„Wir hätten noch drei Stunden spielen können und hätten nichts geholt“, haderte Oranienburgs Trainer Christian Pahl mit der schwachen Torausbeute seiner Mannschaft. Dagegen atmete Till Wiechers nach dem Schlusspfiff erleichtert durch. „Tim Lübker hat überragend gehalten und uns damit sehr viel Halt gegeben. Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen konnte ich heute öfter durchwechseln. Meine Mannschaft hat sich während des ganzen Spiels voll reingehängt und darauf bin ich sehr stolz“, meinte der SG-Coach nach dem ersten Sieg im neuen Jahr.

SG Flensburg-Handewitt II: Lübker, Genähr - Klang (2), Pries (2), Nick Witte (6/3), Blohme (4), Dibbert (1), Nicolaisen (4), Pust, Leon Witte (2), Hennig (2), Louwers (1), Möller (2).
Oranienburger HC: Szabo, Herold - Bohle (4), Urban, Kählke (4), Dömeland, Weßeling (4/2), Scharge (2/2), Liedtke (4), Manderscheid (3), Kehl, Riedel, Kleinert.
Schiedsrichter: Bohmbach/Meyer (Oldenburg/ Niedersachsen). – Zuschauer: 100.

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